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Alle Artikel kategorisiert unter »Michiel Dijkema«

5 vor 12 im Urwald: „Turandot“ extrem wild in Magdeburg

15.02.20 (Roland H. Dippel) -
Unter anderen Umständen hätte man die Entscheidung für den ganz kurzen Alfano-Schluss in der „Turandot“-Produktion am Opernhaus Magdeburg als künstlerische Faulheit kategorisieren müssen. Aber durch das perfekte Zusammenspiel der Generalmusikdirektorin Anna Skryleva und des diesmal bemerkenswert umsichtig arbeitenden Regisseurs Michiel Dijkema gelingt eine plausible und höchst unterhaltsame Puccini-Zertrümmerung. Jubelorkane für das 1926 als Fragment an der Mailänder Scala uraufgeführte Musikdrama und ausverkaufte Vorstellungen.

Gewuselt und gewimmelt – Ein neuer „Fliegender Holländer“ an der Oper Leipzig

02.04.19 (Joachim Lange) -
Es wirkt wie ein Masterplan: Der Leipziger Opernchef Ulf Schirmer wird zum Finale seiner Intendanten-Jahre 2022 dem Haus ein komplettes Wagner-Paket hinterlassen. Im XXL Format und mit Festspielschleifchen drum. Das ist Stadttheater mit weltweitem Vermarktungseifer. Und selbst ein wenig so größenwahnsinnig wie der „schnupfende Gnom aus Sachsen mit dem Bombentalent und dem schäbigen Charakter“ wie Thomas Mann den Leipziger Richard Wagner so hassliebevoll beschrieb. Also nicht nur den Bayreuther Zehner-Kanon vom „Fliegenden Holländer“ bis zum „Parsifal“. Auch die Frühwerke. Zum Wagnerissimo-Rekord fehlen jetzt, nach dem Holländer-Landgang, noch die geplanten Neuinszenierungen von „Lohengrin“, „Tristan und Isolde“ und der „Meistersinger“ bis 2021. Joachim Lange war an Bord.

Der Mond ist aufgegangen …: Antonín Dvořáks „Rusalka“ als Märchenoper an der Oper Leipzig

05.12.17 (Joachim Lange) -
So viel Mond gibt es selten auf der Opernbühne! Aber wenn er schon so inniglich von Rusalka angesungen wird, dann darf er auch groß und funkelnd dicht überm Horizont vorüberziehen und leuchten. Kann sein, dass es Charon persönlich ist, der ihn da auf seinem Kahn befördert. Ein Pluto-Mond ist sogar nach dem mythischen Fährmann benannt. Ein bisserl merkwürdig fremd sieht der Mond schon aus mit seinen Lichtpixeln. Aber egal, denn wir sind sowieso im Es-war-einmal-Land. Da kann alles Mögliche passieren, ohne dass es einen Faktencheck überstehen muss.

Im Zeichen der Schwerter: Dresden bringt Mozarts „Entführung“ ohne Tiefgang und Schärfe

18.04.17 (Michael Ernst) -
Just am Vorabend der erdoganistischen Selbstermächtigung brachte Dresdens Semperoper eine Neuinszenierung der „türkischsten“ aller Mozart-Opern heraus. Das kann nur ein Zufall gewesen sein. Mozart und sein Librettist wären dafür heute wohl trotzdem in Ketten gelegt worden.

Verwechslungskomödie im Zeitalter der Smartphones – Offenbachs „Pariser Leben“ an der Volksoper Wien

22.02.15 (Frieder Reininghaus) -
Frieder Reininghaus stattete der Volksoper Wien einen Besuch ab und sah nur Bahnhof in Yves-Klein-Blau. „Das Offenbachsche Ideal, durch Gelächter der Vielen menschliche Unzulänglichkeiten der hochgestellten Einzelnen zumindest einzudämmen, ist von einer Wirklichkeit desavouiert worden, von der die Theatermacher in Wien keine Notiz nehmen.“

Apokalypse Faust – effektvoll, ergreifend in Leipzig

12.10.14 (Michael Ernst) -
Nicht „Faust“ oder gar „Margarethe“ – „Mephisto“ müsste sie heißen! Jedenfalls, wenn die Gounod-Oper so diabolisch daherkommt wie jetzt in Leipzig. Zur bevorstehenden 1000-Jahr-Feier widmet man sich dort einem zentralen Thema der Stadtgeschichte.
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