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Alle Artikel kategorisiert unter »Johanni van Oostrum«

„Fidelio“ als Rettungsgeschichte 44 – Adam Fischer in Düsseldorf

10.09.20 (Georg Beck) -
Himmlisches und Irdisches war in dieser Fidelio-Produktion ganz nah beisammen. Alles mit klar perforierten Reißlinien, weswegen die Wertstofftrennung nicht allzu schwerfällt. Um mit der guten, der sehr guten Nachricht anzufangen: Es wurde hinreißend musiziert, fabelhaft gesungen. Immer wenn Adam Fischer am Pult steht, sitzen die Düsseldorfer Symphoniker auf der Stuhlkante. Wie jetzt, da es darum ging, einen „Herzenswunsch“ ihres „Principal Conductors“ zu erfüllen wie der von Tonhallen-Intendant Michael Becker eigens für Adam Fischer geschaffene Titel lautet.

Gepflegte Rohheit – Philipp Krenn inszeniert Brittens „Peter Grimes“ in Wiesbaden, Dietrich Hilsdorf Verdis „Attila“ in Bonn

07.02.17 (Frieder Reininghaus) -
Benjamin Brittens Oper „Peter Grimes“, 1945 mit renitenten Intentionen und widerständigem Potential in die konservative Londoner Musiktheaterlandschaft gepflanzt, huldigt einem Außenseiter. Britten erkundete mit sensiblen Instrumentalklanggespinsten und deftigen Gesangspartien das Seelenleben eines Fischers, wie er wohl vor zweihundert Jahren an einem gottverlassenen Abschnitt der rauen Nordseeküste Englands anzutreffen war.

Der andere abgeschlagene Kopf in der Oper – Rezniceks „Holofernes“ in Bonn

31.05.16 (Peter P. Pachl) -
Nach Richard Strauss' „Salome“ wartete mit Emil Nikolaus von Rezniceks Oper „Holofernes“ eine weitere Dramenvertonung mit der Attraktion eines abgeschlagenen Kopfes auf. Wie Strauss das Drama von Oscar Wilde als Operneinakter, so hat sich Reznicek für seinen Zweiakter Hebbels erstes Drama verkürzt und musikalisch komprimiert.

Eine Farce und weiter nichts … – Am DNT Weimar versucht sich Vera Nemirova am „Rosenkavalier“ von Richard Strauss

02.11.14 (Joachim Lange) -
Die Thüringer Richard-Strauss-Fans haben es gut im 150. Geburtstagsjahr ihres Idols. Vor allem die, die sich gerne mal in das walzende Rokoko-Wien aufmachen, das Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss 1911 in Dresden mit unglaublichem und anhaltendem Erfolg in die Opernwelt entlassen haben. Wobei (es lebe das Theaterland Thüringen!) die Häuser in Meiningen und in Altenburg mit ihren jüngsten Produktionen dieses erstaunlich unzeitgemäß-zeitgemäßen Dauerbrenners die Latte für das jetzt, als drittes Opernhaus im Bunde, folgende Weimar ziemlich hoch gelegt haben.

Erinnerung mit Nebenwirkungen – Gelungener Saisonstart am Deutschen Nationaltheater Weimar mit Giacomo Puccinis Dauerbrenner „La Bohème“

07.09.14 (Joachim Lange) -
In Giacomo Puccinis Dauerbrenner „La Bohème“ sind die Künste nicht nur brotlos. Zum dauernden Hunger kommt auch noch die Kälte dazu. Die ist so schlimm, dass die vier Freunde nicht nur das Mobiliar verheizen, sondern der Dichter unter ihnen, Rodolfo, dem Ofen sogar ein Manuskript spendiert. Die Leinwände des Malers bleiben nur verschont, weil das zu sehr stinken würde. Mit dem Paris vor der vorletzten Jahrhundertwende als der Stadt der Künste (oder besser der lebenden und darbenden Künstler) ist es also aus der Nähe betrachtet nicht weit her.
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