Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Charles Workman«

Zu Pfingsten melden sich die Salzburger Festspiele mit einem Triumph des „richtigen“ Musiktheaters vor Zuschauern zurück

23.05.21 (Joachim Lange) -
Im „Sommer unseres Missvergnügens“ anno 2020 sorgten allein die Salzburger Festspiele für einen kulturpolitischen Lichtblick: Im Schachbrettmuster platziert, ließ man dort Anfang August die so modifizierte Anzahl Zuschauer in den geretteten Teil der ursprünglich zum Einhundertsten geplanten Vorstellungen. „Cosí fan tutte“ und „Elektra“ wurden so zu einem Triumph von Mut und Entschlossenheit über das Virus und Unsicherheit im Umgang damit. Nachahmerfolgen hatte das leider – trotz der Aufrüstung der Opernhäuser in Sachen Hygiene – weder in Österreich, noch in Deutschland. Der Erfolg tat nichts zur Sache, auf Zeit dicht gemacht wurden die Häuser trotzdem.

Zunächst als Livestream-(Vor-)Premiere: Zandonais „Francesca da Rimini“ an der Deutschen Oper Berlin

16.03.21 (Peter P. Pachl) -
Gemeinsam mit dem DVD-Label Naxos und Deutschlandfunk Kultur ermöglichte die Deutsche Oper Berlin es ihren Besuchern, der jüngsten Opernproduktion via takt1. digital live beizuwohnen. Generalintendant Dietmar Schwarz berichtete in seiner Ansprache vor Beginn der Oper, dass sechs Wochen unter Hygieneauflagen – dem täglichen Test aller Mitwirkenden – ohne Maske und Abstand geprobt werden konnte. Schwarz, wie auch die Sängerdarstellerin Alexandra Hutton bei ihrer Pausen-Führung über die Bühne und in einige Garderoben, betonten, dass das Publikum diese Oper bald auch im Zuschauerraum des Hauses an der Bismarckstraße live werde erleben können.

Warten, gähnen – Sciarrinos „Ti vedo, ti sento, mi perdo …“ an der Berliner Staatsoper

13.07.18 (Peter P. Pachl) -
Vor vier Jahren, als sich die Staatsoper noch im Umbau befand und in der noch unvollendeten Neuen Werkstatt Sciarrinos „Macbeth“ zu Recht gefeiert wurde, erfolgte die Ankündigung einer Uraufführung dieses Komponisten an der Staatsoper. Das Auftragswerk – in Koproduktion mit der Mailänder Scala – kam dann allerdings im November vergangenen Jahres in der Inszenierung von Jürgen Flimm und unter der musikalischen Leitung von Maxime Pascal in Milano heraus.

Frank Castorf scheitert in Münchens Nationaltheater an Janáčeks „Aus einem Totenhaus“

23.05.18 (Wolf-Dieter Peter) -
Es gibt Musiktheaterwerke, die aus dem gängigen Repertoire fast wie Monolithen aufragen, weil sie fern aller Belcanto-Freuden den Mühseligen und Beladenen ein künstlerisches Mahnmal errichten – so Alban Bergs „Wozzeck“ und „Lulu“, so Bernd Alois Zimmermanns „Soldaten“. Dazu zählt auch Leoš Janáćeks „Aus einem Totenhaus“. In seinem letzten Bühnenwerk legt der 74jährige in einem sibirischen Lager die Schicksale von Gewalttätern und Mördern offen, zeigt kleine Reste von Humanität und schreibt über die Partitur „In jeder Kreatur ein Funke Gottes“.

Festival Les Jardins mystérieux – Franz Schrekers „Die Gezeichneten“ an der Opera du Lyon

15.03.15 (Peter P. Pachl) -
Sogar Straßenhinweisschilder an Kreuzungen weisen zu „ Les Stigmatisés“ als dem „chef d’oeuvre luxurient“ in der Opera du Lyon: Im tiefschwarz gestylten Opernhaus, mit seinen roten Laternen und schmalen Rolltreppen zu Parkett und Rängen, schien die französische Erstaufführung von Franz Schrekers skandalumwitterter Oper „Die Gezeichneten“ richtig platziert. Es begann auch durchaus spannend, mit der Projektion von Suchanzeigen vermisster junger Frauen und Kinder – in englischer Sprache in der französisch überzutreten, in deutscher Sprache gesungenen „Les Stigmatises“.
Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: