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Alle Artikel kategorisiert unter »Beethoven Orchester Bonn«

Liebesgrüße vom Bosporus … Spektakulärer politischer Startschuss für das Beethoven-Jahr in Bonn mit Volker Löschs „Fidelio“

04.01.20 (Joachim Lange) -
Es hat sich eingebürgert, dass Ludwig van Beethoven das letzte Konzertwort des Jahres hat. Seine 9. Sinfonie liefert gleich noch ein paar programmatische Verse von Friedrich Schiller mit. Was irgendwie einen trotzigen Optimismus ausstrahlt und in unseren Breiten auch noch an das sich mühsam einigende Europa erinnert. Dass ein runder Geburtstag wie jetzt der 250. des berühmtesten Sohnes der Stadt Bonn eine Angelegenheit ist, die weltweit zu Aktivitäten anregt, versteht sich. Die Oper der ehemaligen (provisorischen!) Bundeshauptstadt lässt es sich nicht nehmen, mit Beethovens einziger Oper „Fidelio“ ihr und unser aller Beethovenjahr zu eröffnen.

«Perle der 50er Jahre» - Bonn feiert ohne Beethovenhalle

02.09.19 (dpa, Ulrike Hofsähs) -
Die Bonner Beethovenhalle sollte zum 250. Geburtstag ihres Namenspatrons in neuem Glanz strahlen. Das klappt nicht. In Beethovens Geburtsstadt erklingt die Musik andernorts: in Oper, Redoute oder der Telekom Arena, wo sonst die Basketballer spielen.

unüberhörbar 2019/03

20.03.19 (Hanspeter Krellmann) -
Bach: Fuge Es-Dur BWV 876, Schostakowitsch: Streichquartett Nr. 15, Beethoven: Streichquartett Nr. 12. Danish String Quartett +++ Yuri Falik: Streichquartette 3–6. Taneyev-Quartett +++ Beethoven: Egmont. Beethoven Orchester Bonn, Dirk Kaftan, Matthias Brandt

Auf den Müll mit der Vergangenheit … „Elektra“ von Richard Strauss an der Oper Bonn

12.03.19 (Joachim Lange) -
Die „Elektra“ von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal ist nach wie vor ein Wurf. Ein Operneinzelstück mit besonderer emotionaler Durchschlagskraft. Rache pur in der musikalischen Sprache eines Meisters auf dem Höhepunkt seiner kreativen Kraft. Dazu ein kongeniales Libretto.

In Bonn: Familie „Karl Marx in London“ von Jonathan Dove und R. Weber uraufgeführt

12.12.18 (Joachim Lange) -
Karl Marx (1818-1883) ist eine Ikone. Für seine Anhänger. Aber auch für seine Gegner. Schon, weil der Rauschebart auf den ersten Blick wiedererkennbar ist. Zu seinem 200. Geburtstag haben die Chinesen seiner Geburtsstadt Trier ein kolossales Denkmal zukommen lassen. Mit dem die Trierer erstmal klarkommen müssen. Der „Nischel“ in Chemnitz ist schon weltberühmt. Seit kurzem (leider) als Demo-Hintergrund noch berühmter. Über die allfälligen TV-Reminiszenzen zu Marx’ 200. Geburtstag lässt sich (Mario Adorf hin oder her) trefflich streiten.

Scharfe und fromme Töne – Das Beethovenfest Bonn startet mit starken Konzerten

04.09.18 (Regine Müller) -
Zwei Jahre vor dem Beethoven-Jubeljahr 2020, in dem Bonn gerne zum Zentrum der Klassik-Welt würde, gibt sich die Stadt wenig einladend. Das Zentrum ist eine riesige Baustelle, das Münster ist seit einem Jahr geschlossen und der Bahnhof befindet sich in katastrophalem Zustand. Die dortige Dauer-Baustelle kommt nicht vom Fleck, gesperrte Gleise, Umleitungen und das übliche Missmanagement der Deutschen Bahn bescheren auswärtigen Besuchern des soeben gestarteten Beethoven-Fests einen abschreckenden Empfang.

Aufforderung zum Kampf – In Bonn inszeniert Peter Konwitschny Othmar Schoecks selten gespielten Einakter „Penthesilea“

18.10.17 (Joachim Lange) -
Wenn es gerecht zuginge, dann müsste man gemeinsam mit „Salome“ und „Elektra" auch Othmar Schoecks (1886-1957) „Penthesilea“ nennen. Neuerdings auch Aribert Reimanns „Medea“. Alles Frauen-Monumente des Musiktheaters von erheblicher Wucht. Die ersten drei wurden in der Dresdner Semperoper uraufgeführt. Doch nur die beiden Strauss-Einakter haben sich im Kernrepertoire gehalten. Schoecks Kleist-Oper ist dort erst 2008 in einer grandiosen Inszenierung von Günter Krämer dort wieder in Erinnerung gebracht worden. Die 2010 in Wien uraufgeführte „Medea“ von Aribert Reimann müsste es, schon weil sie eine Verlängerung dieser Reihe in die zeitgenössische Moderne ist, künftig auch mal auf den Dresdner Spielplan schaffen.

Gepflegte Rohheit – Philipp Krenn inszeniert Brittens „Peter Grimes“ in Wiesbaden, Dietrich Hilsdorf Verdis „Attila“ in Bonn

07.02.17 (Frieder Reininghaus) -
Benjamin Brittens Oper „Peter Grimes“, 1945 mit renitenten Intentionen und widerständigem Potential in die konservative Londoner Musiktheaterlandschaft gepflanzt, huldigt einem Außenseiter. Britten erkundete mit sensiblen Instrumentalklanggespinsten und deftigen Gesangspartien das Seelenleben eines Fischers, wie er wohl vor zweihundert Jahren an einem gottverlassenen Abschnitt der rauen Nordseeküste Englands anzutreffen war.

Enttäuschend: Die deutsche Erstaufführung von Verdis „Jérusalem“ in Bonn

01.02.16 (Frieder Reininghaus) -
Auf den ersten Blick mag es scheinen, als würde mit der ersten szenischen Aufführung von Giuseppe Verdis „Jérusalem“ in Deutschland durch die Oper Bonn ein Mangel behoben. Bei dieser vieraktigen Historien-Oper, die Ende 1847 in der Salle de la rue Peletier das Licht der Musiktheaterwelt erblickte, handelt es sich um die (nicht allzu tiefschürfende) Überarbeitung des Dramma lirico „I lombardi alla prima crociata“.

Klar gegliedert und ohne Übertreibungen: Stefan Bluniers Beethoven-Debüt auf CD

15.03.13 (Hanspeter Krellmann) -
Der 49-jährige aus Bern gebürtige Stefan Blunier hat Kapellmeisterstationen in Mainz, Augsburg und Mannheim absolviert, bevor er sieben Jahre GMD in Darmstadt war und 2008 musikalischer Oberleiter des Theaters in Bonn und des dortigen Beethoven Orchesters wurde. Seine Tonträger-Karriere begann verheißungsvoll auf verschiedenen Labels mit ausgewählten Repertoirestücken, die er mit seinen Ensembles und Orchestern aus Darmstadt und Bonn vorlegte. Beethovens Sinfonien 1 und 5, neu hinzugekommen, überzeugen in seiner Wiedergabe so, dass sie als Serienbeginn vorstellbar wären.
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