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Trübe Novemberstimmung in Leipzig, bis in den Januar hineien. Foto: Lieberwirth
Keine «Lohengrin»-Premiere von Katharina Wagner in Leipzig. Foto: Lieberwirth
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25. November 2021: Veranstaltungen aktuell +++ Veranstaltungen

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Stadt Leipzig lässt Teile des Kulturbetriebs bis 9. Januar ruhen +++ Vorpommersche Landesbühne in Anklam sagt Konzerte ab +++ Kent Nagano dirigiert Oper «Elektra» von Richard Strauss +++ Festspiele MV kündigen 141 Konzerte für Sommer 2022 an +++ Deutsch-polnisches Konzertprojekt zum Warschauer Kniefall in Lübeck abgesagt

Stadt Leipzig lässt Teile des Kulturbetriebs bis 9. Januar ruhen

Leipzig - Die Stadt Leipzig lässt einen Teil ihres Kulturbetriebs wegen der Corona-Pandemie bis zum 9. Januar ruhen. Die städtischen Bühnenhäuser Oper Leipzig, Gewandhaus, Schauspiel und Theater der Jungen Welt sagen alle Eigenveranstaltungen bis dahin ab, wie das Kulturdezernat der Stadt am Mittwoch mitteilte.

«Um sowohl dem Publikum als auch den Mitarbeitern der städtischen Bühnenhäuser größtmöglichen Schutz sowie Planungssicherheit zu geben, haben wir die Entscheidung getroffen», sagte Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke (Linke).

 

Vorpommersche Landesbühne in Anklam sagt Konzerte ab

Anklam (dpa/mv) - Die Vorpommersche Landesbühne hat angesichts absehbarer Verschärfungen der Corona-Regeln Konzerte abgesagt. Der für Ende November geplante Auftritt des Anklamer Knabenchors im Anklamer Theater sowie das Chorsingen auf der Vineta-Bühne in Zinnowitz auf Usedom fielen aus, hieß es am Mittwoch in einer Pressemitteilung.

Alle Theatervorstellungen bis Mitte Dezember liefen unter 2G-plus-Regeln - also Zutritt nur für Geimpfte und Genesene und mit aktuell negativem Corona-Test. Ausnahmen gelten etwa für Kinder und Menschen, die sich nicht impfen lassen können. Besonders hart treffe die Vorpommersche Landesbühne die Reduzierung der zugelassenen Auslastung bei der Sitzplatzkapazität gemäß Corona-Landesverordnung, sagte eine Sprecherin.

 

Kent Nagano dirigiert Oper «Elektra» von Richard Strauss

Hamburg (dpa/lno) - Kurz nach seinem 70. Geburtstag dirigiert Hamburgs Generalmusikdirektor Kent Nagano am Sonntag (28. November) die Premiere der Oper «Elektra» von Richard Strauss. Für die Inszenierung und das Bühnenbild ist der russische Regisseur Dmitri Tschernjakow verantwortlich, der in Hamburg bereits «Senza Sangue/Herzog Blaubarts Burg» gestaltet hat. Die Hauptrolle der Elektra übernimmt die litauische Sopranistin Au?riné Stundyté, ihr zur Seite stehen die litauische Mezzosopranistin Violeta Urmana als Klytämnestra und die amerikanische Sopranistin Jennifer Holloway als Chrysothemis. In der Rolle des Aegidth ist der britische Tenor John Daszak zu erleben, den Orest gibt der estnische Bariton Lauri Vasar.

 

Festspiele MV kündigen 141 Konzerte für Sommer 2022 an

Schwerin (dpa/mv) - Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern hoffen nach zwei Pandemie-Sommern auf eine ungestörte Saison 2022. Intendantin Ursula Haselböck kündigte am Donnerstag in Schwerin 141 Konzerte an 60 Orten vom 18. Juni bis zum 18. September an. Neben bedeutenden Orchestern wie dem BBC Symphony Orchestra und dem Konzerthausorchester Berlin werden Klassik-Stars wie die Cellisten Daniel Müller-Schott und Harriet Krijgh oder der Pianist Kit Armstrong ewartet.

Als Preisträger «in Residence» soll vor allem der Geiger und Dirigent Emmanuel Tjeknavorian den Festspielsommer in 24 Konzerten prägen. Neben Klassik-Konzerten wollen die Organisatoren mit anderen Musikformen ein jüngeres Publikum ansprechen. Als ein neues Format sind etwa «Grenzgänge» geplant, die Talente der jungen Jazz-Szene in den Blick nehmen.

Die Festspiele MV gehören zu den größten Klassik-Musikfestivals in Deutschland. In der letzten Saison vor der Corona-Krise, 2019, hatten sie im Sommer 84 500 Besucher. Im pandemiegeprägten Sommer 2021 waren es nur 37 500.

 

Deutsch-polnisches Konzertprojekt zum Warschauer Kniefall abgesagt

Lübeck (dpa/lno) - Ein ursprünglich für den 10. Dezember im Lübecker Dom geplantes deutsch-polnisches Konzertprojekt zum Kniefall von Warschau ist von den Veranstalten abgesagt worden. Mit 84 Mitgliedern im Chor, 81 Orchestermitgliedern sowie 6 Solistinnen und Solisten sei das Projekt zu groß für die derzeitige pandemische Situation, teilte die Musikhochschule Lübeck am Donnerstag mit.

Mit dem Konzert «7. Dezember 1970 - Ein Polnisch-Deutsches Requiem» wollten Studierende aus Polen und Deutschland an den Kniefall Willy Brandts vor dem Ehrenmal für die Helden des Warschauer Ghettos erinnern. Die Aufführung des Werkes hätte nach Angaben einer Sprecherin eines der größten Projekte der Musikhochschule der vergangenen Jahre werden sollen.

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