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Alle Artikel kategorisiert unter »Peter Konwitschny«

Der Drache ist tot, es lebe der Drache – „Lanzelot“ von Paul Dessau und Heiner Müller in Weimar überwältigt

24.11.19 (Joachim Lange) -
Es hat Vorteile, dass man die Bühnenmaße der neue Oper Erfurt so gewählt hat, dass sie mit denen des Deutschen Nationaltheaters in Weimar kompatibel sind. Gegen die Allergie der Bürgerschaften, was diverse Fusionsabsichten betrifft, hat das zwar nichts genützt. Aber sinnvoll und technisch problemlos bei Großprojekten kooperieren kann man dadurch allemal. Das war bei den „Meistersingern“, vor drei Jahren so. Und es ist so bei der jüngsten Neuproduktion von Paul Dessaus Oper „Lanzelot“ nach einem Libretto von Heiner Müller, die jetzt in Weimar Premiere hatte. (In Erfurt dann ab 16. Mai 2020).

Die Bösen sind immer die Anderen – Konwitschny inszeniert Meyerbeers „Les Huguenots“ an der Semperoper Dresden

02.07.19 (Joachim Lange) -
Giacomo Meyerbeers „Les Huguenots“ beeindruckt in der Inszenierung von Peter Konwitschny außerordentlich, meint unser Kritiker Joachim Lange. „Die Hugenotten verbinden in gewisser Weise wagnerschen Größenwahn mit italienischem Belcanto- und Emotions-Furor. Die Musik ist aber dennoch mit französischer Leichtigkeit aufgeschäumt und behandelt obendrein den großen historischen Gegenstand mit Sprengkraft. All das hört man bei Stefan Soltész und der Staatskapelle.“

Offenbachiade eines Bad Boys: Peter Konwitschny inszeniert „Julius Caesar“ in Halle

02.06.19 (Roland H. Dippel) -
„Progressives Erbe“ pur! In der ehemaligen DDR bezeichnete man mit diesem Begriff Kunstwerke, welche die Durchschnittsproduktion ihrer Entstehungszeit überragten und gesellschaftliche Positionen so reflektierten, das sie in die Ideologie des eigenen (damals sozialistischen) Systems passten. Der neue „Julius Cäsar in Ägypten“ bei den Händel-Festspielen Halle ist auch „progressives Erbe“: Zum einen bringt es das fast einmütig umjubelte „Ritorna vincitor“ („Als Sieger kehre heim!“ – Aida) des früheren, auch an der Stätte seiner ersten Triumphe umstrittenen Oberspielleiters Peter Konwitschny. Zum anderen zeigt die frisch mit dem Theaterpreis des Bundes ausgezeichnete Oper Halle, wie man die Händel-Gemeinde zu begeistern vermag. Von Festspielschablone also keine Spur.. Ein Bericht von Roland H. Dippel.

Theater statt Opium! Giuseppe Verdis „Nabucco“ an Dresdens Semperoper

27.05.19 (Michael Ernst) -
Theater bildet die Welt ab. Und macht sie so zu einem besseren Ort? Im Idealfall vielleicht. Der sollte allerdings immer wieder als Ziel genommen werden, um für eine bessere Welt einzutreten. Exakt diesen Anspruch eines politischen Theaters will Intendant Peter Theiler auch an der Semperoper in Dresden umsetzen. Michael Ernst überprüft!

nmz news update_190520: Peter Konwitschny im Gespräch | Musikschulkongress | HörBar | News | Kunstfreiheit in Bedrängnis

20.05.19 (Martin Hufner) -
Kunst- und Meinungsfreiheit sind leider immer in Gefahr: Aktuell kommen die Angriffe immer häufiger und massiver von „Rechts“, längst sind dabei auch staatliche Institutionen betroffen. Die Freiheit der Kunst muss immer wieder verteidigt werden. Auch innerhalb des Kunstbetriebes selbst. Der Soziologe Hartmut Rosa sagte auf dem Musikschulkongress in Berlin sogar: „Die Gesellschaft wäre wahrscheinlich längst kollabiert, wenn wir nicht Musik hören und machen würden“.

