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Alle Artikel kategorisiert unter »Salzburger Festspiele«

Mit ungewöhnlichen musikalischen Varianten: Umjubelte „Rienzi“-Premiere unter Philippe Jordan bei den Salzburger Festspielen

12.08.13 (Peter P. Pachl) -
Einen Monat nach der wenig gelungenen Bayreuther Erstaufführung des „Rienzi“, steht Wagners fünfaktige große tragische Oper auch in der Salzburger Felsenreitschule erstmals auf dem Programm – zwar nicht szenisch, aber musikalisch durchaus rundum besser gelungen als in der Bayreuther Oberfrankenhalle. In Salzburg wird Wagners Jugendoper von Jugendlichen realisiert, vom trefflich disponierten Gustav Mahler Jugendorchester, dem gleichermaßen faszinierenden Chorklang der Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor sowie von einer teilweise bereits bayreutherfahrenen Solistenmannschaft. Der von Dirigent Philippe Jordan entfachte Funke springt dabei vielfach potenziert über. Bei der Erstellung der höchst originellen, variantenreichen Strichfassung fehlte allerdings merklich ein Dramaturg.

Biedermeier-Orgien: Braunfels und Wagner bei den Salzburger Festspielen

03.08.13 (Frieder Reininghaus) -
Darüber, dass Alexander Pereira und Ingo Metzmacher zum Auftakt der Salzburger Festspiele Harrison Birtwistles Fantasy-Oper „Gawain“ reaktivierten, zeigte sich – anders als ein für Kindchenschemen des Musiktheaters empfängliches Publikum – das Gros der fachkundigen Rezensenten nicht sonderlich erbaut. Auch die anschließende Übertragung von Giuseppe Verdis „Falstaff“ ins Altersheim – eine nur bedingt tragfähig szenische Konzeption – stieß nicht auf ungeteilte Begeisterung. So richteten sich anschließend größere Erwartungen auf einen weiteren Doppelschlag.

Die verrutschte Würde des alten Schwerenöters: Giuseppe Verdis „Falstaff“ bei den Salzburger Festspielen

30.07.13 (Frieder Reininghaus) -
Nachdem die Salzburger Festspiele heuer ihr Opernprogramm mit Harrison Birtwistles Fantasy-Oper „Gawain“ starteten, hielt auch die zweite Premiere einen britischen Aspekt bereit: „Falstaff“, das Alterswerk von Giuseppe Verdi mit dem Libretto des noch recht jugendfrischen Arrigo Boito, rekurrierte auf William Shakespeares Komödie „The Merry Wives of Windsor“ sowie Auszügen aus dem Königsdrama „King Henry IV“.

Schmuddelige Luxus-Fantasy: Eröffnung der Salzburger Festspiele mit Harrison Birtwistles „Gawain“

27.07.13 (Frieder Reininghaus) -
Zeitgleich mit der ersten Neuproduktion der Bayreuther Festspiele, der „Rheingold“-Inszenierung von Frank Castorf, wurde zum „eigentlichen Auftakt“ der Salzburger Festspiele – eine Reihe von Konzerten ging als „Ouverture spirituelle“ voran – die Oper „Gawain“ von Harrison Birtwistle reaktiviert. Birtwistle, der 1988 zum Ritter geschlagen wurde und vielleicht daher und aus Dankbarkeit eine Geschichte von den alten Rittersleut‘ in Musik setzte, schuf ein „dunkles“ musikalisches Märchen, das der Librettist David Harsent und Birtwistle aus einer Episode der Sagen um König Arthur abgeleitet hatten.

Salzburger Festspiele trennen sich vorzeitig von Pereira

12.06.13 (dpa) -
Wien/Salzburg - Der Vertrag zwischen den Salzburger Festspielen und ihrem Intendanten Alexander Pereira (65) wird Ende September 2014 vorzeitig aufgelöst. Das teilte das Kuratorium des Festivals Dienstagabend nach einer Sondersitzung in einer Pressekonferenz mit. Pereira wird ab 2015 die Mailänder Scala leiten, wie vergangene Woche bekanntgeworden war. Sein Vertrag in der Mozartstadt wäre ursprünglich noch bis 2016 gelaufen. Die Trennung soll einvernehmlich erfolgt sein.

