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Alle Artikel kategorisiert unter »Salzburger Festspiele«

Bollwerk gegen den Kulturabbau

04.10.13 (Gerhard Rohde) -
Fünfundvierzig Tage Salzburger Festspiele 2013. Soviel Kunst gibt’s gar nicht – hätte Max Liebermann gesagt. Er zielte damit zwar auf die Bilderflut der „Großen Münchner“, aber der Ausspruch darf Allgemeingültigkeit beanspruchen. Also: soviel Festspiel gibt’s gar nicht. Der Intendant der Salzburger Festspiele, Alexander Pereira, hat diese noch um eine gute Woche nach vorn verlängert, indem er dem Programm eine „Ouverture spirituelle“ voranstellte, geistliche Musik aus fremden Kulturen, die mit Werken unserer christlichen Kultur korrespondieren. Musste das sein? Der enorme Publikumszuspruch, den alle Konzerte erfuhren, beantwortet die Frage: Offensichtlich besteht ein großes Bedürfnis nach einer Kunst, die nach Innen führt, die den Menschen existentiell und emotional tiefer zu berühren vermag.

Markus Hinterhäuser übernimmt 2017 die Intendanz der Salzburger Festspiele

25.09.13 (dpa) -
Salzburg/Wien (dpa) - Die Salzburger Festspiele haben mit Markus Hinterhäuser ab 2017 einen neuen Intendanten. Der österreichische Kulturmanager wird das renommierte Festival für fünf Jahre leiten, wie das Kuratorium der Festspiele bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in Salzburg offiziell bestätigte. Die Entscheidung für den 54-jährigen Musiker und ehemaligen Salzburger Konzertchef war einstimmig. Er hat sich gegen 14 weitere Kandidaten durchgesetzt. Es sei eine «große und wichtige Aufgabe», sagte Hinterhäuser in einer ersten Reaktion.

Streit mit Salzburger Festspiel-Intendant: Elisabeth Kulman legt nach

22.08.13 (dpa) -
Wien/Salzburg (dpa) - Im Kampf um bessere Bedingungen für Künstler hat sich die Sängerin Elisabeth Kulman mit dem Intendanten der Salzburger Festspiele, Alexander Pereira, angelegt - und droht ihm jetzt mit Klage. Die Mezzosopranistin engagiert sich mit ihrer Initiative «Art but Fair» unter anderem für Mindestgagen und Mindeststandards bei Kulturproduktionen. Dabei wird sie von immer mehr Kollegen unterstützt.

Musikalisch ein Traum, szenisch eine derbe Enttäuschung: Antonio Pappano und Peter Stein präsentieren Verdis „Don Carlos“ bei den Salzburger Festspielen

14.08.13 (Frieder Reininghaus) -
„Don Carlos“ ist ein emphatisches, schreckliches, tragisches, trauriges, komplexes und jedenfalls langes Werk. Als es am 11. März 1867 an der Opéra zur Uraufführung gelangte, hatte Verdi bereits mehrere Passagen der ursprünglichen Partitur herausgekürzt oder umgearbeitet, damit die Premierenbesucher aus dem Pariser Umland die letzten Züge noch erreichen konnten. Auch in den folgenden Jahren entstanden von der Hand oder unter den Augen des Meisters mehrere weitere, v.a. italienische Versionen – in der Regel mit der Intention, das für mediterrane Verhältnisse allzu ausufernd erscheinende Werk zu straffen.

Mit ungewöhnlichen musikalischen Varianten: Umjubelte „Rienzi“-Premiere unter Philippe Jordan bei den Salzburger Festspielen

12.08.13 (Peter P. Pachl) -
Einen Monat nach der wenig gelungenen Bayreuther Erstaufführung des „Rienzi“, steht Wagners fünfaktige große tragische Oper auch in der Salzburger Felsenreitschule erstmals auf dem Programm – zwar nicht szenisch, aber musikalisch durchaus rundum besser gelungen als in der Bayreuther Oberfrankenhalle. In Salzburg wird Wagners Jugendoper von Jugendlichen realisiert, vom trefflich disponierten Gustav Mahler Jugendorchester, dem gleichermaßen faszinierenden Chorklang der Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor sowie von einer teilweise bereits bayreutherfahrenen Solistenmannschaft. Der von Dirigent Philippe Jordan entfachte Funke springt dabei vielfach potenziert über. Bei der Erstellung der höchst originellen, variantenreichen Strichfassung fehlte allerdings merklich ein Dramaturg.

