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Alle Artikel kategorisiert unter »Echtzeitmusik«

Vom Eigenen und vom Fremden

27.09.15 (Hans-Peter Graf) -
Die Leitfrage der Veranstaltung – „Was geschieht, wenn Musik in Musik übersetzt wird?“ – setzt im Grundsatz voraus, dass Musik übersetzt werden kann. Anders formuliert, dass mittels Übersetzung eine zweite Musik entsteht. Das hat Konsequenzen. Ich nenne nur: Die in der traditionellen Übersetzungstheorie gesetzte Hierarchie von Original und abhängiger Übersetzung ist obsolet, und es verschwindet die Einzigartigkeit des Originals, wenn seine Übersetzung als gewissermaßen zweites Original ebenfalls einzigartig sein müsste. Statt Repräsentation des Originals treten in der Übersetzung von Musik Grenzen und Differenzen auf.

Splitter – Orchester präsentiert die ganze Berliner Improvisations-Szene

23.11.10 (Stefan Pieper) -
Am 27. November 2010 wird das in Berlin einmalige "Splitter Orchester", bestehend aus 24 MusikerInnen der so genannten Echtzeitmusikszene, sein erstes großes Berliner Konzert spielen. Im Radialsystem V werden die Einflüsse aus den Bereichen Neue Musik, Elektronik, Experimentalmusik, Noise und Jazz zu einem einzigen Organismus verschmelzen.

Erstes Berliner „Echtzeitmusiktage“- Festival beginnt heute

08.09.10 (Stefan Pieper) -
Nicht zuletzt der Firma Minimax sind die Veranstalter der Berliner Echtzeitmusiktage zu Dank verpflichtet – denn nur durch deren Produkte lässt sich eine der Kompositionen realisieren, die heute Abend im Kulturzentrum Sophiensaal das Festival eröffnet: „MM Schäumend – Finale für 15 Handfeuerlöscher“ nennt sich ein szenisches Konzert des schwedischen, seit 1968 in Berlin lebenden Klangkünstlers Sven Ake Johansson – ein spektakuläres Finale des Eröffnungsabends ist sicher vorprogrammiert! Und auch Johanssons weitere Programmpunkte zu diesem Anlass versprechen kreative Grenzgänge auf ungewöhnlicher Materialgrundlage. Etwa „Tüüt - Live“ – ein Hörstück „mit den gewöhnlichsten Autohupen des ausgehenden 20. Jhd.“, sowie eine „Kartonsymphonie“ für 22 SpielerInnen und Pappkartons auf Beckenständer – ebenfalls eine Uraufführung des seit 1968 in Berlin lebenden Musikers, Poeten und bildenden Künstlers.

Mit Unprojekten eine Autobahn entschleunigen: „Echtzeitmusik“ auf dem Ruhrschnellweg

19.07.10 (Stefan Pieper) -
Gezeigt wird „auf der längsten Tafel der Welt“, der für einen langen Sonntag abgesperrten Ruhrgebiets-Autobahn 40 vor allem all das, womit sich die verschiedenen Menschen – gerne auch an Sonntagnachmittagen – beschäftigen. Bodenständig geht es zu. Diskursfördernde Auseinandersetzungen mit aktuellen Themen erfolgen eher punktuell. Manche gute Ideen verlaufen im Sande. Etwa die nicht zustande gekommene Klanginstallation, mit der ein Anwohner auf die extrem lärmgeplagten Lebensbedingungen am direkten Rand der Autobahn hinweisen wollte.
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