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Alle Artikel kategorisiert unter »Luigi Nono«

Postapokalyptische Allegorie – Luigi Nonos „Intolleranza 1960“ an der Komischen Oper Berlin

24.09.22 (Stefan Drees) -
Es ist ein Statement, das die Komische Oper Berlin unter der neuen Intendanz ihrer Doppelspitze Susanne Moser und Philip Bröking nach dem Ende der Ära Barrie Kosky zum Auftakt der Saison 2022/23 abgibt. Mehr als deutlich signalisiert die Produktion von Luigi Nonos „Intolleranza 1960“ (1960/61) den Anspruch, dass Musiktheater im Rahmen der Institution Oper sich dem Anspruch kritischer Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Realitäten stellen muss und, die herkömmlichen Hör- und Sehweisen über den Haufen werfend, nicht allein der Unterhaltung eines primär bildungsbürgerlichen Publikums mit musealem Repertoire dienen soll.

Fresko des Grauens – Luigi Nonos „Intolleranza1960“ bei den Salzburger Festspielen

21.08.21 (Joachim Lange) -
Es gehört zu den Qualitätsmerkmalen der Salzburger Festspiele, dass Schlüsselwerke der Moderne ins Programm integriert sind. Markus Hinterhäuser qualifizierte sich unter anderem durch seine programmatischen Erkundungen ganzer (Komponisten-) Kontinente der Moderne dafür, jetzt, um das Jahrhundertjubiläum der Festspiele herum, als Intendant ein künstlerisches Gesamtprogramm zu präsentieren, das vielen verschiedenen Ansprüchen genügt. Kulinarik und die Musik der Hausgötter Mozart und Strauss sind das eine.

Lange Folterszenen fordern Salzburger Opernpublikum

16.08.21 (dpa) -
Salzburg - Mit schmerzhaft realistischen Darstellungen von Verfolgung und Gewalt hat der belgische Regisseur Jan Lauwers die Besucher der Salzburger Festspiele konfrontiert. Bei der Premiere von Luigi Nonos Oper «Intolleranza 1960» am Sonntagabend gab es viel Jubel für die Sänger und Sängerinnen dieses herausfordernden Werkes der Nachkriegsavantgarde. Lauwers erntete nur höflichen Applaus.

Der heilige Emigrant der Schlachthöfe – Luigi Nonos „Intolleranza 2021“ aktualisiert in Wuppertal

06.06.21 (Regine Müller) -
Wir erinnern uns: Am Beginn der Pandemie gab es vor dem ersten Lockdown einige so genannte „Geisterpremieren“, bei denen fertig gestellte Produktionen wenigstens vor einer kleinen Schar Kritiker*innen erstmals gegeben wurden. Das geschah zum einen, um den Produktionsprozess geregelt zu seinem Ende, nämlich bis zur Premiere zu führen. Und zum anderen hoffte man wohl auch, der Lockdown sei nur von kurzer Dauer und das Presseecho wäre bis zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs noch nicht verhallt. Nun gab es in Wuppertal eine Art Déjà-vu mit der Premiere von Luigi Nonos „Intolleranza 2021“, die erneut nur vor Kritiker*innen gespielt und dabei für spätere Streamings aufgezeichnet wurde.

Nostalgisch utopische Zukunft

11.03.21 (Dirk Wieschollek) -
Roger Reynolds’ „FLiGHT“ (2012–16) | Luigi Nonos „La lontananza nostalgica utopica futura“ (1988/89) | In der Zither-Anthologie Stimmungen zeigt Martin Mallaun, was so alles im vermeintlichen Volksmusik-Instrument steckt.

Vor 50 Jahren: Luigi Nono im Gespräch mit Hartmut Lück

24.05.20 (Hartmut Lück) -
Immer wieder mit Erstaunen nimmt man zur Kenntnis, mit welcher Vehemenz politische und ästhetische Diskussionen vor 50 Jahren geführt worden sind. Luigi Nono ist hier im Gespräch mit Hartmut Lück in voller Fahrt. „Zuerst müsste man natürlich die Gesellschaft ändern!“

Immanenz und Transzendenz

19.04.18 (Dirk Wieschollek) -
Luigi Nonos zwei (!) Werke mit elementarer Klavierbeteiligung bekommt man selten zu hören. Die Referenzaufnahme von „Como una ola de fuerza y luz“ (1971/72) mit Pollini, Abbado und dem Symphonieorchester des BR stammt von 1973! Nun hat sie eine mindestens ebenbürtige Neueinspielung an die Seite bekommen mit einer dramatisch effektiven Claudia Barainsky, Jan Michiels am markanten Klavierpart, dem WDR Sinfonieorchester unter Peter Rundel und den üblichen Verdächtigen aus dem SWR Experimentalstudio.

Wandern ohne Wege in Shakespeares „Globe“

05.10.16 (Ute Schalz-Laurenze) -
Beim Eintritt muss man seine Schuhe abgeben. Gegen Söckchen und eine Nummer. Im Zuschauerraum, von den üblichen Plüschsitzen leergeräumt, liegen Matratzen, Kissen, stehen winzige Dreieckshocker, normale Stühle und für die, die es doch noch brauchen, auch zwei Reihen normaler Theatersitze. Das Ganze um- und aufgebaut nach dem Vorbild des runden Shakespeare’schen „Globe“.

Wandern ohne Wege – Theater Luzern eröffnet unter Benedikt von Peter mit Luigi Nonos „Prometeo“

13.09.16 (Ute Schalz-Laurenze) -
Beim Eintritt muss man seine Schuhe abgeben. Gegen Söckchen und eine Nummer. Im Zuschauerraum, von den üblichen Plüschsitzen leergeräumt, liegen Matratzen, Kissen, stehen winzige Dreieckshocker, normale Stühle und für die, die es doch noch brauchen, auch zwei Reihen normaler Theatersitze. Das Ganze um- und aufgebaut nach dem Vorbild des runden Shakespearesschen „Globe“.

Innere Räume fürs Hören

09.09.15 (Hans-Jürgen Linke) -
Luigi Nonos Raum-Hörstück „Prometeo“ ist ein Hochamt der Musik des 20. Jahrhunderts. In den gut drei Jahrzehnten seit seiner Uraufführung waren seine Aufführungen stets umraunte Großereignisse im Rahmen bedeutender Kulturfestivals oder singuläre Großtaten ambitionierter Konzerthaus-Programme, und stets waren einige der durch Uraufführungs-Beteiligung geadelten Elektronik-Spezialisten dabei. Das Staatstheater Darmstadt war im Juli die erste öffentlich-rechtliche Bühne überhaupt, die das Werk seinem angestammten Publikum und den Abonnenten angeboten hat.
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