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Alle Artikel kategorisiert unter »Jacques Offenbach«

Das Gemüse an der Macht – Offenbachs „König Karotte“ in Hannover

07.11.18 (Ute Schalz-Laurenze) -
Die Uraufführung von Jacques Offenbachs „Roi Carotte“ (1872) ist mit heute unfassbaren Zahlen belegt: 1150 Kostüme, 193 Bilder in vier Akten, innerhalb von sechs Monaten 193 Aufführungen, sechs Stunden Uraufführung und noch vieles mehr. Und doch verschwand das Werk in der Versenkung, bis es rekonstruiert werden und in einer dreistündigen Fassung 2015 in Lyon aufgeführt werden konnte. Und nun gab es in Hannover von dieser Fassung eine viel bejubelte, glänzende deutsche Erstaufführung, die der Musicalfachmann Matthias Davids als Regisseur verantwortete.

Liebe triumphiert über Krieg – Offenbachs „Les Fées du Rhin“ in Tours uraufgeführt

02.10.18 (Dieter David Scholz) -
Unser Kritiker Dieter David Scholz hat sich tief in die Werkgeschichte von Offenbachs Oper „Les Fées du Rhin“ versenkt. Herausgeholt hat das in dieser Fassung uraufgeführte Werk die Oper in Tours. Wie dabei die gute und ehrenwerte Absicht dieser Tat durch eine inszenatorische Missdeutung ad absurdum geführt wird, lesen Sie in dieser Kritik.

Erfinder der Operette: Köln feiert ein Jahr lang Jacques Offenbach

19.06.18 (dpa) -
Köln - Mit einem großen Musikprogramm feiert Köln 2019 den 200. Geburtstag des Komponisten Jacques Offenbach (1819-1880). Dazu gehören Konzerte, Opern- und Operettenaufführungen, Ausstellungen und Diskussionen - unter anderem spricht Kardinal Rainer Woelki über «eine kirchliche Perspektive auf Lachen und Humor».

Varieté des Todes – Offenbachs „Blaubart“ an der Komischen Oper Berlin

25.03.18 (Peter P. Pachl) -
Kaum ein anderes Werk des Musiktheaters ist so stark mit dem Erfolg der Komischen Oper Berlin verknüpft, wie gerade Jacques Offenbachs „Blaubart“. 1963 von Walter Felsenstein inszeniert, erlebte dessen Produktion 360 Reprisen. Etwas weniger erfolgreich, wenn auch viel beachtet, wurde zwei Jahre später Felsenstein Remake im Opernhaus Frankfurt am Main. Der Erfolg scheint also spezifisch etwas mit dem Bewusstsein von Kultur in der DDR zu tun zu haben.

In keimfreiem Ambiente – Offenbachs „Hoffmanns Erzählungen“ in Freiburg

24.10.17 (Georg Rudiger) -
„Wozu Dichter in dürftiger Zeit?“, steht auf dem Schild, das ein Schauspieler vor Vorstellungsbeginn auf der Bühne des Freiburger Theaters hochhält. Das Hölderlin-Zitat soll Jacques Offenbachs Oper „Hoffmanns Erzählungen“, die der neue, aus Oberhausen gekommene Intendant Peter Carp und seine Musiktheaterdramaturgin Tatjana Beyer am Eröffnungswochenende des Hauses platziert hat, in die Gegenwart holen und grundsätzliche Fragen zum Thema Literatur und Politik zu stellen. Dafür hat man mit dem französischen Künstlerkollektiv Le Lab um die beiden Regisseure Jean-Philippe Clarac und Olivier Deloeuil ein Team aus Bordeaux geholt, das Oper dezidiert als politische Kunst versteht. Offenbachs heterogene, nicht vollendete Künstleroper als Vorlage für ein Nachdenken über Politik und Kunst? Keine schlechte Ausgangsposition für einen spannenden Musiktheaterabend.

Ein Kraftwerk im Dienst der Kultur

24.12.16 (Michael Ernst) -
Dresden darf stolz sein: Staatsoperette und Theater Junge Generation sind endlich gerettet und arbeiten jetzt unter einem Dach. „Freunde, die Zukunft hat begonnen!“ Zündende Worte wie ein Feuerwerk – damit sollten gewaltige Türen aufgestoßen werden, hinter denen sich epochale Veränderungen auftun. „Freunde, die Zukunft hat begonnen!“ Nach diesem Satz fällt ganz gewiss kein Vorhang, da geht die Chose doch erst richtig los. Oder nicht?

Phantastischer Oktober in Wien – Offenbachs „Hoffmann“ an der Volksoper, Glucks „Armide“ an der Staatsoper

18.10.16 (Frieder Reininghaus) -
Auf die als Introduktion üblichen Orchesterschläge folgt erst einmal eine Unterbrechung. Der Teufel gebietet Ruhe und klagt über die Grenzen seiner Macht. Es gelinge ihm einfach nicht, verkündet er, Offenbachs „Contes d’Hoffmann“ wieder aus der Welt zu schaffen. Dabei habe er für den Tod des Komponisten vor der Fertigstellung des 5. Akts gesorgt, für eine sinnentstellende Bearbeitung im Vorfeld der Uraufführung im Februar 1881 und für den Brand des Ringtheaters bei der zweiten Wiener Vorstellung von „Hoffmanns Erzählungen“ im Dezember 1881 (384 Tote).

Vier Regisseure für „Hoffmanns Erzählungen“: Neustart an der Oper Wuppertal

Mit einem fulminanten Premieren-Wochenende hat sich die Oper Wuppertal in der nordrhein-westfälischen Szene zurückgemeldet. Erst war die Video-Oper „Three Tales“ von Beryl Korot und Steve Reich zu erleben, tags darauf „Les Contes d’Hoffmann“ von Jacques Offenbach – Wuppertals Premieren-Publikum zeigte sich begeistert von diesem Neustart.

DVD-Tipp 2016/07

09.08.16 (Viktor Rotthaler) -
Ein Schmuckstück aus der Filmschatulle der „Archers“ Michael Powell & Emeric Pressburger. Powell & Pressburger waren in den 40er- und 50er-Jahren das „perfect match“ des britischen Kinos gewesen, wahre „Independents“. Nicht nur Martin Scorsese schwärmt noch heute von der Kunst der Beiden. Ein schöner Einstieg in das Werk der „Archers“ könnte diese gerade restaurierte Fassung der berühmten Jacques-Offenbach-Oper sein, die auch eine Art Fortsetzung des bizarren Ballett-Films „Die roten Schuhe“ ist, verbunden durch die Hauptdarstellerin Moira Shearer, ein Redhead aus dem Kinoparadies.

DVD-Tipp 2016/05

24.05.16 (Wolf-Dieter Peter) -
Im Bregenzer Festspielhaus soll es immer eine „Opern-Orchidee“ sein, eine Rarität. Angesichts der Fassungsproblematik kann das auch für Jacques Offenbachs „Hoffmanns Erzählungen“ gelten – erst recht wenn sich ein Stefan Herheim auf die Künstler-Problematik stürzt. Die mit Dirigent Johannes Debus und Dramaturg Olaf Schmitt erarbeitete Fassung reflektiert den Forschungsstand und trifft neue, dramaturgisch fesselnde Entscheidungen.
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