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Alle Artikel kategorisiert unter »Ki-Hyun Park«

Physischer Irrsinn, digitale Happiness: Händels „Orlando“ in Halle

31.05.22 (Roland H. Dippel) -
„Händels zukunftsweisende Oper mit Orlandos großartiger Wahnsinnsszene und den Stoff durchreißenden Orchester-Rezitativen nutzt Halles Opernintendant Walter Sutcliffe für einen bizarren Sittenspiegel von Online-Idealen und physischen Störfällen mit schwarzhumorigem Empörungspotenzial.“ Es geht rund in Halle zur Eröffnung der Händelfestspiele 2022, findet unser Kritiker Roland H. Dippel.

Keine Chance für die Liebe – Ignacy Jan Paderewskis „Manru“ an der Oper Halle ausgegraben

20.03.22 (Joachim Lange) -
Es gehört zu den Eigentümlichkeiten der Rezeptionsgeschichte, dass eine Inszenierung der Oper „Manru“ von Ignacy Jan Paderewski heute nur als ambitionierte Ausgrabung auf einen Spielplan kommt. Nicht nur in Deutschland – aber da besonders.

Verspätete Premiere von Jochen Biganzolis „Tristan und Isolde“ Inszenierung in Halle bejubelt

08.01.22 (Joachim Lange) -
Es war eine Premiere mit Hindernissen, auf deren Stattfinden schon keiner mehr gewettet hätte. Die Generalprobe gab es schon im Frühjahr 2021 – die Premiere selbst wurde dann mehrfach verschoben. Jetzt endlich hob sich der Vorhang für Jochen Biganzolis „Tristan und Isolde“ Inszenierung doch noch. In dem Falle ist es inhaltlich relevant daran zu erinnern, dass er sein Konzept im April 2019 für das Theater Hagen erarbeitet hat, also noch lange vor Ausbruch der Pandemie. Wer sie jetzt in Halle in modifizierter Form miterlebte, könnte allerdings auf die Idee kommen, dass es sich um eine bewusst corona-bekämpfungskompatible Inszenierung handelt.

Erotische Zerreißprobe zum Intendanz-Start in Halle: Brittens „Sommernachtstraum“

23.09.21 (Roland H. Dippel) -
Unter neuer Intendanz eröffneten dieses Wochenende die Musiktheater des Meininger Staatstheaters und der Bühnen Halle jeweils mit einer Oper von den britischen Inseln. Mit dieser Leistung wollen die Leitungen beider Häuser eine Offensive der Phantasie und der Überwältigungskraft physischen Theaters starten.

Medea.Reflexionen – Martin G. Berger inszeniert eine eigene Version von Georg Friedrich Händels „Teseo“ an der Oper in Halle

04.10.20 (Joachim Lange) -
Georg-Friedrich Händels fünfaktiger „Teseo“ könnte gut und gerne auch unter normalen Bedingungen „Medea“ heißen. Besonderes aber in der Version, die Regisseur Martin G. Berger (33) jetzt von der eigentlich geplanten Inszenierung für die gecancelten Händelfestspiele auf Coronabedingungen herunter gedimmt hat. Momentan mit in Halle erlaubten 160 Zuschauern und den hinein inszenierten Abständen auf der Bühne. Und mit einer Besetzung, bei der neben dem Dirigenten am Cembalo, neun Musiker des Händelfestspielorchesters, die durch zwei in den Ranglogen ergänzt werden, diesmal reichen müssen.

Mehr Entwurf, als Wurf – Nina Kupczyk inszeniert „Don Giovanni“ in Halle

02.03.20 (Joachim Lange) -
Nina Kupczyk musste, oder durfte (?), einen „Don Giovanni“ zu Ende inszenieren, der eigentlich mit dem Team um den Noch-Hausherren Florian Lutz in Bühne und Kostümen entstand, weil dieser unterdessen seine erste Spielzeit in Kassel vorbereitet. Keine guten Voraussetzungen, meint unser Kritiker Joachim Lange.

Die andere Welt ist auch keine Lösung – Veit Güssow inszeniert Dvořáks „Rusalka“ in Halle

26.01.20 (Joachim Lange) -
In Halle gab es lange nicht so viel opulente Romantik wie jetzt in der sinnlichen Inszenierung von Veit Güssow. Lyrische Märchen und Analyse psychologischer Abgründe haben sich jedoch nicht ausgeschlossen, meint unser Kritiker Joachim Lange, der eine tolle Ensembleleistung sah und hörte.

Babylon den Afrikanern – Oper Halle mit Giacomo Meyerbeers Grand opéra „L’Africaine“

30.09.18 (Joachim Lange) -
Wenn eine Grand opéra auf die Raumbühne Babylon trifft, dann steht ein Opernabenteuer ins Haus. Eine mutige und ehrgeizige Exkursion ins Unbekannte. Giacomo Meyerbeers „L’Africaine“ (Die Afrikanerin) ist dabei lediglich der Ausgangspunkt. Stark gekürzt ist sie ohne weiteres als die 1865 uraufgeführte Oper immer noch erkennbar. Geplant ist eine Reise durch die Zeiten, über die Kontinente und Widersprüche der Welt und zwischen Kunst und Leben.

Einmal Zukunft und zurück – Verdis „Messa da Requiem“ an der Oper Halle

16.09.18 (Joachim Lange) -
Es ist durchaus legitim, den Eröffnungsabend der neuen Spielzeit in der Oper Halle für Affentheater zu halten. Wobei dieses Etikett nicht nur dann zutrifft, wenn man es kritisch meint und ohnehin ein Problem mit dem assoziativ Grenzen aufbrechenden Theater des regieführenden Intendanten Florian Lutz hat. Oder, wenn man die Affenmasken für den gewaltig aufgestockten Chor und Teile des Publikums nicht nur für unbequem, sondern auch für albern oder unangemessen hält. Zumal Verdis „Messa da Requiem“ der Form und dem Namen nach eine Totenmesse ist.

Mit Handy wäre das auch passiert … – Die Händelfestspiele in Halle sind mit „Berenice, Regina, D’Egitto“ bravourös gestartet

27.05.18 (Joachim Lange) -
Die Zeiten, in denen es Händelopern gab, die in Halle noch nie aufgeführt wurden, sind vorbei! Mit den Festspielen 2018 hat die Geburtsstadt des Meisters als einzige alle seine 42 überlieferten Opern mindestens einmal im Programm gehabt. Die 1737 in London uraufgeführte „Berenice, Regina d’Egitto“ war die letzte, die noch fehlte. Das ist schon eine Leistung, auf die sich die Hallenser was einbilden können. Das ist gelebte Händelkompetenz hinter den Kulissen, auf der Bühne, im Graben und im Saal.
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