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Alle Artikel kategorisiert unter »Oper Zürich«

Unübersehbar #39 – nmz-Streaming-Empfehlungen vom 12.2. bis zum 18.2.2021

11.02.21 (Dirk Wieschollek) -
Bevor die wertvolle Freizeit komplett von Friseurbesuchen absorbiert wird, hier die allfälligen, auch durch die Haarmähne noch unübersehbaren Wochenempfehlungen: Oper, Kinderoper, Ballett, Klaviermusik und Jazz ist diesmal angerichtet, und auch der Musikfachhandel spitzt schon mal aus dem Lockdown hervor. Was darf’s denn sein? [jmk]

Unübersehbar #20 – nmz-Streaming-Empfehlungen vom 25.9. bis zum 1.10.2020

28.09.20 (Dirk Wieschollek) -
Von Zürich bis zur Reeperbahn ist es nur ein Mausklick in der 20. Ausgabe unserer Streaming-Tipps: Erleben Sie kuratierte Diversität, einen isolierten Herrscher, unerhörte Musik, eine ostalgische Melodienfolge und die Schwarm-Intelligenz des Pop-Diskurses. Was für eine „Karambolage“… [jmk]

Michael Fichtenholz neuer Operndirektor in Zürich

17.07.17 (dpa) -
Zürich - Der bisherige Operndirektor am Badischen Staatstheater Karlsruhe, Michael Fichtenholz, wechselt im kommenden Jahr nach Zürich. Ab der Spielzeit 2018/19 wird der 1978 in Moskau geborene Fichtenholz die Operndirektion am Opernhaus Zürich leiten, wie das Haus am Freitag mitteilte. Außerdem ist der studierte Musikwissenschaftler bislang künstlerischer Leiter der Internationalen Händel-Festspiele Karlsruhe.

Gefahren der Polygamie am ungesicherten Brunnenrand – Die Oper Zürich zeigt Christian Josts „Rote Laterne“

10.03.15 (Frieder Reininghaus) -
„Wifes and Concubines“ ist in hohem Maß Anamnese einer spätfeudalen chinesischen Familie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der Roman machte den 1963 geborenen Autor Su Tong (Tong Zhonggui) berühmt. Der Regisseur Zhang Yimou nutzte das Buch und dessen Bestsellerqualitäten 1991 für den Film „Rote Laterne“. Er wurde mehrfach preisgekrönt und rückte zu den Kino-„Klassikern“ auf. Es scheint nicht unproblematisch, einen medial bereits derart gut verankerten Stoff auch noch für neues Musiktheater nutzen zu wollen – und das auch noch mit massiver Unterstützung der Ringier AG. Diese ehrenwerte Gesellschaft betreibt mit dem „Blick“ eine rechtslastige ausländer- und intellektuellenfeindliche Zeitung, ist also maßgeblich für deftige Unterhaltung der billigen Ränge zuständig.

Cecilia Bartoli triumphiert als Zauberin «Alcina» in Zürich

27.01.14 (dpa) -
Zürich - Riesenapplaus für die italienische Star-Mezzosopranistin Cecilia Bartoli im Züricher Opernhaus: In der Premiere von Georg Friedrich Händels Zauberoper «Alcina» wurde Bartoli am Sonntagabend in der Rolle der Titelheldin vom Publikum gefeiert. Die Opernsängerin mit dem sprudelnden Temperament steht seit langem an der Spitze des Klassikmarkts. Kaum eine ihrer Kolleginnen versteht es so gekonnt wie sie, mit immer neuen Ideen Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Mehr oder minder poetisch gequält: Bernd Alois Zimmermanns „Soldaten“ am Züricher Opernhaus

