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Alle Artikel kategorisiert unter »Kay Kuntze«

Tragödische und burleske Ehe-Desaster: „A Gentle Spirit“ und „The Bear“ in Gera

14.12.21 (Roland H. Dippel) -
Packendes Theater mit subtiler Musik sind John Taverners faszinierend dichtes Zweipersonen-Drama „A Gentle Sprit“ (1977) wie William Waltons Burleske „The Bear“ (1967). Im Theaterhaus Gera gelangten beide Stücke in packend unterschiedlichen Spielformen an einem Abend zur Premiere. Gesungen wurde auf englisch.

Boulevardoper mit Telefon-Terror: Menotti und Poulenc in Gera

01.11.20 (Roland H. Dippel) -
Im ursprünglichen Spielplan standen für Ende Oktober am Theater Altenburg Gera Wiederaufnahmen von „Spamalot“ und „Der Vetter aus Dingsda“. Uraufführungen von Sarah Nemtsov und Steffen Schleiermacher in den Philharmonischen Konzerten, auch die Ballettpremiere „Das Lied von der Erde“ werden verschoben. Dafür zeigt Generalintendant Kay Kuntze vor der für Kultureinrichtungen desaströsen Corona-Schließzeit ab 2. November zwei Kammerkurzopern-Klassiker des 20. Jahrhunderts. Der Boom von Francis Poulencs und Jean Cocteaus „Die geliebte Stimme“ (aktuell auch in Bremen, Hamburg, Dessau) geht also weiter, hier in Kombination mit Menottis Opera buffa „Das Telefon oder Die Liebe zu dritt“.

Abschied von Laurent Wagner und Plan B für das Theater Altenburg Gera 2020/21

05.07.20 (Roland H. Dippel) -
Während des Lockdowns ist es im ostthüringischen Fünfsparten-Kulturbetrieb Altenburg Gera gelungen, zwei Corona-kompatible Spielzeit-Konzepte 2020/21 zu erarbeiten, die politisch akzentuierte Inhalte mit anspruchsvoller Unterhaltung und mehrere Uraufführungen verbinden. GMD Laurent Wagner verlässt nach sieben Spielzeiten auf eigenen Wunsch das Philharmonische Orchester Altenburg Gera kurz vor dem Jubiläum 150 Jahre des Theaterbaus in Altenburg.

Viermal Hoffmann, einmal Donna Anna – Intelligenter Offenbach in Gera

04.12.18 (Roland H. Dippel) -
„Don Giovanni“ steht auf dem Programmheft und auf dem Transparent über dem Portal. Dann blinzelt im Prélude Goethe ins Auditorium, aber nur vom Video als Büste in der Fassade des Geraer Jugendstil-Theaterbaus. Sofort landet die vergoldete Dachstatue des schönen Gebäudes als Muse auf dem Orchestersteg und outet sich als eifersüchtiges Frauenzimmer, die E. T. A. Hoffmann ganz für sich will. Deshalb verkleidet sie sich in Wolfgang Amadeus Niklas und macht den Dichter zum Alkoholiker. In Gera spielt man „Hoffmanns Erzählungen“ als das, was dieser Opern-Torso ist: Ein immer wieder neues Opern-Abenteuer mit Glücksmomenten und Fallen!

„Die benutzte Braut“ – Smetana-Premiere als perfides Satyrspiel in Altenburg

28.05.18 (Roland H. Dippel) -
Einfach fällt die Würdigung dieser Premiere nicht. Da gibt es stellenweise ein Zuviel an Ausdrucksmitteln zwischen ambitionierter Ausstattung und (über-)griffigem Lustspiel. Auf alle Fälle hat es sich das Musiktheater Altenburg-Gera mit dem tschechischen Nationalheiligtum „Die verkaufte Braut“ in der deutschen Übersetzung von Kurt Honolka nach einer bewundernswerten Kette von Premieren mit dem triumphalen Höhepunkt von George Enescus „Oedipe“ nicht leicht gemacht. Hinter der bunt frisierten „Volksoper“ blitzt es geistesgewandt.

