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Alle Artikel kategorisiert unter »Guido Johannes Rumstadt«

Millionen im Irgendwo – Nürnbergs Staatstheater zeigt Lehárs „Lustige Witwe“ nahe am Heute

07.11.17 (Wolf-Dieter Peter) -
„Die Menschheit verblödet zusehends… Es ist festgesetzt worden, dass, wenn die Welt untergeht, noch einmal ‚Dummer, dummer Reitersmann‘ gespielt wird“ stellte Karl Kraus schon 1908 fest. Da sich Kraus’ erster Satz über hundert Jahre später zunehmend bewahrheitet, trat nun Bayerns 4. Staatstheater in Konkurrenz zur Münchner „Witwe“ am Gärtnerplatz.

Viel Bemühung ums Erschrecken – „Leonoren-Projekt“ von Musikhochschule und Oper Nürnberg

08.06.16 (Wolf-Dieter Peter) -
Beethovens revolutionäres Engagement, sein damaliges Ringen um die musiktheatralische Anklage staatlichen Terrors und das Fortdauern derartigen Horrors bis heute – das hat die Oper wie die Musikhochschule Nürnberg motiviert, mit einer Collage aus Beethovens „Leonore 1805“, deutschen und internationalen Opfer- sowie Brücken-Texten der Dramaturgie in die „THW-Halle“ des NS-Dokumentationszentrum zu gehen.

Durch Musik ins Exemplarische überhöht

18.01.16 (Wolf-Dieter Peter) -
Fromental Halévys 1835 uraufgeführte „La Juive“ am Staatstheater Nürnberg. Ein Stück für und von heute. Wolf-Dieter Peter berichtet.

Halb alt – halb neu – Nürnbergs Oper wagt eine unentschiedene Neudeutung von Humperdincks Märchenspieloper

03.11.14 (Wolf-Dieter Peter) -
Nach wenigen Piano-Takten legte Dirigent Guido Johannes Rumstadt los, als ob auch Humperdinck einen „Einzug der Götter nach Walhall“ komponiert hätte: Dicker, kompakter Wagner-Orchesterklang, enorm laut und enorm breit. Das passte in doppeltem Sinne nicht.

Blutige Bilder oder hier gilt’s der Kunst –Giacomo Meyerbeers „Hugenotten“ an der Oper Nürnberg

17.06.14 (Joachim Lange) -
Was über Giacomo Meyerbeers „Hugenotten" drüber steht, das ist auch wirklich drin. Les Huguenots sind wahrhaftig eine Grand opéra. Ganz großes Opernkino. Ein Musterexemplar jener speziellen französischen Spielart von Opernwahnsinn, die hierzulande eigentlich nur mit Wagner vergleichbar ist. Da braucht es schon Selbstvertrauen ins französische Idiom bei den Sängern und im Graben. Und Mut, sich szenisch einem Historienpanorama zu stellen, das schnell zum bluttriefenden Schinken werden kann.

Geister aus dem Erinnerungsschrank: Balázs Kovalik verschlampt Verdis „Il Trovatore“ in Nürnberg

06.10.12 (Juan Martin Koch) -
Eine Inszenierung, in der die Beziehung zu einer Schaufensterpuppe die einzige halbwegs herausgearbeitete Personenkonstellation ist, hat ein Problem. In Bálazs Kovaliks Nürnberger „Trovatore“ ist es der Graf Luna, der sich auf diese Weise Ersatz für die unerreichbare Leonora schafft. Schließlich ist Bürgerkrieg, da kann der Gefühlshaushalt schon mal ein bisschen durcheinander geraten.

Teuer erkaufte Freiheit: Gioacchino Rossinis „Guillaume Tell“ am Staatstheater Nürnberg

04.03.12 (Juan Martin Koch) -
Es ist schon merkwürdig: Während man bei einem Werk Richard Wagners eine Aufführungsdauer von über vier Stunden ganz selbstverständlich akzeptiert und sie mit nachmittäglichem Beginn und langen Pausen entsprechend zelebriert, glaubt man dem Publikum eine gut vierstündige französische Oper nicht zumuten zu können.
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