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Alle Artikel kategorisiert unter »Franz Hawlata«

Kopftheater – Leonard Bernsteins „Candide“ an der Komischen Oper Berlin

25.11.18 (Peter P. Pachl) -
Die auf Voltaires satirischer Novelle „Candide ou l’Optimiste“ beruhende Handlung von Leonard Bernsteins „Candide“ verlangt nach einer aberwitzigen Folge von Schauplätzen, die selbst als Ausstattungsrevue kaum adäquat zu realisieren wären. Barry Kosky hat einen umgekehrten Weg eingeschlagen: den in die Vanitas des Endes der Handlung – ein Kopftheater auf der zumeist leeren Bühne. Wichtig ist dem inszenierenden Hausherrn das Spiel, das Tempo, die Intensität einer in ihren Spitzen ausgezeichneten Solist*innen-Riege und der sich wieder einmal überbietenden Chorsolisten der Komischen Oper Berlin.

Gepflegte Rohheit – Philipp Krenn inszeniert Brittens „Peter Grimes“ in Wiesbaden, Dietrich Hilsdorf Verdis „Attila“ in Bonn

07.02.17 (Frieder Reininghaus) -
Benjamin Brittens Oper „Peter Grimes“, 1945 mit renitenten Intentionen und widerständigem Potential in die konservative Londoner Musiktheaterlandschaft gepflanzt, huldigt einem Außenseiter. Britten erkundete mit sensiblen Instrumentalklanggespinsten und deftigen Gesangspartien das Seelenleben eines Fischers, wie er wohl vor zweihundert Jahren an einem gottverlassenen Abschnitt der rauen Nordseeküste Englands anzutreffen war.

Ins Hollywood-Studio verlegt – Puccinis „Manon Lescaut“ an der Berliner Staatsoper

07.12.16 (Peter P. Pachl) -
Eine Großtat des Intendanten Jürgen Flimm an seiner Staatsoper war die Inszenierung von Rimsky-Korsakows „Zarenbraut“ durch Dmitri Tcherniakov, die in einem TV-Studio spielte. Dies das mag Flimm auf die Idee gebracht haben, seinerseits in St. Petersburg die Handlung der „Manon Lescaut“ ebenfalls in ein Studio zu verlegen. Aber was in St. Petersburg offenbar Gefallen gefunden hat, kam in Berlin weniger gut an.

Handwerklich souveräne „Meistersinger“ an der Oper Chemnitz

23.03.16 (Dieter David Scholz) -
Dieter David Scholz war bei der Abschiedsinszenierung Michael Heineckes in Chemnitz zu Gast und hat eine guten, aber bisweilen gegen die Intention Wagners inszenierten Opernabend gesehen.

Enttäuschend: Die deutsche Erstaufführung von Verdis „Jérusalem“ in Bonn

01.02.16 (Frieder Reininghaus) -
Auf den ersten Blick mag es scheinen, als würde mit der ersten szenischen Aufführung von Giuseppe Verdis „Jérusalem“ in Deutschland durch die Oper Bonn ein Mangel behoben. Bei dieser vieraktigen Historien-Oper, die Ende 1847 in der Salle de la rue Peletier das Licht der Musiktheaterwelt erblickte, handelt es sich um die (nicht allzu tiefschürfende) Überarbeitung des Dramma lirico „I lombardi alla prima crociata“.

In den Trümmern der eigenen Welt: Graham Vick inszeniert in Palermo „Die Walküre“

09.03.13 (Peter Krause) -
Palermo ist Wagner-Stadt. Hier hat der Meister auf ärztliches Anraten den kompletten Winter 1881/82 verbracht, den dritten Aufzug seines „Parsifal“ komponiert und seinen Schwanengesang dann auch vollendet. Hier hielt der sizilianische Conte Biagio Gravina um die Hand von Cosimas Tochter Blandine an. Hier stehen noch heute der Blüthner-Flügel und das Harmonium – Instrumente, die der Bayreuther für seine Arbeit im Grand Hotel Et Des Palmes nutzte. Und im Teatro Massimo haben Aufführungen der Musikdramen Richard Wagners eine für Italien außergewöhnliche Tradition. Nur einen kompletten Ring-Zyklus hat es hier noch nie gegeben. Bis zum Ende des Wagner-Jahres 2013 soll er fertig geschmiedet sein.
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