Biedermeier-Orgien: Braunfels und Wagner bei den Salzburger Festspielen

03.08.13 (Frieder Reininghaus) -
Darüber, dass Alexander Pereira und Ingo Metzmacher zum Auftakt der Salzburger Festspiele Harrison Birtwistles Fantasy-Oper „Gawain“ reaktivierten, zeigte sich – anders als ein für Kindchenschemen des Musiktheaters empfängliches Publikum – das Gros der fachkundigen Rezensenten nicht sonderlich erbaut. Auch die anschließende Übertragung von Giuseppe Verdis „Falstaff“ ins Altersheim – eine nur bedingt tragfähig szenische Konzeption – stieß nicht auf ungeteilte Begeisterung. So richteten sich anschließend größere Erwartungen auf einen weiteren Doppelschlag.

Die verrutschte Würde des alten Schwerenöters: Giuseppe Verdis „Falstaff“ bei den Salzburger Festspielen

30.07.13 (Frieder Reininghaus) -
Nachdem die Salzburger Festspiele heuer ihr Opernprogramm mit Harrison Birtwistles Fantasy-Oper „Gawain“ starteten, hielt auch die zweite Premiere einen britischen Aspekt bereit: „Falstaff“, das Alterswerk von Giuseppe Verdi mit dem Libretto des noch recht jugendfrischen Arrigo Boito, rekurrierte auf William Shakespeares Komödie „The Merry Wives of Windsor“ sowie Auszügen aus dem Königsdrama „King Henry IV“.

Schmuddelige Luxus-Fantasy: Eröffnung der Salzburger Festspiele mit Harrison Birtwistles „Gawain“

27.07.13 (Frieder Reininghaus) -
Zeitgleich mit der ersten Neuproduktion der Bayreuther Festspiele, der „Rheingold“-Inszenierung von Frank Castorf, wurde zum „eigentlichen Auftakt“ der Salzburger Festspiele – eine Reihe von Konzerten ging als „Ouverture spirituelle“ voran – die Oper „Gawain“ von Harrison Birtwistle reaktiviert. Birtwistle, der 1988 zum Ritter geschlagen wurde und vielleicht daher und aus Dankbarkeit eine Geschichte von den alten Rittersleut‘ in Musik setzte, schuf ein „dunkles“ musikalisches Märchen, das der Librettist David Harsent und Birtwistle aus einer Episode der Sagen um König Arthur abgeleitet hatten.

Salzburger Festspiele trennen sich vorzeitig von Pereira

12.06.13 (dpa) -
Wien/Salzburg - Der Vertrag zwischen den Salzburger Festspielen und ihrem Intendanten Alexander Pereira (65) wird Ende September 2014 vorzeitig aufgelöst. Das teilte das Kuratorium des Festivals Dienstagabend nach einer Sondersitzung in einer Pressekonferenz mit. Pereira wird ab 2015 die Mailänder Scala leiten, wie vergangene Woche bekanntgeworden war. Sein Vertrag in der Mozartstadt wäre ursprünglich noch bis 2016 gelaufen. Die Trennung soll einvernehmlich erfolgt sein.

«Bigamie kommt nicht infrage»: Salzburg sucht Pereira-Nachfolge

06.06.13 (dpa) -
Wien - Es war ein kurzes Gastspiel und das Publikum nicht so begeistert, wie es sich der Star gewünscht hätte. Deshalb hat sich Intendant Alexander Pereira (65) bei den Salzburger Festspielen kurzerhand selbst vom Programm genommen: Ab 2015 leitet er die Mailänder Scala, obwohl sein Vertrag an der Salzach bis 2016 läuft.
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