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Alle Artikel kategorisiert unter »Kompositionspädagogik«

Auf der Suche nach der Handlung

16.06.22 (Moritz Eggert) -
Kompositionsunterricht ist oft sehr technisch. Viele Stunden verbringe ich mit Fragen der Notation, Instrumentenkunde und der Theorie – alles handwerkliche Aspekte des Berufes, die man auch in Lehrbüchern nachlesen kann. Auf YouTube kann man hunderte Videos finden, in denen einem fähige Musiker:innen die Spieltechniken ihrer Instrumente sowie tausende von Multiphonics erklären. Wenn man aber als Suchbegriff eingibt „Wie schreibe ich ein spannendes Stück Musik?“ wird man leider nicht fündig.

Pilzesuchen im Notenwald

22.12.21 (Moritz Eggert) -
Ich sehe es als meine Hauptaufgabe an, meinen Studierenden dabei zu helfen, ihren eigenen musikalischen Tonfall zu entdecken. Es ist dabei vollkommen unerheblich, ob mir dieser Tonfall besonders gut gefällt oder ob er mir eher fremd ist. Wenn es zur Person passt, wenn es authentisch ist, dann ist es richtig.

Wie hört man eigentlich „Neue Musik“?

01.12.21 (Moritz Eggert) -
Ich spreche sehr gerne mit meinen Studierenden darüber, wie die von ihnen geschriebene Musik eigentlich beim Hörer ankommt. Wird sie so gehört wie intendiert? Wird sie vielleicht auf interessante Weise missverstanden? Die Intentionen der Komponierenden sind nicht immer das, was man vordergründig wahrnimmt. Umgekehrt suchen Interessierte an Neuer Musik oft Hilfestellungen, wie man unbekannte Musik am besten zum ersten Mal anhört.

Pflanzen, gießen, Sprossen bauen

06.10.21 (Charlotte Seither) -
Anlässlich der gemeinsamen Jubiläumsausgabe von nmz und JMD würdigt die Komponistin und Hochschullehrerin Charlotte Seither das Engagement der Jeunesses Musicales Deutschland für die Kompositionspädagogik.

Musik erfinden als eigenverantwortliches Handeln

04.10.21 (Thomas Taxus Beck) -
Kompositionspädagogik? Muss das wirklich sein? Auf diesen Stoßseufzer eines befreundeten Komponisten kann man ganz einfach antworten: Ja, unbedingt! Und zwar überall dort, wo Komposition oder Komponieren gelehrt und gelernt wird. Denn mittlerweile gibt es ja eine Vielzahl an Möglichkeiten, Komposition zu unterrichten und im Komponieren unterrichtet zu werden: Das Angebot an Kompositionsunterricht in Musikschulen oder Kompositionsworkshops an Schulen nimmt zu, Opern- und Konzerthäuser bieten Kompositionsprojekte an, Förderprogramme der Länder stellen Gelder für Kooperationsprojekte zur Verfügung und Musikvermittler führen Fortbildungen oder Weiterbildungen für Musiklehrer*innen durch.

Unterrichten in Zeiten von Corona (11)

22.06.21 (Moritz Eggert) -
Das fehlende erlaubte Publikum trifft die Studierenden hart, besonders diejenigen, die sich am Ende ihres Studiums befinden. Nachdem man vier bis sechs Jahre studiert hat, wirkt ein Bachelor- oder Masterkonzert vor zwei Prüfern antiklimaktisch, so viel steht fest.

Unterrichten in Zeiten von Corona (10)

18.05.21 (Moritz Eggert) -
Vor Kurzem bekam unsere Hochschule die Mail einer Privatperson: Junge Komponierende gesucht für einen privaten Kompositionsauftrag für großes Orchester, die Musik solle „schön“ sein. Da ich meinen Studierenden immer alle Gelegenheiten weiterleite, tat ich dies auch hier, wobei ich über die Formulierung „schön“ ein wenig schmunzeln musste.

Unterricht in Zeiten von Corona (9)

14.04.21 (Moritz Eggert) -
Bis vor kurzem hatte ich noch eine Reise nach Ljubljana in meinem Kalender stehen, einen Meisterkurs für die Gesangs- und Kompositionsabteilung der dortigen Hochschule. Wenig überraschend wurde dann ein Online-Meis­terkurs daraus. Als ich allerdings die zuständige Erasmus-Abteilung an unserer Hochschule anfragte, ob die ursprünglich dafür gedachten Gelder in ein kleines Honorar für dieses Seminar umgewandelt werden könnten, wurde mir gesagt, dass nur „tatsächliche“ Reisen mit Erasmus finanziert werden können, keineswegs aber virtuelle.

Wie stark ist nicht dein Zauberton?

10.04.21 (Jürgen Oberschmidt) -
Es war einmal im Jahre 1817, als Ignaz von Seyfritz, der als Teenager die Uraufführung der Zauberflöte miterleben durfte, die sogenannte „Bruchtheorie“ zum Spätwerk eines 35-jährigen Tonschöpfers in die Welt setzte: Mozart und Schikaneder hätten mitten im Produktionsprozess ihre Pläne umgeworfen und urplötzlich die Handlung in das freimaurerische Ägypten verlegt. Aus der treusorgenden Mutter wurde dann eine Rachehexe und der finstere Sarastro wandelte sich zum Gutmenschen. Was hat diese Bruch­theorie mit einem Buch „Praxisschock Kompositionspädagogik“ zu tun, das im nüchternen Untertitel „Sachdienliche Hinweise für Schule und Musikschule verspricht“?

Absolute Beginners 2021/03

24.03.21 (Moritz Eggert) -
Ich werde sehr oft nach meinen Studenten gefragt in diesen Tagen. „Wie geht es denen eigentlich?“, will man wissen. „Ist die Situation nicht wahnsinnig frustrierend für sie?“ Und ich muss antworten: ja, ist sie, aber meine Studenten sind toll und wahnsinnig tapfer.
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