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Alle Artikel kategorisiert unter »Arnold Schönberg«

Link-Tipps 2010/03

28.02.10 (Martin Hufner) -
Wer sagt, dass in einem Videoportal wie Youtube nur Fernsehserien oder kommerzielle Popmusik abgelegt wird, ist schief gewickelt. Überall auf der Welt durchstöbern Leute dieses riesige Portal auf der Suche nach Trüffeln. Ihnen gehört mein Dank. Links siehe unten:

Und sie bewegt sich doch

09.11.09 (Georg Beck) -
Mit Mose ist Willy Decker ganz nach oben gestiegen. Mit Mose musste er am Ende wieder herunter. Waren dem Propheten auf der Höhe des Sinai die Tafeln offenbart worden, so hatte Decker auf der Höhe von Schönbergs Meisteroper den Grundriss seiner ersten Festspielzeit gefunden. Derweil war unten der Tanz ums Goldene Kalb längst im Gange. Die Szene kommt einem bekannt vor. Wie das Volk am Fuße des Sinai sein ganz eigenes Kulturprogramm entwickelt – Gottesidee hin, Bilderverbot her –, so hielten es die Ruhrtriennale-Musiktheater-Autoren offenbar mit Deckers Ruhrtriennale-Konzept. Beschwor dieser die horizontöffnende Parallelität von religiösem und künstlerischem „Urmoment“, erhoffte sich „Spiegelungen von Transzendenz im Künstlerischen“ (nmz 8/09), verstanden dies die Einen als Gummiformel, Andere als Freibrief für eskapistischen Neofundamentalismus. Ob dies der Grund war, dass die künstlerische Ausbeute von Deckers erster Ruhrtriennale bescheiden ausfiel, lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen. Doch eins ist sicher: Hätte es nicht diesen „Moses und Aron“ in Deckers eigener fulminanter Inszenierung gegeben (nmz online, oper&tanz 10/09) – am Ende wäre er (beinahe) mit leeren Händen dagestanden.

Phantasy of Spring

06.10.09 (Juan Martin Koch) -
Phantasy of Spring. Werke von Feldman, B.A. Zimmermann, Schönberg und Xenakis. Carolin Widmann, Violine, Simon Lepper, Klavier. ECM New Series 2113 476 3310

Wie das Unsichtbare auf die Bühne kommt: Schönbergs „Moses und Aron“ bei der Ruhrtriennale

25.08.09 (Georg Beck) -
So frenetisch der Jubel am Ende, so ungläubig das anfängliche Staunen. Ironisch hochgezogene Augenbrauen im Premierenpublikum. Keine Bühne, kein Graben. Zwei Zuschauerpodeste, die aneinanderstoßen. Sonst nichts. Unsichtbarer Gott, unsichtbares Orchester. Und dann hebt es doch an – das Spiel von Wortpathos und Bildersehnsucht, von sprödem Geist und verführerischem Gold, von Tanz um den Popanz und dessen Kritik daran. Die Wände verschwinden, die Tribühnen bewegen sich, eine Theateroffenbarung rollt ab

Oper «Moses und Aron» eröffnet Klassiksaison der Ruhrtriennale

21.08.09 (Agentur ddp) -
Bochum - Nach dem Auftakt mit einem Konzert der britischen Sängerin Marianne Faithfull vor einer Woche startet die Ruhrtriennale am Samstag (22. August) in die Klassiksaison. Zum Auftakt inszeniert der Regisseur und neue Triennale-Intendant Willy Decker in der Jahrhunderthalle Arnold Schönbergs Oper «Moses und Aron», eines der Hauptwerke des neuen Musiktheaters, wie die Veranstalter mitteilten.

Luft von anderem Planeten: Ingo Metzmachers innovative Programmgestaltung beim DSO Berlin

24.06.09 (Isabel Herzfeld) -
Es gibt Momente, da wächst man über sich selbst hinaus. Arnold Schönberg vermochte es, als er in seinem zweiten Streichquartett die Grenzen eines überlebten Tonsystems überschritt. Den Musikern des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin gelang es, indem sie in der gerade zu Ende gegangenen Spielzeit diese Grenzüberschreitung in beispielhaftem Engagement klingend lebendig machten.

Der Tanz fällt aus: Christof Nel inszeniert „Moses und Aron“ an der Deutschen Oper am Rhein

23.03.09 (Georg Beck) -
Eine Wendeltreppe, die in den Schnürboden hinaufführt. Eine schöne Idee, die Roland Aeschlimann mit diesem Einheits-Tableau gefunden hat. Nur, fragt man sich, warum Moses eigentlich keinen Gebrauch davon macht? Immerhin ist er es doch, der auf dem Sinai von Gott die Tafeln der Weisungen empfängt, die „Zehn Gebote“, sagt Luther. Kein Thema in der Deutschen Oper am Rhein.

Leichtes Kribbeln im Tabubereich – die „musikFabrik“ mit Schönberg und Poppe

13.01.09 (Georg Beck) -
Starke Väter spalten die Geister. Wo die Verehrung wächst, ballt sich insgeheim die Faust. Klar sind es die Jungen, die mit ihren hochfliegenden Plänen im Kopf die Überväter lieber los haben wollen und die Halteseile kappen. So schon als die Avantgarde der Tonkunst vor einem halben Jahrhundert neue Standards setzte. Einer ihrer großen Häuptlinge erklärte Schönberg kurzerhand für „tot“. Nun sind es die Enkel, die den Fall neu aufrollen. Botschaft: Im Zweifel für den Angeklagten!

Ein g’schlamperter Dandy

06.09.08 (Frankfurt a.M.) -
Seit nun 20 Jahren befindet sich die amerikanische Hardcover-Ausgabe „Berg-Schoenberg correspondence“, erschienen bei W.W.Norton, 1987, in meinem Besitz. Wenn Fr. Brand, Mr Hailey und Mr. Harris sich zwischenzeitlich nicht für eine komplett revidierte Ausgabe auf Deutsch entschieden haben und es ist diese ist, die Ihnen zur Rezension vorlag, bleibt wohl an dieser Stelle nur zu sagen, dass der Satz, ein „Großteil der [...] Dokumente war bisher unzugänglich“ schlicht falsch ist.

Das Theater als gesellschaftliches Korrektiv

05.09.08 (Interview) -
Regisseur Peter Konwitschny, 1945 geboren in Frankfurt/Main, wuchs ab 1949 als Sohn des Gewandhauskapellmeisters Franz Konwitschny in Leipzig auf. Nach Stationen unter anderem in Graz und Hamburg wurde er im vergangenen Frühjahr für sechs Jahre als Chefregisseur an die Oper Leipzig verpflichtet. Michael Ernst befragte ihn zu seiner Arbeit und den damit verbundenen Plänen.
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