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Alle Artikel kategorisiert unter »Bernhard Niechotz«

Es lebe das Anderssein! – Das Musical „Shrek“ in Halberstadt in Eigenproduktion

03.05.22 (Joachim Lange) -
Musicals sind sonderbare Geschöpfe. Im weitesten Sinne sind sie Nachkommen der Operette. Zumindest sind sie mit dieser zwar nicht ausgestorbenen, aber doch zu keinen Nachkommen mehr fähigen Gattung irgendwie verwandt. Auf der anderen Seite bedienen sie die Ökonomie der Unterhaltung auf eine Weise, über die man immer wieder staunt. Ein eigenes Theater für jeden Blockbuster ist eine Idee, der allenfalls Richard Wagner mit seinen Festspielen nahekommt. Historisch gesehen ist es natürlich umgekehrt. Schon, weil der große Opern-Gesamtkunstwerker die Systembrüche, die der Musical-Industrie noch bevorstehen, schon mehrfach überstanden hat.

Abschied aus Dingsda, äh, Münster – Ulrich Peters inszeniert Eduard Künnekes Erfolgsoperette

Fast zehn Jahre lang war Ulrich Peters Intendant des Theaters Münster, im Herbst 2021 wechselte er von dort aus ans Badische Staatstheater Karlsruhe, wo er nach der Abberufung seines Vorgängers Peter Spuhler in den kommenden drei Jahren als „Interimsintendant“ für die Verbesserung des Arbeitsklimas sorgen will. Aus Münster verabschiedet sich Peters nun endgültig mit Eduard Künnekes „Der Vetter aus Dingsda“.

Beklemmend: Jerry Bocks Erfolgsmusical „Anatevka“ am Theater Münster

Anatevka, ein verschlafenes Nest irgendwo in der russischen Provinz abseits der großen Stadt Kiew. Hier ist die Welt noch in Ordnung. Hier hält man es noch mit der Tradition. Vor allem die jüdischen Bewohner orientieren sich streng an den überkommenen gesellschaftlichen Ritualen wie an den religiösen Geboten, beides sind ohnehin ein und dasselbe. Sie geben Halt, sie liefern die Leitplanken für das eigene Denken und Tun. Auch Tevje, der Milchbauer, ist ein Mann von Prinzipien und tradierten Überzeugungen. Oder? Vielleicht nicht so ganz!

Frankfurt: Uraufführung von Michael Langemanns Operette „Anna Toll oder Die Liebe der Treue“

15.07.16 (Andreas Hauff) -
Nicht „Saison-Ausklang“, sondern „Oper Finale“ nennt sich traditionsgemäß die letzte programmatische Etappe der Spielzeit an der Oper Frankfurt. Neben Alban Bergs „Wozzeck“ und einem Symposium zum Musiktheater der Zweiten Wiener Schule im Großen Haus am Willy-Brandt-Platz bildet eine Uraufführung den dritten Schwerpunkt: Der Komponist Michael Langemann (Jg. 1983) hat eine Operette „Anna Toll oder Die Liebe der Treue“ geschrieben. Im Bockenheimer Depot wird sie gekoppelt mit einer Bühnenfassung von Arnold Schönbergs „Pierrot Lunaire“.
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