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Alle Artikel kategorisiert unter »Andreas Wolf«

Europas Geheimnisse auf Müllhalden in Afrika – Richard van Schoors „L'Européenne“ in Lübeck uraufgeführt

16.03.20 (Arndt Voß) -
Die Theater Lübeck und Halle haben sich in einem großen Opernprojekt zusammengetan, das durch den Fonds ‚Doppelpass‘ der Kulturstiftung des Bundes möglich wurde. Halle begann. Dort wurde 2018 Giacomo Meyerbeers „L‘Africaine“ experimentell mit Richard van Schoors zeitgenössischer Musik verfremdet. „Eine mutige und ehrgeizige Exkursion ins Unbekannte“ nannte Joachim Lange das Ergebnis, über das er am 30.09.2018 in NMZ-online berichtete. Mit einer Uraufführung zog Lübeck am 6. März 2020 nach und setzte mit van Schoors „L'Européenne“ einen aufregenden Kontrapunkt. Sie war als „Film-Oper“ plakatiert, mit dem Libretto von Thomas Goerge.

Theater Lübeck: Milhauds „Christophe Colomb“ im Assoziations- und Tongewitter

16.10.19 (Arndt Voß) -
Am Theater Lübeck wird gern ausgegraben. Man sucht das Rare, das Besondere, in dieser Saison allein dreimal in Süd- oder Mittelamerika. Man fand für einen effektvollen Spielzeitauftakt Astor Piazzollas „Maria de Buenos Aires“. Im Januar 2020 wird Carl Heinrich Grauns „Montezuma“ folgen, quasi eine Fortsetzung des Geschehens um Kolumbus. Der Entdecker selbst stand jetzt im Rampenlicht, bei dem Versuch, Darius Milhauds „Christophe Colomb“ aufführbar zu machen (Premiere: 12. Oktober 2019).

Lübeck sperrt „Don Giovanni“ ins Irrenhaus – Erste Regiearbeit von Martina Veh, umstritten

14.05.19 (Arndt Voß) -
Mozarts „Don Giovanni“ ist ein grandioses Werk, in sich geschlossen und konsequent im dramaturgischen Konzept. Wie herausfordernd dennoch (oder deswegen) jede Inszenierung ist, wird oftmals unterschätzt, wurde es auch bei dem jüngsten Versuch wieder, ihn im Theater Lübeck zu zeigen (10. Mai 2019).

„Platée“, (k)ein Puppenspiel – Rameaus Oper an der Semperoper Dresden

08.04.19 (Michael Ernst) -
Mut zur Hässlichkeit: Die Nymphe Platée soll ja überhaupt nicht schön gewesen sein, jedoch über großes Liebesbedürfnis und reichlich Selbstbewusstsein verfügt haben. Jean-Philippe Rameau hat ihr eine bezaubernde Oper gewidmet, die nun erstmals an der Semperoper Dresden gezeigt worden ist. Musikalisch ist das gelungen und bunt, die Inszenierung von Rolando Villazón „verspielt“ aber Potentiale, meint Michael Ernst.

Sturz in die Wolfsschlucht – Biganzoli inszeniert Webers „Freischütz“ in Lübeck

16.10.18 (Arndt Voß) -
Carl Maria von Webers hochromantischer „Freischütz“ war in Lübeck angekündigt, inszeniert von Jochen Biganzoli. Er hatte mit Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk“ (2016) und Schrekers „Der ferne Klang“ (2017) großen Erfolg gehabt, beides weithin anerkannte Theaterereignisse. Auch die jüngste Premiere am 12. Oktober 2018 wurde wieder ein Erfolg, aber ein heftig umstrittener.

Der Mensch, ein Spiel des Bösen – Verdis „Otello“ in Lübeck

04.06.18 (Arndt Voß) -
Am Theater Lübeck empfiehlt sich ein sehr gradliniger, zugleich plausibler „Otello“, der wohl gerade deshalb mit großem Beifall aufgenommen wurde, weil er keine unnötigen Versatzstücke benötigte. Redlich besann man sich auf das Gegebene, auf Shakespeares großartige Charakterisierungskunst, auf Boitos Geschick, opernwirksame Szenen zu schaffen, und auf den genialen Verdi, der dafür mitreißende Musik fand. Ungewohnt ist solch ein Herausarbeiten dessen geworden, was im Werk steckt und nicht im Kopf eines Regisseurs.

Lübeck: Ein unglückliches Experiment mit Monteverdi und Orff

13.09.17 (Arndt Voß) -
„Carmina“ nennt das Theater Lübeck seinen Abend zur Spielzeiteröffnung (9. September 2017). Unter diesem Titel werden zwei Werke sehr unterschiedlicher Art zu einem Abend zusammengefügt: Claudio Monteverdis „Il combattimento di Tancredi e Clorinda“ und Carl Orffs „Carmina burana“. Das erste ist ein kaum bekanntes Werk des Italieners, an dessen Geburt vor 450 Jahren in diesem Jahr gern erinnert wird, das andere dagegen ist allbekannt und fähig, landauf, landab und immer wieder zu begeistern. Sie zusammenzufügen aber überzeugte auf der Bühne nicht. So gab es heftige Buhs für Regie und Dramaturgie, für die Agierenden viel Applaus.

Händels „Ariodante“ als barockes Psychodrama am Theater Lübeck

03.05.17 (Arndt Voß) -
Dem Theater Lübeck ist mit Georg Friedrich Händels „Ariodante“ eine packende Inszenierung gelungen, beachtlich für ein Theater, das finanziell zu kämpfen hat und dennoch sein Publikum außergewöhnlich begeistert. Es ist ein Haus, das sich nicht leisten kann, nur die historische Aufführungspraxis zu bedienen. Es muss seine Zuschauer auf breiterer Basis locken.

Tragische Liebe im mafiosen Milieu - Bellinis „Romeo und Julia“ in Lübeck

12.04.16 (Arndt Voß) -
Arndt Voß besuchte die „Romeo und Julia“-Premiere am Theater Lübeck. Vincenzo Bellinis selten inszenierte Oper wurde wirksam auf die Bühne gebracht. Mit dabei: Die Portion Kitsch am Ende. Belcanto und Belvideo …, ein großer Opernabend.

Im Labyrinth der Sünde –Dmitri Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk“ in Lübeck

06.03.16 (Joachim Lange) -
Es gibt nur wenige Opern des zwanzigsten Jahrhunderts, bei denen die Aufführungsgeschichte den Plot und die Musik an Spannung und Potenzial für die Zeitdiagnose so übertrifft, wie es bei Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk“ der Fall ist.
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