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Alle Artikel kategorisiert unter »Eclat«

SWR Vokalensemble bei ECLAT: Pelzel und Wolff

ECLAT-Festival, Theaterhaus Stuttgart vom 9.2.2019

Viele Worte machen wollen

30.01.19 (Rainer Nonnenmann) -
Mit ebenso theologischer wie musik­ästhetischer Bedeutung ließ Arnold Schönberg in seinem Opernfragment „Moses und Aron“ den jüdischen Gesetzesüberbringer seufzen: „O Wort, du Wort, das mir fehlt!“ Die Neue Musik scheint inzwischen zumindest ihre Sprachlosigkeit nicht nur überwunden, sondern geradezu ins Gegenteil verkehrt zu haben. O all ihr Wörter, die auf uns eindringen! Statt Musik als eigenen Sinnzusammenhang zu entwickeln, ziehen immer mehr Komponistinnen und Komponisten aus Worten für ihre Werke Sinn, Inhalt, Struktur und Form.

Von Weltrettern und einem fatalen Marsch – Das Stuttgarter Festival Eclat 2018

04.02.18 (Andreas Kolb) -
Prima la musica, poi le parole, das Verhältnis von Musik zu Wort und umgekehrt ist beim Stuttgarter Festival Eclat schon immer auf besondere Weise ausgelotet worden. Auch der Jahrgang 2018 ist wieder ein Gradmesser dafür, was Komponisten heute umtreibt, und das sind neben den Möglichkeiten, die ihnen das Klavier des 21. Jahrhunderts bietet, also die Musik aus und mit dem Laptop, vielfach Themen aus dem menschlichen Alltag.

Nachrichten 2017/12

30.11.17 (nmz-red) -
Dwight und Ursula Mamlok-Preis +++ Zum 4. Carl Bechstein Wettbewerb für Kinder und Jugendliche +++ BMU-Medienpreis 2018 +++ ECM gibt Streamblockade auf +++ Rechtsextremismus – Musik und Medien: Interdisziplinäre Tagung in Rostock +++ Machtspiele, musikalisch Deutsches Mozartfest Augsburg im Mai 2017 +++ Eclat bekommt einen fünften Tag – Stuttgarts großes Festival für Gegenwartsmusik wächst

Über-Performativ und reichlich weiblich

07.03.17 (Andreas Kolb) -
Stuttgarts größtes Festival für Neue Musik nennt sich Eclat, hätte aber dieses Jahr auch den Titel „Plädoyer für selbstbewusste Komponistinnen“ tragen können: Als ein solches hatten die künstlerischen Leiterinnen Christine Fischer und Lydia Jeschke das Programm der beiden ersten Tage konzipiert. Jung, weiblich, und visuell – das waren drei Gemeinsamkeiten, dennoch hätten die acht ersten Konzerte aus weiblicher Feder unterschiedlicher nicht sein können. Einzig der Hang zum Über-Performativen, zum Konzept, kurz zu einer Gehaltsästhetik ganz im Sinne eines Harry Lehmann, war ihnen gemeinsam.

Über-Performativ und reichlich weiblich – Das Festival Eclat in Stuttgart am ersten Februarwochenende

06.02.17 (Andreas Kolb) -
Stuttgarts größtes Festival für Neue Musik nennt sich Eclat, hätte aber dieses Jahr auch den Titel „Plädoyer für selbstbewusste Komponistinnen“ tragen können: Als ein solches hatten die künstlerischen Leiterinnen Christine Fischer und Lydia Jeschke das Programm der beiden ersten Tage formuliert. Jung, weiblich, und visuell – das war ein gemeinsamer Tenor, dennoch hätten die acht ersten Konzerte aus weiblicher Feder unterschiedlicher nicht sein können. Einzig der Hang zum Über-Performativen, zum Konzept, kurz zu einer Gehaltsästhetik ganz im Sinne eines Harry Lehmann, war ihnen gemeinsam.

Totenwacht – Bernhard Gander im Porträt

Irokesen-Schnitt, Metal-T-Shirt und Tattoos am ganzen Körper - der Österreicher Bernhard Gander ist nicht das, was in die Klischeevorstellung eines zeitgenössischen Komponisten passt. Sein neuestes Werk "Totenwacht" erlebt mit dem SWR Vokalensemble am kommenden Samstag, den 4.2., beim Eclat-Festival in Stuttgart seine Uraufführung. Einmal mehr beweist er, dass das Äußere bei ihm Programm ist und sich in seinem Werk spiegelt -  dabei aber stets musikalisch intelligent und nie plakativ.

Organisches Wuchern und ozeanisches Raunen

01.03.16 (Ines Stricker) -
Sechzig Jahre Förderung junger Komponisten: So lange verleiht die Stadt Stuttgart alljährlich ihren Kompositionspreis, oft an mehrere Preisträger; und spätestens mit Aribert Reimann – das war 1966 – hat er den Ruch des Regionalen hinter sich gelassen: Entgegengenommen haben diesen ältesten Förderpreis der Stadt schon Wolfgang Rihm und Helmut Lachenmann, Younghi Pagh-Paan und Violeta Dinescu. Diesmal ging er zur Gänze an den Schweizer Komponisten Michael Pelzel und sein 2013 entstandenes Stück „Sempiternal Lock-in“ für großes Ensemble und Solo-Harfe, das – wie seit ein paar Jahrzehnten alle Preisträgerstücke – im Eröffnungskonzert des Eclat-Festivals zu hören war.

Komponierende Kuratoren, diskursive Komponisten

01.03.16 (Andreas Kolb) -
Am Anfang steht der Schöpfer – seit man vom autonomen Werk spricht, denkt man sich stets den von der Muse geküssten oder sonst wie inspirierten Komponisten dazu. Innerhalb des Systems Neue Musik ist heute den Musik-ermöglichern, den Kuratoren, eine immer größere Bedeutung zugewachsen. Mit ihren Festivalthemen greifen sie nicht nur virulente Musikströmungen auf, sondern versuchen, diese mitzugestalten. Im worst case wird die Fragestellung eines Festivals ausstaffiert mit den dazu eingeladenen Komponisten.
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