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Alle Artikel kategorisiert unter »Kompositionspädagogik«

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Das zweite Talent

11.01.23 (Moritz Eggert) -
Vor kurzem schrieb ich hier über das „wichtigste“ Talent (Selbstdisziplin), wenn es ums Komponieren oder überhaupt um einen künstlerischen Beruf geht. In einem Leserbrief regte sich Widerstand gegen diese Behauptung – wäre nicht Begabung an sich das wichtigste Talent? Nun, wenn man sich anschaut, wie weniger begabte Menschen mit reiner Willenskraft oft weiterkommen als begabte und weniger ambitionierte Menschen, so würde ich weiterhin bei meiner These bleiben, vor allem, weil man davon ausgehen kann, dass Studierende, die überhaupt die Prüfung an einer Musikhochschule bestanden haben, auf jeden Fall grundsätzlich „begabt“ sind.

Das Schwierige am Komponieren

10.11.22 (Moritz Eggert) -
Warum ist es so schwer, wirklich interessante und originelle Musik zu erfinden? Hier der Versuch einer Antwort:  Fürs Komponieren braucht man eine solide Mischung aus handwerklichem Können und der Fähigkeit, einerseits existierende musikalische Sprachen, Schriften und Techniken zu kennen und neu interpretieren oder amalgamieren zu können, dabei aber immer wieder ungewöhnliche Entscheidungen zu treffen, die das schon Bekannte entweder grundsätzlich verändern oder zumindest interessante neue Impulse geben.

Das wichtigste Talent

20.10.22 (Moritz Eggert) -
Man kann davon ausgehen, dass alle, die irgendwann nach einer Prüfung an einer Hochschule oder Akademie landen, grundsätzlich talentiert sind. Aber das wichtigste Talent kann man nicht prüfen, man kann es nur erahnen. Ich halte es für das wichtigste aller Talente, denn ohne dieses Talent sind alle anderen Talente nutzlos. Was mag das für ein Talent sein, das die Grundvoraussetzung für eine beständige Karriere ist (als Lehrende wünschen wir uns nichts sehnlicher, als dass die Karrieren unserer Studierenden beständig sind, dass sie ihre Träume erfüllen und am Ziel ihrer Ambitionen ankommen)? Die Antwort ist leider sehr langweilig: Selbstdisziplin.

Auf der Suche nach der Handlung

16.06.22 (Moritz Eggert) -
Kompositionsunterricht ist oft sehr technisch. Viele Stunden verbringe ich mit Fragen der Notation, Instrumentenkunde und der Theorie – alles handwerkliche Aspekte des Berufes, die man auch in Lehrbüchern nachlesen kann. Auf YouTube kann man hunderte Videos finden, in denen einem fähige Musiker:innen die Spieltechniken ihrer Instrumente sowie tausende von Multiphonics erklären. Wenn man aber als Suchbegriff eingibt „Wie schreibe ich ein spannendes Stück Musik?“ wird man leider nicht fündig.

Pilzesuchen im Notenwald

22.12.21 (Moritz Eggert) -
Ich sehe es als meine Hauptaufgabe an, meinen Studierenden dabei zu helfen, ihren eigenen musikalischen Tonfall zu entdecken. Es ist dabei vollkommen unerheblich, ob mir dieser Tonfall besonders gut gefällt oder ob er mir eher fremd ist. Wenn es zur Person passt, wenn es authentisch ist, dann ist es richtig.

Wie hört man eigentlich „Neue Musik“?

01.12.21 (Moritz Eggert) -
Ich spreche sehr gerne mit meinen Studierenden darüber, wie die von ihnen geschriebene Musik eigentlich beim Hörer ankommt. Wird sie so gehört wie intendiert? Wird sie vielleicht auf interessante Weise missverstanden? Die Intentionen der Komponierenden sind nicht immer das, was man vordergründig wahrnimmt. Umgekehrt suchen Interessierte an Neuer Musik oft Hilfestellungen, wie man unbekannte Musik am besten zum ersten Mal anhört.

Pflanzen, gießen, Sprossen bauen

06.10.21 (Charlotte Seither) -
Anlässlich der gemeinsamen Jubiläumsausgabe von nmz und JMD würdigt die Komponistin und Hochschullehrerin Charlotte Seither das Engagement der Jeunesses Musicales Deutschland für die Kompositionspädagogik.

Musik erfinden als eigenverantwortliches Handeln

04.10.21 (Thomas Taxus Beck) -
Kompositionspädagogik? Muss das wirklich sein? Auf diesen Stoßseufzer eines befreundeten Komponisten kann man ganz einfach antworten: Ja, unbedingt! Und zwar überall dort, wo Komposition oder Komponieren gelehrt und gelernt wird. Denn mittlerweile gibt es ja eine Vielzahl an Möglichkeiten, Komposition zu unterrichten und im Komponieren unterrichtet zu werden: Das Angebot an Kompositionsunterricht in Musikschulen oder Kompositionsworkshops an Schulen nimmt zu, Opern- und Konzerthäuser bieten Kompositionsprojekte an, Förderprogramme der Länder stellen Gelder für Kooperationsprojekte zur Verfügung und Musikvermittler führen Fortbildungen oder Weiterbildungen für Musiklehrer*innen durch.

Unterrichten in Zeiten von Corona (11)

22.06.21 (Moritz Eggert) -
Das fehlende erlaubte Publikum trifft die Studierenden hart, besonders diejenigen, die sich am Ende ihres Studiums befinden. Nachdem man vier bis sechs Jahre studiert hat, wirkt ein Bachelor- oder Masterkonzert vor zwei Prüfern antiklimaktisch, so viel steht fest.
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