Zweifel und Gewissheit: Udo Zimmermanns „Weiße Rose“ in Gera

12.02.18 (Roland H. Dippel) -
Einer von mehreren Themenzyklen, mit denen Generalintendant Kay Kuntze und sein Chefdramaturg Felix Eckerle den kräftig in die überregionale Beobachtung aufsteigenden Spielplan des Theaters Altenburg-Gera überziehen, lautet „Wider das Vergessen“. Am 6. Januar sendete der Deutschlandfunk die Aufzeichnung der hebräischen Kammeropern „Saul in Ein Door“ von Josef Tal und der Uraufführung „Die Jugend Abrahams“ von Michail Gnesin. Bundesweit war das eine der aufwändigsten und wichtigsten Studioproduktionen dieser Spielzeit, jetzt folgt mit Udo Zimmermanns „Weiße Rose“ in der durchkomponierten Fassung von 1985 ein weiteres ambitioniertes Projekt der kleineren Form „Zum 75. Gedenktag der Widerstandsbewegung“.

Kay Kuntze bleibt Intendant in Altenburg und Gera

25.09.17 (dpa) -
Gera - Der Vertrag von Kay Kuntze als Generalintendant der Theater und Philharmonie Thüringen GmbH ist bis zum Jahr 2022 verlängert worden. Darauf hätten sich die Städte Gera und Altenburg sowie der Landkreis Altenburger Land als Gesellschafter geeinigt, teilte die Gesellschaft mit. Zudem sei vereinbart worden, eine Option auf Verlängerung bis 2025 in den Vertrag aufzunehmen.

Unverständliche Liebe – Tschaikowskis „Masepa“ am Theater Gera

02.05.17 (Roland H. Dippel) -
Tschaikowskis neben „Eugen Onegin“ und „Pique Dame“ dritte Oper nach Puschkin gab es in Gera zuletzt 1948. Das in letzter Zeit wieder häufiger gespielte Werk hat es in sich: Die Verschwörung des alten ukrainischen Oberhauptmanns Masepa gegen Peter den Großen, seine Liebe zur blutjungen, aber nicht blutsverwandten Patentochter Maria und verheerende Auseinandersetzungen vertonte Tschaikowski in einer bei ihm ungewohnt harten, groben Tonsprache. Nur selten strömen bewegende Melodien, etwa der Schlussgesang Marias. Wie Verdi in „Macbeth“ mischte Tschaikowski in „Mazeppa“ seine Ausdrucksmittel neu und forderte deshalb vom Theater Altenburg-Gera alle Ressourcen.

Schlag’ nach bei Wagner!

20.03.16 (Peter P. Pachl) -
Hans Sommers „Rübezahl und der Sackpfeifer von Neiße“ in Gera. Peter P. Pachl berichtet und beleuchtet das Verhältnis von Hans Sommer zu Richard Strauss.

Phänomenale Küsterin – „Jenufa“-Premiere in Altenburg

08.02.16 (Roland H. Dippel) -
Manchmal gewinnen Produktionen mit der Zeit Dichte und Format. Theater und Philharmonie Thüringen bringen Erstvorstellungen in den beiden Theaterstädten Gera und Altenburg abwechselnd heraus. Bei „Jenufa“ zog Altenburg nach und hatte den Qualitätsjoker. GMD Laurent Wagner war im Graben bei Janacek weitaus agiler als kürzlich bei „Rigoletto“, das Ensemble erreicht geschlossen Höchstform in der Inszenierung von Generalintendant Kay Kuntze. Anerkennung und Chapeau für das Fünfspartentheater mit seinen (noch?) 77 Orchestermusikern. Langer, herzlicher Beifall mit Nachdruck.
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