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Alle Artikel kategorisiert unter »Kai Wessel«

Vom Blumenmeer ins Blutbad – Aribert Reimanns „Lear“ wird zum triumphalen Schlusspunkt der aktuellen Salzburger Festspiele

22.08.17 (Joachim Lange) -
Zum guten Schluss ist die Rechnung des neuen Salzburger Festspielintendanten Markus Hinterhäuser aufgegangen: Aribert Reimanns längst zum Klassiker der Moderne avancierter „Lear“ aus dem Jahre 1978 setzte ein Ausrufezeichen hinter das sommerliche Opern-Programm an der Salzach. Dabei glänzen die Wiener Philharmoniker als „Hausorchester“ der Festspiele mit Franz Welser-Möst am Pult mit dieser ambitionierten und höchst erfolgreichen zeitgenössischen Oper. Was aufs Schönste belegt, dass diesen Musikern auch nichts Modernes fremd ist. Zumal sich die Felsenreitschule in den letzten Jahren noch jedes Mal bei den Großwerken der Moderne akustisch bewährt hat. Auch die aus der Not geborene Platzierung des Schlagwerks an der Seite der Bühne erweist sich als Glücksfall für die dadurch entstehende Pointierung der Musik.

Freihafen eröffnete den Mai beim Acht Brücken-Festival: Uraufführungen für alle

04.05.17 (Stefan Pieper) -
„Acht Brücken“ in seiner aktuellen Ausgabe ist nicht das erste Festival, welches sich der Wechselbeziehung zwischen Musik und Sprache verschreibt. Das Thema hat Dauerkonjunktur und daher gibt es dafür in Köln alles Erdenkliche zu sagen – egal ob verbal, nonverbal, in vokalen oder instrumentalen Lauten und Klängen. Ein solch vielschichtiger Mix lohnt noch bis zum 7. Mai die Anreise.

Besinnlich, kontemplativer Seniorenspielplatz – Achim Freyer bebildert Sciarrinos „Luci mie traditrici“ für die Wiener Festwochen

18.05.15 (Frieder Reininghaus) -
La Malaspina ist schon da, bevor die Erörterung der Beziehungstragödie zu scharren beginnt. Stumm steht Anna Radziejewska im Halbdunkel und schweigt. Sie ist fixiert in einem am Körper anliegenden Gitter auf einer in halber Bühnenhöhe schwebenden Plattform. Diese Königin der Nacht harrt der formschönen und zugleich abgründigen Dinge, die auf sie zukommen und sie in ihrem letzten Stündlein begleiten werden. Der matte Schein der liegenden Mondsichel wechselt mit dem gleißenden Licht, das sich auf einen Präsentationsblock unten im Orchestergraben richtet. Auf ihm und um ihn herum zeigt sich zu diskretem Gemurmel das seit vielen Jahren bewährte Personal und so manche Requisite des Freyerschen Theatermachens.

Die „Zauberflöte“ für das 21. Jahrhundert ist noch zu schreiben: „Babylon“ von Jörg Widmann und Peter Sloterdijk an der Münchner Staatsoper

28.10.12 (Juan Martin Koch) -
Als Klaus Bachler sich vor Aufführungsbeginn ans Publikum wandte, ahnte man den Anlass. Der Staatsopernintendant erinnerte an den verstorbenen Hans Werner Henze, an sein Wirken gerade auch in München und verkündete, das komplette Produktionsteam widme diese Premiere seinem Andenken. Je länger der Uraufführungsabend dauerte, umso stärker sehnte man sich nach Henzes musiktheatraler Souveränität zurück.
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