«Bigamie kommt nicht infrage»: Salzburg sucht Pereira-Nachfolge

06.06.13 (dpa) -
Wien - Es war ein kurzes Gastspiel und das Publikum nicht so begeistert, wie es sich der Star gewünscht hätte. Deshalb hat sich Intendant Alexander Pereira (65) bei den Salzburger Festspielen kurzerhand selbst vom Programm genommen: Ab 2015 leitet er die Mailänder Scala, obwohl sein Vertrag an der Salzach bis 2016 läuft.

Von Salzburg nach Mailand: Pereira wird nächster Intendant der Scala

04.06.13 (dpa) -
Mailand - Der Chef der Salzburger Festspiele, Alexander Pereira (65), wird nächster Intendant der Mailänder Scala. Das habe der Aufsichtsrat des Mailänder Hauses am Dienstag einstimmig entschieden, bestätigte ein Sprecher der Oper. Er werde seine neue Aufgabe 2015 antreten. Pereira löst dann den Franzosen Stéphane Lissner an der Spitze des führenden italienischen Opernhauses ab.

Stars, Priester und ein kompletter Mahler: Die Salzburger Festspiele präsentieren das Programm für 2013

07.11.12 (Antje Rößler) -
Morgens halb elf in der Salzburger Felsenreitschule; nachmittags in Berlin – das Leitungs-Team der Salzburger Festspiele jettet derzeit durch 20 Städte weltweit, um das Programm des kommenden Sommers vorzustellen. Vom 19. Juli bis 1. September 2013 ist Salzburg wieder Festival-Heimstatt.

Warum mäkeln so viele am Herrn Pereira herum?

02.10.12 (Gerhard Rohde) -
Intendant der Salzburger Festspiele sein: Das ist kein gemütlicher Posten. Kunstspeise für sechs lange Wochen bereitstellen, eine Viertelmillion Tickets unter die Leute bringen, siebzig Prozent eines Sechzig-Millionen-Etats selbst erwirtschaften, alte Sponsoren umschmeicheln, neue gewinnen, gegen einen Aufsichtsrat – das Festspielkuratorium – streiten, dem alles als viel zu viel erscheint, schließlich noch hässliche Kritiken lesen. Ist das ein Traumjob?

Die Soldaten retten ein Festspiel – bei eigenen Verlusten

31.08.12 (Peter P. Pachl) -
Schon vor seinem Amtsantritt überhaupt schlugen dem neuen Salzburger Festspielintendanten Alexander Pereira Kritik und Häme entgegen, in Deutschland vor allem, wo man von der Kunst gern straffe Konzepte und gesellschaftliche Relevanz erwartet. Ideologischer Überbau ist allerdings das Letzte, was Zürichs langjährigen Erfolgsintendanten interessiert. Er hat’s gern bunt. „Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen“, heißt es im „Faust“-Vorspiel. Wer das gesamte Angebot der ersten Pereira-Saison überblickt, muss aber zugeben, dass etliche Schwerpunkte des Programms keinesfalls nur der „Kulinarik“ dienen, sondern ebenso anspruchsvoll sind wie bei den inzwischen der Verklärung überstellten Pereira-Vorgängern. Darüber wird noch nach Ende der Festspiele in der nächsten Ausgabe zu berichten sein. Zum Abschluss der Opern-Serie konnte Pereira mit Bernd Alois Zimmermanns „Die Soldaten“ einen stürmisch gefeierten Erfolg verbuchen, der jedoch wiederum die Kritiker auf den Plan rief: denn der Regisseur hatte vor allem den Schluss von Zimmermanns Oper stark verändert. Darüber berichtet unser Mitarbeiter Peter P. Pachl in seiner folgenden Kritik.
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