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Tückische Vorzeichen

23.03.18 (Moritz Eggert) -
Es gibt ein Thema, das einen großen Teil meines Kompositionsunterrichts einnimmt, gleichzeitig wünsche ich mir aber sehr, dass das nicht so sein müsste. Es ist das Thema der Enharmonik.

Lehrerchen wechsel Dich

07.02.18 (Moritz Eggert) -
Immer wieder ein Thema an Musikhochschulen ist der Lehrerwechsel. Die Gründe dafür sind für die Studenten ganz unterschiedlich und reichen von „einfach nicht mit dem Lehrer können“ bis zu „neue Impulse suchen“. Es gibt auch den einen oder anderen Lehrer, der Studenten zum Lehrerwechsel auffordert, weil er seinen Studenten noch neue Einsichten gönnt. Dahinter könnte aber natürlich auch stecken, dass wiederum der Lehrer nicht mit dem Studenten kann.

Bewältigung der Überwältigung

14.12.17 (Moritz Eggert) -
Ein ganz typisches Phänomen: Da hat man gerade erst die Aufnahmeprüfung bestanden im Fach Komposition, vor einem liegen 4 bis 6 oder noch mehr Jahre Kompositionsstudium, man ist am Ziel seiner Träume angelangt … und fällt plötzlich in eine komplette Sinnkrise, ganz zu Anfang des Studiums, wo es doch nun eigentlich erst richtig losgehen sollte.

Allein, allein

22.11.17 (Moritz Eggert) -
Komponieren ist ein einsames Geschäft. Wer sich Musik ausdenkt, braucht Ruhe und Konzentration und ist meistens allein. Schon ein Strawinsky wurde panisch, wenn ihm jemand beim Komponieren auf dem Klavier zuhörte, und ganze Generationen von Filmleuten scheitern immer wieder daran, einen Komponisten glaubwürdig beim „Komponieren“ zu filmen – denn es wirkt immer unecht und gestellt.

Der Hörer muss den Code knacken

20.07.17 (Moritz Eggert) -
Es ist meine feste Überzeugung, dass die Verächter Neuer Musik keineswegs von „Dissonanzen“, „Atonalität“ oder „Geräuschen“ abgeschreckt werden. Das sind einfach nur unbeholfene Hilfsbegriffe, die in Wirklichkeit ein ganz anderes Unbehagen ausdrücken, nämlich das Unbehagen vieler Hörer, nichts zu verstehen. 

Werdegang eines Komponisten

11.05.17 (Moritz Eggert) -
Viele meiner Leser werden sich fragen, wie ein typisches Kompositionsstudium eigentlich verläuft und was es von anderen Musikstudiengängen unterscheidet. Mit dem Komponieren hat man natürlich die geringsten Aussichten auf ein geregeltes Einkommen. In dieser Hinsicht ähnelt das Kompositionsstudium also dem Philosophiestudium – es ist hochinteressant und wichtig, aber eher ein erweiterndes Studium. Der „reine“ Kompositionsstudent – früher noch recht häufig anzutreffen – ist inzwischen eine Seltenheit, die meisten meiner Studenten haben zusätzliche Instrumental-, Vokal- oder Theoriestudiengänge hinter oder vor sich.

Das innere Ohr

07.04.17 (Moritz Eggert) -
Der Beginn jeden Komponierens ist das, was man im Kopf hört, bevor man eine Taste drückt, einen Mausklick macht oder ein Sample auslöst. Ohne dieses innere Hören ist Komponieren nicht Komponieren, sondern Ausprobieren.

Hast du das wirklich so gewollt?

16.02.17 (Moritz Eggert) -
Als mein Kollege Jan Müller-Wieland einmal als junger Student in Darmstadt zu Besuch war, fragte ihn ein gestrenger Dozent: „In Ihrem Klavierstück, nach diesem langen Tremolo, wiederholen Sie das exakt gleiche Tremolo eine Oktave höher. WARUM AUSGERECHNET EINE OKTAVE???“. Jan zögerte nur kurz und sagte dann trocken: „Weil ich es so gewollt habe“.

Schreibschwierigkeiten

12.12.16 (Moritz Eggert) -
Eines der Hauptthemen meines Unterrichts ist ein ganz und gar kunstfremdes: die Notation von Musik. Daher fühle ich mich manchmal wie ein Literaturprofessor, der vor allem über Rechtschreibung reden muss.

Im Wald der Töne

09.10.16 (Moritz Eggert) -
Die Tätigkeit eines Komponisten ist ähnlichen psychischen Herausforderungen ausgesetzt wie andere künstlerische Berufe auch. Dazu gehört auch die Angst vor dem leeren Blatt – oder die vorm leeren Computerbildschirm. Komponieren ist kreatives Ausfüllen von klingender Zeit, aber wenn dieses Ausfüllen mit Angst besetzt ist (ist das der richtige Ton? Kann es nicht auch ein anderer sein?), kann diese eigentlich freudvolle Beschäftigung zu schrecklicher Qual werden.
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