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Alle Artikel kategorisiert unter »Ki-Hyun Park«

Die Glatze des Don Pizarro – Die Oper Halle eröffnet die Spielzeit mit einem neuen „Fidelio“

17.09.17 (Joachim Lange) -
Seit Florian Lutz und seine Truppe 2016/17 die Oper in Halle übernommen haben, ist sie wieder ein Ort der Auseinandersetzung. Hier wird nichts mehr einfach so durchgewinkt. Alles, was gemacht wird, erzeugt Reibung. Mit den Erwartungen des Publikums. Im gesellschaftlichen Diskurs. Dazu kommt seit einiger Zeit auch (kommunal-)politischer Gegenwind. Halle wollte zwar mit dem Slogan „Halle, die vernetzte Stadt“ Kulturhauptstadt Europas werden, bekam aber dann nicht mal ein schon geplantes und von der Bundeskulturstiftung und dem Land unterstütztes Festival im geschichtsträchtigen Interhotel (bzw. kurzzeitigen Flüchtlingsheim) „Maritim“ gleich neben dem Bahnhof auf die Reihe.

Leben und Glauben am Rande des Abgrunds – Händelfestspiele in der Oper Halle mit „Jephta“

28.05.17 (Joachim Lange) -
„Jephta“ ist in Händels Lebenswerk so etwas ähnliches wie der „Parsifal“ in dem von Wagner. Es ist das letzte neu komponierte und 1752 im Royal Theater Covent Garden uraufgeführte Oratorium. Ein Alterswerk, bei dem ihm all sein Können zu Gebote steht. Eins, in dem es obendrein um Gott und die Welt und um Leben und Tod geht. Auch um das eigene Leben und dessen Ende. Dass Händel während der Arbeit an seinem „Jephta“ erblindete, meint man zu hören.

Ruhe vor dem Sturm – Brechts und Weills „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ als Passion an der Oper Halle

22.01.17 (Joachim Lange) -
Wenn man nach der Premiere des „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ von Bert Brecht und Kurt Weill beim Verlassen des Opernhauses „Wie man sich bettet, so liegt man“ oder „the moon of Alabama“ vor sich hin summt oder sich am liebsten den Weg „in the next whisky bar“ zeigen lassen würde, wie es im berühmten Alabama-Song so schön heißt, dann geht das natürlich zuerst auf das Konto der beiden kongenialen Musik- und Texterfinder Weill und Brecht.

Ein Leben für die Bühne – Die neue „Tosca“ am Opernhaus Halle

27.11.16 (Joachim Lange) -
Bei Giacomo Puccinis „Tosca“ hat es die Rezeptionsgeschichte seit der Uraufführung 1900 mit dem naturalistischen Ehrgeiz besonders weit getrieben. Bis hin zur Verfilmung an den Originalschauplätzen im Rom und in den Kostümen und zeitlichen Ablauf, die das Libretto vorgibt. Samt Sprung der Heldin von den Zinnen der Engelsburg in den Tod. Da flog schon manche Puppe beim Schließen des Vorhangs in die Tiefe. Darauf wartet man in Halle, bei der Neuproduktion dieses ungebrochen beliebten Repertoireschmuckstückes vergebens.

Einstürzende Altbauten – Händels „Sosarme, Re di Media“ bei den Händelfestspielen in Halle

30.05.16 (Joachim Lange) -
Philipp Harnoncourt und Bernhard Forck sorgen am Opernhaus mit der szenischen Erstaufführung von Händels „Sosarme, Re di Media“ für eine musikalisch glanzvolle und szenisch packende Entdeckung.

Hauptsache schön bunt und üppig

31.01.16 (Joachim Lange) -
Romelia Lichtenstein glänzt in der Neuproduktion von Franceso Cileas „Adriana Lecouvreur“ in der jüngsten Neuproduktion dieser Oper im Opernhauses in Halle. Joachim Lange hat die Premiere für nmz-online besucht.

Es war einmal … – Die Oper Halle bemüht sich mit der Ausgrabung von Bernhard Sekles‘ „Schahrazade“ um ein vergessenes Werk

03.12.13 (Joachim Lange) -
Jede Opern-Ausgrabung ist per se ein Verdienst. So auch die in Halle, wo Intendant Axel Köhler „Schahrazade“ von Bernhard Sekles (1872–1934) auf die Bühne gebracht hat. Wenn es wie hier um eine Oper geht, die aus den ersten drei Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts stammt, liegt der Verdacht nahe, dass die Nazis beim Verschwinden der Werke ihre Finger im Spiel hatten. Möglichst nichts neutönend Modernes, vor allem aber nicht von Juden.
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