Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Manos Tsangaris«

Raus aus dem Saal: Neue Musik, frische Luft, Trubel

03.06.13 (Gerhard Rohde) -
Die „Tage für neue Kammermusik“ in der Ruhrstadt Witten zählen zu dem halben Dutzend Stätten, an denen die Entwicklungen in der sogenannten „Neuen Musik“ am eindringlichsten zu erfahren sind. Und nicht nur das: Junge Komponisten erhalten hier die Chance, ihre frisch komponierten Werke vorzustellen, diese im Kontext mit den Stücken der Kollegen zu vergleichen, aktuelle Tendenzen des Komponierens kennenzulernen. Wittens Kammermusiktage sind auch ein großes Labor für die Musik, eine Art Forschungsprojekt, vergleichbar Instituten in Physik, Chemie oder Medizin. Niemand käme auf die Idee, Medizinern, die eine ernsthafte Krankheit erforschen um Gegenmittel zu finden, das Geld zu kürzen oder gar zu streichen, nur weil die Ergebnisse auf sich warten lassen. Mit den Künsten in all ihren Disziplinen ist es genauso. Wer nur Mozart, Verdi und Wagner in Kopf und Ohr hat, ist irgendwie aus unserer Zeit gefallen. Ein Komponist, der wie die Genannten und noch viele andere mehr heute noch deren Musik fortschreibt, gerät unweigerlich in den Geruch des Eklektikers, nur dass seine Werke dem Vergleich mit den Vorbildern kaum standhalten. Also:„Kinder, schafft Neues“, wie schon Richard Wagner sagte.

Das Gewohnte zerstören: Die 45. Wittener Tage für neue Kammermusik – und anderes

29.04.13 (Stefan Pieper) -
„Was wäre Kunst, wenn sie nicht im Augenblick der Rezeption das Gewohnte zerstören würde“ fragte WDR-Programmchef Karl Karst in seinen einleitenden Worten für die 45. Wittener Tage für neue Kammermusik. Kammermusik darf und soll auch aus ihren Kammern heraustreten. Mit solchen Einsichten wird in Witten gerne auch mal spielerisch umgegangen.

Sprechblasen 2012-11

31.10.12 (Juan Martin Koch) -
Beim Pressegespräch mit Daniel Ott und Manos Tsangaris, den designierten Leitern der Münchener Biennale für neues Musiktheater (siehe Seite 2), sickerten erste Details der Programmplanung durch … Foto: Juan Martin Koch

Personalia 2012/11

31.10.12 ((nmz-red)) -
Lothar Zagrosek zum siebzigsten Geburtstag +++ Biennale-Doppelspitze ab 2016: Daniel Ott und Manos Tsangaris +++ Zum Tod des Pianisten und Hochschullehrers Günther Herzfeld +++ Patrick Hahn wird Reinhard-Schulz-Preisträger für Musikpublizistik

Werkstatt und Labor: Unter Daniel Ott und Manos Tsangaris soll sich die Münchener Musiktheater-Biennale für alternative Formate öffnen

18.10.12 (Juan Martin Koch) -
Der Überraschungseffekt war schon verpufft, als sich ein Grüppchen Journalisten zum Pressegespräch im Münchener Kulturreferat einfand. Offenbar via Stadtrat war die Personalie vorab durchgesickert: Daniel Ott und Manos Tsangaris werden die Leitung der Musiktheater-Biennale übernehmen. Der Kulturausschuss hatte den Vorschlag von Kulturreferent Hans-Georg Küppers am Vormittag einstimmig verabschiedet.

Mut zum breiten Spektrum: Die 55. Ausgabe des Warschauer Herbstes stand unter dem Motto „... mit einer Stimme“

08.10.12 (Elisabeth Richter) -
Dunkelheit. Ein Sprecher. Inspizienten-ähnliche Ansagen. Theatersituation in der ehemaligen Wodkafabrik Koneser, heute ein Kulturzentrum in Warschau. Dann hasten betriebsam die Musiker des „European workshop for contemporary music“ über die Bühne, außerdem Schüler einer Warschauer Schule, und Hunde sind auch dabei. „Vivarium - Reisen, Kochen, Zoo“ hat der aus Düsseldorf stammende Komponist Manos Tsangaris sein polymediales Musiktheaterstück genannt.

Uraufführungen 2011/12

06.12.11 (Rainer Nonnenmann) -
Zum Gedenken an den drei Jahre zuvor verstorbenen argentinisch-deutschen Komponisten wurde am 18. September erstmals der von der Kunststiftung Nordrhein-Westfalen neu eingerichtete „Mauricio Kagel Musikpreis“ zur Förderung experimentellen Musiktheaters verliehen. Gleichzeitig zum ministerialen Düsseldorfer Festakt für den griechisch-französischen Komponisten Georges Aperghis startete in Saarbrücken das „Festival für hinterhältige Musik“ mit einer „Hommage à Mauricio Kagel“, die von dessen Todestag drei Monate lang bis zu dessen achtzigstem Geburtstag am 24. Dezember dauern sollte. Deren Höhepunkt bildet nun am 21. Dezember eine „Lange Kagel-Nacht“ des Ensembles „Grenzpunkt“ der Hochschule für Musik Saar.

Königin der Instrumente im Digitalzeitalter

09.11.10 (Max Nyffeler) -
Der österreichische Komponist und Organist Wolfgang Mitterer führt in seiner Orgel-CD „Stop Playing“ fort, was vor vierzig Jahren der Cage-Interpret Gerd Zacher und Dieter Schnebel in „Choralvorspiele“ entwickelt haben: Das Spiel mit Registerzügen, variablem Luftdruck, Nebengeräuschen und Mundpfeifen. Zusätzlich nutzt er nun aber auch den Computer zur Nachbearbeitung des in drei verschiedenen Kirchen aufgenommenen Klangmaterials. In den technisch vorzüglich realisierten Kompositionen ist der Naturklang der Orgel weitgehend erhalten geblieben. Der sanfte Einsatz der Elektronik verrät den Respekt des Kenners vor einem Instrument, das jahrhundertelang als Wunderwerk mechanischer Tonerzeugung gegolten hat und dessen Klangpotenzial auch heute noch nicht ausgeschöpft ist. Mitterer hat hier die Tür zur weiteren Erforschung aufgestoßen. (Col legno WWE 1CD 20296)

Donaueschinger Musiktage 2009

Musikausschnitte, Klanginstallationen, Meinungen von Besuchern, Interviews mit Komponisten und Stimmen mitwirkender Musiker - das sind unsere Eindrücke von den Donaueschinger Musiktagen 2009.

Versuchsanordnungen – mehrdimensional

13.11.09 (Gerhard R. Koch) -
Ob es die „serielle Epoche“ wirklich gegeben hat? Pierre Boulez, lange Zeit als einer der Hauptprotagonisten, gar Hohepriester der „Darmstädter Schule“ gepriesen wie geschmäht, meinte dazu im September in Frankfurt nur lakonisch-lapidar: „Das war nur ein kurzer Tunnel.“ Wobei der Terminus schier pfiffig doppelsinnig zu verstehen war: als Situation extremer Hermetik, selbst dogmatischer Enge – aber auch als transitorische Notwendigkeit. Immerhin liegt sie bald ein halbes Jahrhundert zurück.
Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: