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Alle Artikel kategorisiert unter »Taras Konoshchenko«

Brillante Orchesterwucht, unergiebige Brachialregie: Verdis „Don Carlos“ in Nürnberg

30.09.19 (Juan Martin Koch) -
Verdis „Don Carlos“ in der französischen fünfaktigen Fassung: Das Nürnberger Staatstheater hatte sich einiges vorgenommen für seine erste Opernpremiere der Saison. Juan Martin Koch hörte eine von orchestraler Präsenz geprägte Vorstellung und sah auf der Bühne wenig Erhellendes:

Eine sexzessive „Traviata“-Premiere am Theater Lübeck

17.06.19 (Arndt Voß) -
Giuseppe Verdis „La Traviata“ gilt als eine der meist gespielten Opern, ein Merkmal ihrer Beliebtheit. Auch das Theater Lübeck wollte sein Publikum nicht lang darben lassen und offerierte ihm nach nur sieben Spielzeiten erneut die großen musikalischen Momente, das Vorspiel mit dem zauberhaften Beginn und dem schwelgenden Liebesmotiv, das immer zündende Trinklied und all das, was danach noch als Gemütsbalsam folgt. Eines sei noch hervorgehoben, weil es in der neuen Inszenierung gesanglich besonders imponierte, das „Pura siccome un angelo“, das engelhaft Reine, das Vater Giorgio Germont bei seiner Tochter bewahrt haben wollte. Arndt Voß mit Einblicken zur Premiere.

Lübeck sperrt „Don Giovanni“ ins Irrenhaus – Erste Regiearbeit von Martina Veh, umstritten

14.05.19 (Arndt Voß) -
Mozarts „Don Giovanni“ ist ein grandioses Werk, in sich geschlossen und konsequent im dramaturgischen Konzept. Wie herausfordernd dennoch (oder deswegen) jede Inszenierung ist, wird oftmals unterschätzt, wurde es auch bei dem jüngsten Versuch wieder, ihn im Theater Lübeck zu zeigen (10. Mai 2019).

Dann schrei‘n wir eben dort! – Modest Mussorgskys „Boris Godunow“ am Theater Lübeck

06.02.19 (Arndt Voß) -
Ein kleines Opernhaus wie das in Lübeck kann manches nicht allein stemmen. Kooperation, nichts Ehrenrühriges, ist angesagt, will es seinem Publikum das Außergewöhnliche bieten, wie es zum Beispiel Modest Mussorgskys „Boris Godunow“ ist, das stimmgewaltige und szenisch aufwändige Epos aus dem alten Russland und die Genietat eines Autodidakten. Diesmal halfen das Staatstheater Nürnberg und die GöteborgsOperan, um auch in Lübeck (Premiere: 25. Januar 2019) nach Jahrzehnten einmal wieder der Frage nachzugehen, hat Boris nun oder hat er nicht den Zarewitsch gemordet.

Sturz in die Wolfsschlucht – Biganzoli inszeniert Webers „Freischütz“ in Lübeck

16.10.18 (Arndt Voß) -
Carl Maria von Webers hochromantischer „Freischütz“ war in Lübeck angekündigt, inszeniert von Jochen Biganzoli. Er hatte mit Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk“ (2016) und Schrekers „Der ferne Klang“ (2017) großen Erfolg gehabt, beides weithin anerkannte Theaterereignisse. Auch die jüngste Premiere am 12. Oktober 2018 wurde wieder ein Erfolg, aber ein heftig umstrittener.

Der Mensch, ein Spiel des Bösen – Verdis „Otello“ in Lübeck

04.06.18 (Arndt Voß) -
Am Theater Lübeck empfiehlt sich ein sehr gradliniger, zugleich plausibler „Otello“, der wohl gerade deshalb mit großem Beifall aufgenommen wurde, weil er keine unnötigen Versatzstücke benötigte. Redlich besann man sich auf das Gegebene, auf Shakespeares großartige Charakterisierungskunst, auf Boitos Geschick, opernwirksame Szenen zu schaffen, und auf den genialen Verdi, der dafür mitreißende Musik fand. Ungewohnt ist solch ein Herausarbeiten dessen geworden, was im Werk steckt und nicht im Kopf eines Regisseurs.

Psychogramm einer Kuppelschau – „Der Fliegende Holländer“ in Lübeck

13.06.17 (Arndt Voß) -
Um das Spannende vorwegzunehmen, die Frage nach dem, ob Senta springt oder nicht, sei verraten, sie tut es nicht. Wohin auch. Das Theater Lübeck wartet zwar mit Richard Wagners beliebtem Seestück auf, mit dem „Fliegenden Holländer“, der letzten Produktion dieser Spielzeit. Aber von aufbrausendem Meer kann nicht die Rede sein. Und in einer Badewanne kann man nur schwer Erlösung finden.

Sempre sangue, perché? – Tilman Knabes Lübecker „Tosca“, ertränkt in Blut

22.11.16 (Arndt Voß) -
Lautstark und kontrovers war in Lübeck die Reaktion auf Tilman Knabes Umgang mit Giacomo Puccinis „Tosca“. Es war eine Inszenierung, die vor kaum einem Tabu Halt machte. Schonungslos versuchte sie dem Publikum das Gefühl von Sicherheit zu nehmen, es damit zu konfrontieren, dass Krieg und Gewalt, Zerstörung und Hass, menschliche Qual und Perversion vor der Tür stehen.

Sakral-Triumph und Freiluft-Ernüchterung: Wagners „Rheingold“ beim Kulturwald in Aldersbach

15.08.16 (Juan Martin Koch) -
Vom idealen Aufführungsort für seine Opern hatte Richard Wagner sehr genaue Vorstellungen. Das Bayreuther Festspielhaus legt davon eindrucksvoll Zeugnis ab. Hätten die beiden Aldersbacher „Rheingold“-Aufführungen – zunächst in der Klosterkirche, dann auf der Freilichtbühne – ihm hier ganz neue Perspektiven eröffnet, hätte er sie denn erleben können? Im ersten Fall vielleicht, im zweiten wohl eher nicht.

Im Labyrinth der Sünde –Dmitri Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk“ in Lübeck

06.03.16 (Joachim Lange) -
Es gibt nur wenige Opern des zwanzigsten Jahrhunderts, bei denen die Aufführungsgeschichte den Plot und die Musik an Spannung und Potenzial für die Zeitdiagnose so übertrifft, wie es bei Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk“ der Fall ist.
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