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Alle Artikel kategorisiert unter »Salzburger Festspiele«

Tonereignisse im Raum

09.09.15 (Wolfgang Schreiber) -
Wolfgang Rihm, Peter Konwitschny und Ingo Metzmacher – sie stemmen die Eingangspremiere in Salzburgs großräumiger Felsenreitschule und besorgen damit den spektakulären Start eines eher schwachen Festspieljahrgangs. Mit starkem Festspielmotto: Herrschen und Dienen, Macht und Ohnmacht, Unterdrückung und Aufbegehren. Das sitzt allen Opern wie angegossen, nur Konwitschnys Inszenierung von Rihms „Eroberung von Mexiko“ wendet die Dynamik dieses Leitspruchs ganz und gar ins Grelle.

Salzburger Festspielpopulismus – Eine Bilanz

28.08.15 (dpa) -
Ausgerechnet das als Weltnovität angekündigte Herzstück der diesjährigen Salzburger Festspiele war ein Megaflop. Die meisten Kritiker ließen kein gutes Haar an der neuen „Salzburger Dreigroschenoper“, die in der Felsenreitschule als „einmalige Experimentalfassung“ zu sehen war. Der britische Komponist und Arrangeur Martin Lowe hatte dafür die berühmten Weill-Songs neu orchestriert. „Haifisch ohne Zähne“ lautete die mildeste der Überschriften in den Feuilletons.

In den zweiten Weltkrieg und in Innenräume verlegt – Bellinis „Norma“ bei den Salzburger Festspielen

07.08.15 (Peter P. Pachl) -
„Norma“, die erfolgreiche Produktion der von Cecilia Bartoli geleiteten Salzburger Pfingstfestspiele des Jahres 2013 wurde neu einstudiert ins diesjährige sommerliche Festspielprogramm übernommen: ein Triumph für den ungewöhnlichen Klang von Vincenzo Bellini zweiaktiger Tragedia lirica in der von Giovanni Antonini dirigierten quellenkritischen Neuedition und insbesondere für die mit Standing Ovations und Trampeln gefeierte Diva in der Titelpartie.

Gehobenes Mittelmaß - Bechtolf komplettiert seinen Mozart-Zyklus

29.07.15 (dpa, Georg Etscheit) -
Salzburg - Nach zwei Regietheater-Exzessen gab es mit Sven-Eric Bechtolfs «Nozze» bei den Salzburger Festspielen einen Erholungstag. Doch der detailverliebte Realismus seiner Inszenierung der Mozart-Oper konnte auch etwas ermüden.

Prosit der Gemütlichkeit –Eröffnung der Salzburger Festspiele mit Rüdiger Safranski und Wolfgang Rihms „Eroberung von Mexico“

27.07.15 (Frieder Reininghaus) -
Vorsätzlich verzichten die Salzburger Festspiele seit Jahren auf konzeptionelle Ideen und künstlerische Absichtserklärungen. Die Behauptung, es wäre mit den Begriffspaaren „Herrschen und Dienen, Macht und Ohnmacht“ so etwas wie ein Roter Faden bekanntgegeben worden, lässt sich bei Überprüfung des ausgesendeten und in Salzburg ausliegenden Werbematerials nicht bestätigen.

Salzburger Festspiele auf Sparkurs - Bewährtes statt Neuem

06.11.14 (dpa) -
Salzburg - Die Salzburger Festspiele müssen sparen. Im nächsten Jahr soll es nur noch drei Opern-Neuinszenierungen, dafür insgesamt vier Wiederaufnahmen und Übernahmen sowie drei konzertante Opern geben. «Wir kehren damit zu der Praxis zurück, Sachen wieder zu bringen, die sich künstlerisch bewährt haben», sagte Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler am Donnerstag bei der Vorstellung des Programms der Saison 2015 in Salzburg.

Salzburger Festspiel-Präsidentin kritisiert Kulturbranche

05.11.14 (dpa) -
Salzburg - Die Salzburger Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler beklagt eine mangelnde Gesprächskultur in der Kulturbranche. «Man hört einen Diskussionsbeitrag doch meist nur dann, wenn es darum geht, andere herabzusetzen.» In der Kultur seien andere Anbieter nach ihrer Meinung «keine lästigen Konkurrenten, sondern hochwillkommene Mitstreiter, um die Stellung der Kunst zu behaupten», sagte Rabl-Stadler am Mittwoch der «Zeitschrift der Salzburger Festspielfreunde».

Achtzig Konzerte und eine neue Oper

07.10.14 (Gerhard Rohde) -
Es ist schon ein wenig seltsam mit den Salzburger Festspielen: Alles ist Oper.Alle Erregungen drehen sich um sie. Verdis „Troubadour“ avanciert zum abendländischen Zentralereignis, nur weil Anna Netrebko mitsingt. Nichts gegen die Sängerin, sie agiert und singt furios. Das gehörte schon immer zur Oper. Ein bisschen dürftig erscheint es gleichwohl schon.

Schwarzweißer Bilderbogen – Franz Schuberts „Fierrabras“ bei den Salzburger Festspielen

20.08.14 (Peter P. Pachl) -
So wohl wünschten sich die konservativen Besucherkreise bei den Bayreuther Festspielen eine „Lohengrin“-Inszenierung: gefällige Arrangements auf einer perspektivische Gassenbühne, kunstfertig umgesetzt aus schwarz-weißen, filigranen Federzeichnungen. Am ehesten in der Dialogarbeit mit dem Solistenensemble ist die Handschrift des Regisseurs Peter Stein wahrzunehmen, gleichwohl wirken auch die Dialoge old fashioned.

Dadaistisches Panoptikum - «Don Juan» bei den Salzburger Festspielen

19.08.14 (dpa) -
Hallein/Salzburg - Mit Don Juan, dem mythischen Frauenverführer und Frauenverächter, haben die Salzburger Festspiele in diesem Jahr kein rechtes Glück. In Sven-Eric Bechtolfs umstrittener Inszenierung von Mozarts «Don Giovanni» war er wenig mehr als ein besserer Schwerenöter. Und am Sonntagabend in Andreas Kriegenburgs Deutung des Horváth-Dramas «Don Juan kommt aus dem Krieg» schlurfte der Titelheld als seines Eros vollends beraubter Seelenkrüppel über die Bühne.
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