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Alle Artikel kategorisiert unter »Tilman Knabe«

Figuren werden zu Schattenrissen – César Francks „Hulda“ am Theater Freiburg

17.02.19 (Georg Rudiger) -
Eine Frau verliert alles. Ihre Mutter wird getötet, ihr Volk massakriert. Man deportiert sie aus der Heimat. Sie wird vergewaltigt und soll zwangsverheiratet werden. Aber sie wehrt sich – und aus der Erniedrigung erwächst ihre Rache. Am Ende gibt es noch mehr Gewalt, bis sie sich schließlich selbst mit einem Sturz von der Klippe das Leben nimmt. „Hulda“ heißt die 1885 vollendete, am 8. März 1894 in Monte Carlo uraufgeführte Oper von César Franck nach dem Drama „Halte-Hulda“ des norwegischen Schriftstellers Björnsterne Björnson.

Sempre sangue, perché? – Tilman Knabes Lübecker „Tosca“, ertränkt in Blut

22.11.16 (Arndt Voß) -
Lautstark und kontrovers war in Lübeck die Reaktion auf Tilman Knabes Umgang mit Giacomo Puccinis „Tosca“. Es war eine Inszenierung, die vor kaum einem Tabu Halt machte. Schonungslos versuchte sie dem Publikum das Gefühl von Sicherheit zu nehmen, es damit zu konfrontieren, dass Krieg und Gewalt, Zerstörung und Hass, menschliche Qual und Perversion vor der Tür stehen.

Catalanis schöne neue Alpenwelt – Die selten gespielte Oper „La Wally“ in Mannheim

28.10.14 (Frieder Reininghaus) -
Er ist kein lammfrommer Chorknabe des Musiktheaters mit weißem Krägelchen und zwischen München und Bremen kein unbeschriebenes Blatt: Tilman Knabe. Der Regisseur, der unter anderem Katholische Theologie studierte, fiel nicht nur an Rhein und Ruhr „aus dem Rahmen“ mit einem sexgeladenen Händel-„Orlando“, einem kindisch-läppischen „Rheingold“ (in dem Alberich als Peepshowkunde onaniert), einer mit nackten Delinquenten geschmückten Puccini-„Turandot“ – Saint-Saëns‘ „Samson et Dalila“ sorgte schon vor einer Kölner Premiere wg. der kriegsüblichen, auf der Bühne aber nicht jedermann plausiblen Massenvergewaltigung und -erschießung für Verwerfungen im Opernhaus und für Anwürfe der ziemlich gleichgeschalteten örtlichen Presse.

Unter Beschuss oder das Don-Giovanni-Komplott – Tilman Knabe macht am Staatstheater Mainz aus Mozarts „Don Giovanni“ einen Politthriller

23.03.14 (Joachim Lange) -
So politisch hat man „Don Giovanni“ schon lange, vielleicht sogar noch nie gesehen. Eine zerschossene Häuserecke mit Gasse. Ein schäbiges Hotel – bei dem die arabischen Schriftzeichen oben drüber in diesem Logo eigentlich nur Coca Cola heißen können. Der mehrmals mit höllischer Wucht die Musik unterbrechende Beschuss hat jedenfalls in diesem Drehbühnenbild deutlich Spuren hinterlassen. Komplettiert wird es durch einen Wachturm und Suchscheinwerfer.

Tristan in Nordafrika: Wagner mit Hermann Bäumer und Tilman Knabe zum Opernsaisonauftakt in Mainz

18.09.11 (Frieder Reininghaus) -
Tristan und Isolde“, die mit reichlich autobiografischen Anzüglichkeiten gespickte „Handlung in drei Aufzügen“ Richard Wagners, wurde vor allem wegen des Orchestersatzes und der Stimmführung der Vokalpartien bei der Uraufführung an Münchener Hoftheater 1865 als „revolutionär“ empfunden. Naheliegend war und blieb, daß auch spätere Generationen vom innovativen, obsessiven Potenzial des Werks zu profitieren hofften. Es wurde daher weitgehend der frühmittelalterlichen gesellschaftlichen Zusammenhänge um König Markes entkleidet. Man sah „Tristan und Isolde“ in den letzten Jahren, dank Heiner Müller, im Kontext von Ölfässern und, vielleicht sinnfälliger, vermittels Anna Viebrock und Christoph Marthaler, in einer auf Thomas Manns Novellen-Schilderung gestützt Sanatoriumswelt. Tilman Knabe, der sich gerne als Regie-Beserker profiliert, hat die Handlung nun am Staatstheater Mainz aktualisiert.

Chorsänger melden sich wegen drastischer Opern-Szenen krank

16.04.09 (Agentur ddp) -
Köln - Mehrere Sänger des Kölner Opernchores haben sich wegen der drastischen Darstellung von Kriegsszenen in einer anstehenden Inszenierung der Oper Köln krank gemeldet. Derzeit stünden acht von 66 Mitwirkenden des Chores nicht für die Premiere der Oper «Samson et Dalila» von Camille Saint-Saens zur Verfügung, teilte die Bühne am Donnerstag mit. Die Musiker klagten über psychische Belastungen und Schlafstörungen.
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