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Alle Artikel kategorisiert unter »Michael Riessler«

Gelebte Demokratie

28.09.17 (Ssirus W. Pakzad) -
Welchen Stellenwert das Internationale Jazzfestival Saalfelden genießt, zeigte sich wenige Minuten vor dem Eröffnungskonzert im Congress der Pinzgauer Gemeinde: Das Publikum war ganz schön verdutzt, als neben den Ausrichtern der Veranstaltung, neben Bürgermeister Erich Rohrmoser, der Salzburger Grünen Partei-Chefin Astrid Rössler und dem Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer sogar der österreichische Bundeskanzler Christian Kern auf die Bühne kam. Diese Volksdiener versicherten glaubhaft, dass die Politik vom Jazz noch etwas lernen könne: optimierte Demokratie, Offenheit, Spontaneität und den selbstverständlichen, unverkrampften Austausch zwischen verschiedenen Lagern.

Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 12. bis 18. Juni 2017

11.06.17 (Martin Hufner) -
Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 24. Portraits und Schwerpunkte gibt es zu: Wittener Tage für neue Kammermusik 2017, Litauens junge Komponistenszene, das britische Ensemble Distractfold, Musikforum Viktring 2017, Eunoia Quintett, Ensemble Contrechamps, Jugend jazzt 2017, Klangkunst documenta 14, Konzerthaus Blaibach, 50 Jahre Summer of Love, Rostrum of Composers - der Songcontest der Neuen Musik und zu Conlon Nancarrow, Unsuk Chin, Vinko Globokar, Rolf Riehm, Vivi Vassileva, Juan Allende-Blin, Michael Riessler, Johannes Wallmann und Bronislaw Huberman.

Eine Weltanschauung namens Jazz

27.09.15 (Ssirus W. Pakzad) -
In der großen weiten Welt da draußen war Nickelsdorf bislang wohl nur ein paar Eingeweihten als Austragungsstätte eines Jazzfestivals bekannt. Nun findet sich die Gemeinde an der österreichisch-ungarischen Grenze täglich in den Schlagzeilen. Es begann damit, dass im Spätsommer einundsiebzig Flüchtlinge in einem Schlepper-Lastwagen bei Nickelsdorf erstickten, dem Ort, an dem sich heute immer mehr Menschen sammeln, die aus ihrer Heimat fliehen mussten. Als Ende August im über vierhundert Kilometer entfernten Pinzgau das 36. Jazzfestival Saalfelden mit Hilfe von Polit-Prominenz eröffnet wurde, da stand der Appell am Anfang, jedem fremdenfeindlichen Mob zu trotzen und doch bitte human, würdig, offenherzig mit den Flüchtlingen umzugehen.

Musik ist geglückter Augenblick

08.12.13 (Andreas Kolb) -
„Die improvisierte Musik bleibt 2013 integraler Bestandteil des Jazzfestes Berlin.“ Mit diesem Satz war im Programmheft die Präsentation dreier „Working Bands“ des Saxophonisten und Klarinettisten Ernst-Ludwig Petrowsky zu dessen 80. Geburtstag am 10. Dezember angekündigt worden. Die unfreiwillige Komik war der Redaktion des ansonsten sehr ambitioniert gemachten Programmheftes, das auf jede lobhudelnde Programmheftlyrik verzichtete, entgangen. Tatsächlich steckt aber in jedem Freudschen „Verschreiber“ Wahres: Die hohe Kunst der Improvisation, eine Bestandsaufnahme 2013 – so hätte das Jazzfest Berlin ohne Weiteres übertitelt werden können.

Soundtracks 2013/11

14.11.13 (Viktor Rotthaler) -
Vor fast drei Jahrzehnten war „Heimat“ das große Fernsehereignis der Nation gewesen. Nach einem der größten Flops der deutschen Filmgeschichte, „Der Schneider von Ulm“, hatte sich der Regisseur Edgar Reitz 1978 vom Kino zurückgezogen, um an einer Chronik eines fiktiven Dorfes zu arbeiten, Schabbach im Hunsrück. Über Nacht führte er damit wieder einen Begriff im Deutschland der „Wende“ ein, den er als Mitunterzeichner des „Oberhausener Manifests“ so vehement abgelehnt hatte, den „Heimatfilm“.

Eine Wunderkammer XXL – Das Jazzfest 2013 in Berlin im Leben angekommen

04.11.13 (Martin Hufner) -
Bert Nogliks Programm in seinem zweiten Jahr als künstlerischer Leiter des Jazzfests Berlin ist besser gewesen, als er es selbst vermuten konnte. Die PR nötigt ihm zwar noch die Herausstellung von Akzenten ab, damit man so eine Veranstaltung auch würdig verkaufen kann, aber im Prinzip ist das nur Augenwischerei. Es gab angeblich einen Afrika-Akzent, es gab angeblich einen Große-Formationen-Akzent: Es gab also angeblich, was es sowieso gibt. Nur hatte man ein Bapperl drauf gemacht. Nein, es gab vor allem Abwechslung und untergründig viele Beziehungen zwischen den Auftritten. Entweder hat Noglik einfach nur ein gutes Händchen oder er kann es einfach. Nehmen wir letzteres an.
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