23.09.13 (Frieder Reininghaus) -
Wie York Höllers Hauptwerk „Der Meister und Margarita“, das vor einer Woche die Opernsaison in Hamburg eröffnete, könnte die einzige Oper von Höllers Lehrer Bernd Alois Zimmermann nun definitiv ins Repertoire einziehen. Größere Häuser scheinen „Die Soldaten“, die 1965 im Vorfeld der Kölner Uraufführung unter Leitung von Michael Gielen für unspielbar gehalten wurde, nun durchaus und bravourös zu bewältigen – im vergangenen Jahr stellten dies die Salzburger Festspiele mit den Wiener Philharmonikern und Ingo Metzmacher unter Beweis, nun die in moderne Kampfanzüge gesteckten Züricher Philharmoniker unter dem in Offizierskluft befehlsgebenden Marc Albrecht. Für die Inszenierung hatte der Intendant Andreas Homoki den für seinen Hang zum Martialischen bekannten Calixto Bieito verpflichtet.

Verschobene Wirklichkeitsebenen – Verdis „Rigoletto“ mit Fabio Luisi und Tatjana Gürbaca in Zürich

05.02.13 (Frieder Reininghaus) -
Vor sechs Jahren inszenierte die aus Berlin stammende Tatjana Gürbaca in Graz eine der meiststrapazierten Opern – „Rigoletto“ von Francesco Maria Piave und Giuseppe Verdi (uraufgeführt 1851 im Teatro La Fenice in Venedig). Der jungen Regisseurin gelang nach ziemlich übereinstimmender Auffassung der Rezensenten eine von frischem Mut und Elan geprägte „Neudeutung“:

Ein Abverkauf in gebrochener musikalischer Schönheit: „Sale“ – ein Händel-Pasticcio von Laurence Cummings und Christoph Marthaler in Zürich

05.11.12 (Frieder Reininghaus) -
Christoph Marthaler, Regisseur aus Zürich, wurde als Musiker mit Schwerpunkt Alte Musik ausgebildet und hat von jeher ein emphatisches Verhältnis zur Musik und zum Musiktheater des 17. und 18. Jahrhunderts. Nun hat er sich mit Laurence Cummings verbunden, dem (neuen) musikalischen Leiter der Göttinger Händel-Festspiele. Der ist ein ausgewiesener Kenner und britisch-geschäftstüchtiger Animator der historisch definierten Musizierpraxis.

Saramagos Prognose, graue Wände, bunte Klänge: „Die Stadt der Blinden“ als Debüt-Oper von Anno Schreier in Zürich

14.11.11 (Frieder Reininghaus) -
Der Irchel-Park wärmt sich in der Herbst-Sonne. „Geduld, bald brennts“ hat jemand mit breitem Filzstift auf einen Papierkorb gesudelt. Hundert Meter entfernt davon werden mehrere Fahrzeuge des Militärischen Sicherheitsdienstes und dem des Kantons Zürich in Stellung gebracht. Doch die grauen Herren sind nicht wegen der Bekundung der Gedulds-Dialektik vorgefahren, sondern widmen sich dem Bunker, dem der Park als Kopfdecke dient.

Tanz um den goldenen Hasen mit roten Hoden: Arnold Schönbergs „Moses und Aron“ am Züricher Opernhaus

17.05.11 (Frieder Reininghaus) -
Man sollte durchaus im Auge behalten, daß Arnold Schönbergs „Moses und Aron“ zu den Projekten gehört, die unvollendet blieben, weil ihre Urheber aus Deutschland fliehen mußten. Auch in den knapp zwei Jahrzehnten, die Schönberg im amerikanischen Exil lebte, wurde der dritte Akt nicht ausgearbeitet. Erst posthum gelangte der Torso zu Uraufführung – 1957 in Zürich. Seither hat es nicht an Versuchen gefehlt, das um die Identitätsfindung der monotheistischen Religion und ihr Bilderverbot kreisende Musiktheater radikal zu zeigen – vornan zu nennen sind so unterschiedliche Deutungen wie die von Herbert Wernicke in Frankfurt oder die von George Tabori und Gottfried Pilz in Leipzig. Nun haben Christoph von Dohnányi und Achim Freyer das Werk am Ort der Uraufführung neu aufbereitet.
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