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Alle Artikel kategorisiert unter »Meiningen«

In einer Welt der Phantasie – Im Staatstheater Meiningen wird Achim Freyers „Zauberflöte“ bejubelt

19.06.22 (Joachim Lange) -
Auffallend oft gab es in letzter Zeit wieder Bühnenbilder für Opernproduktionen, die nicht mit nihilistischer Leere bis zur Brandmauer und Secondhand-Kostümen der allgemeinen Tristesse der Welt von heute in bekannten oder auch unbekannten Werken der Vergangenheit nachspürten. Vielleicht ein Indiz für ein wachsendes Bedürfnis nach Kunst als Gegenwelt? Und nicht nur als Analyse- oder Diskursbeitrag der besonderen Art. Wer weiß.

Kunst trifft Wirklichkeit – In Meiningen gab es jetzt ein „Fidelio“ Gastspiel der besonderen Art, die Inszenierung kam aus Kiev!

06.05.22 (Joachim Lange) -
Eine „Fidelio“-Vorstellung im Thüringischen Meiningen ist eigentlich nichts besonderes. Politisch ist das allemal. Schon, weil Ludwig van Beethovens einzige Oper nicht nur ein Singspiel und ein Hochamt auf die Gattenliebe ist, sondern auch eine Befreiungsoper. Hier haben die Opfer den stärksten Auftritt und der prominenteste Gefangene wird erst in letzter Sekunde davor gerettet, gemeuchelt zu werden. Beethoven konnte das 1805 noch mit einer jubelnden Utopie enden lassen.

Vokaler Glanz vor romantischer Kulisse – In Meiningen inszeniert der Ex-Intendant „Lohengrin“

23.04.22 (Joachim Lange) -
Was Richard Wagners „Lohengrin“ betrifft, so liegt Meiningen nicht nur geographisch ungefähr auf dem Weg zwischen Weimar und Bayreuth. In Weimar sorgte Franz Liszt 1850 für die Uraufführung der romantischen Nie-sollst-du-mich-befragen-Oper. Da war Wagner den Obrigkeiten noch verdächtig und quasi auf der Flucht vor der sächsischen Polizei. Als ein Vierteljahrhundert später mit des bayrischen Königs und des Reichskanzlers Hilfe sein Festspielhaus auf dem Grünen Hügel in Bayreuth stand, er zum Überkomponisten seines ganzen Jahrhunderts aufgestiegen war, gehörte „Lohengrin“ natürlich zu den Stücke, die der Meister sich selbst durchgehen ließ und für den Werkekanon der Festspiele vorsah.

17.4.2022: Veranstaltungen aktuell +++ Veranstaltungen

17.04.22 (dpa) -
Ukrainische Künstler kommen für Benefizkonzerte nach Thüringen +++ Sopranistin Netrebko tritt mit Erfurter Theater in Monaco auf +++ Baden-Baden: Berliner Philharmoniker und Petrenko spielen Strauss +++ Liedermacher Wolf Biermann gibt Konzert an Universität in Koblenz

18.3.2022: Veranstaltungen aktuell +++ Veranstaltungen

18.03.22 (dpa) -
JazzBaltica 2022 mit Staraufgebot im Ostseebad Timmendorfer Strand +++ 25. Magdeburger Telemann-Festtage 2022 beginnen heute +++ Staatstheater Meiningen plant optimistisch und außer Haus

Vom Mordopfer zur Heiligen – Das Staatstheater Meiningen erweckt die Oper „Santa Chiara“ von Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha zu neuem Leben

19.02.22 (Joachim Lange) -
Dass die Thüringer Theaterlandschaft geradezu sprichwörtlich ist, gehört zum bessere Erbteil der deutschen Kleinstaaterei. Dabei gab es Fürsten, deren persönlicher Beitrag deutlich über dem üblichen Standard lag, sich um diverse Theaterbauten zu kümmern und für die Orchester und Künstler, die sie mit Leben erfüllen. Georg II. von Meiningen hat sich den Ehrentitel eines Theaterherzogs redlich verdient. Er hat zwar das Musiktheater abgeschafft, dafür aber sein Schauspiel auf Weltniveau gehoben, mit dem er über Jahrzehnte in ganz Europa Maßstäbe setzt. Nicht nur durch „sein“ Theater ist dieser Kleinstaatfürst auch heute noch in Meiningen beinahe allgegenwärtig. Sein fürstlicher Nachbar in Sachsen-Coburg und Gotha, Ernst II. (1818-1893), hat nicht nur für die Theater in Coburg und Gotha gesorgt, sondern sogar selbst komponiert.

Der Herzog war kein Avantgardist – Gespräch über eine Wiederentdeckung

04.02.22 (Antje Rößler) -
„Santa Chiara“ stammt aus der Feder von Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha. Die über Jahrzehnte hinweg europaweit gespielte Oper wurde zum letzten Mal 1927 aufgeführt. Nun bringt das Meininger Theater die abenteuerliche Legende um Prinzessin Charlotte von Wolfenbüttel erneut auf die Bühne. Regisseur Hendrik Müller erklärt im Gespräch mit Antje Rößler, warum sich eine Wiederentdeckung lohnt.

Im Stehen sterben – Markus Lüpertz malt in Meiningen eine Oper: Puccinis La Bohème

12.12.21 (Joachim Lange) -
Die Rechnung ging auf. Und sie hatten auch noch Glück. Wie jedes Theater, dem (außerhalb von Sachsen) gegenwärtig eine Premiere gelingt, war auch in Meiningen allein schon die Tatsache, dass der Vorhang hoch ging, ein kleiner Triumph. Über die Pandemie. Aber auch über eine Politik, die Theaterdichtmachen mit effektiver Virusbekämpfung verwechselt.

«La Boheme»-Premiere von Markus Lüpertz in Meiningen ausverkauft

09.12.21 (dpa) -
Meiningen - Die Inszenierung der Puccini-Oper «La Boheme» durch den Maler und Bildhauer Markus Lüpertz hat am Theater Meiningen zu einem Ansturm auf die Tickets geführt. Die Premiere an diesem Freitag (10. Dezember) sei ausverkauft, sagte eine Theatersprecherin.

Bremst Corona die Thüringer Theater in der Weihnachtszeit aus?

03.12.21 (dpa) -
Erfurt/Weimar/Jena/Meiningen (dpa/th) - Die verschärften Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern haben keine Auswirkungen auf die Thüringer Theater, die bereits nach 2G-Regel agieren. Man hoffe aktuell, dass man mit Hilfe der Maßnahmen gut durch die Weihnachtsvorstellungen komme, sagte eine Sprecherin des Deutschen Nationaltheaters (DNT) in Weimar.
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