Es geht um den Funken des Lebens in uns allen… – Peter Konwitschny im Gespräch

19.05.19 (Joachim Lange) -
Peter Konwitschny gehört schon lange zu den Großen der Branche. Gegenwärtig inszeniert er an der Oper in Halle Händels „Julius Cäsar“ – den Hauptbeitrag der Oper zu den Händelfestspielen. Kurz nach der Premiere in Halle wird er an Dresdner Semperoper Meyerbeers „Hugenotten“ herausbringen. In Halle war Konwitschny von 1986 bis 1990 Hausregisseur am damaligen Landestheater und schon dort mit seinen Händel-Inszenierungen erfolgreich, bevor er mit seiner Karriere durchstartete und zu einem der gefragtesten deutschen Regisseure wurde. Allein, dass Konwitschny der Einladung in die Händelstadt gefolgt ist, wird in Halle als Erfolg von Intendant Florian Lutz in den heftigen Auseinandersetzungen um die Zukunft der TOOH Halle gewertet. Am Rande einer „Julius Cäsar-Probe“ sprach Joachim Lange mit Peter Konwitschny.

Dann schrei‘n wir eben dort! – Modest Mussorgskys „Boris Godunow“ am Theater Lübeck

06.02.19 (Arndt Voß) -
Ein kleines Opernhaus wie das in Lübeck kann manches nicht allein stemmen. Kooperation, nichts Ehrenrühriges, ist angesagt, will es seinem Publikum das Außergewöhnliche bieten, wie es zum Beispiel Modest Mussorgskys „Boris Godunow“ ist, das stimmgewaltige und szenisch aufwändige Epos aus dem alten Russland und die Genietat eines Autodidakten. Diesmal halfen das Staatstheater Nürnberg und die GöteborgsOperan, um auch in Lübeck (Premiere: 25. Januar 2019) nach Jahrzehnten einmal wieder der Frage nachzugehen, hat Boris nun oder hat er nicht den Zarewitsch gemordet.

Starke Frau als Anti-Kriegerin – „Der tapfere Soldat“ von Oscar Straus im Münchner Gärtnerplatztheater

17.06.18 (Wolf-Dieter Peter) -
„Einen Krieg verliert man immer“ hat Leo Tolstoi so kurz wie prägnant wie entlarvend in jener Epoche festgestellt, in der George Bernard Shaw (1895) und Oscar Straus (1908) sich mit dem Thema „Helden“ auf dem Theater befasst haben. Wenn Peter Konwitschny in unseren kriegerischen Tagen die Operettenfassung interpretiert, war Besonderes zu erwarten.

Im Schlagzeuggewitter: Bernd Alois Zimmermanns „Die Soldaten“ am Staatstheater Nürnberg

18.03.18 (Juan Martin Koch) -
Pünktlich zum 100. Geburtstag Bernd Alois Zimmermanns hat das Staatstheater Nürnberg sein Hauptwerk, die Oper „Die Soldaten“, herausgebracht. Peter Konwitschny wählte einen zunächst reduziert-aktualisierenden Zugriff, hatte für den vierten Akt dann aber eine eigenwillige Lösungsidee. Juan Martin Koch war mittendrin:

Medea als schrilles Küchendrama – Cherubinis „Medea“ an der Oper Stuttgart

04.12.17 (Wolf-Dieter Peter) -
Sie hat ihre Heimat bestohlen und verraten; sie hat den Bruder zerstückelt; sie hat mit dem geliebten Mann zwei uneheliche Kinder; sie wird verlassen und gedemütigt; sie lässt die neue Nebenbuhlerin in Flammen aufgehen; sie ermordet ihre eigenen Kinder… diese Megäre namens Medea gibt es von Luigi Cherubini vertont mit französischen Dialogen sowie mit nachkomponierten Rezitativen auf Italienisch und Deutsch. In Stuttgart wurde ein neuer Zugang zu diesem antiken Tragödienhorror gesucht.
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