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Alle Artikel kategorisiert unter »Wilhelm Killmayer«

„Ein Programm, wie es ihm selbst gefallen würde“ – Im Freien – Musikfest in memoriam Wilhelm Killmayer

12.12.17 (Anna Schürmer) -
Die radikale Nachkriegsavantgarde begründete eine goldene, aber auch dogmatische Ära der Neuen Musik: Auf Basis der von Adorno befeuerten Innovationsdynamik, begründete der paneuropäische Klub der seriellen Musik um Pierre Boulez, Karlheinz Stockhausen und Luigi Nono einen ‚Absolutismus der Moderne‘, der Abweichlern des Fortschrittsimperativs gnadenlos die Mitgliedschaft entzog: das galt für den harmonieverliebten Hans Werner Henze genauso wie für den freigeistigen Wilhelm Killmayer, der am 20. August diesen Jahres in München verstarb – nur einen Tag vor seinem 90. Geburtstag. Schon die Musica Viva des Bayerischen Rundfunks funktionierte im September ein lang geplantes Ehrenkonzert kurzerhand in eine „in memoriam“-Veranstaltung um; nun haben Schüler und Weggefährten des Komponisten vom aDevantgarde-Verein ein sehr persönliches Musikfest zu Ehren Wilhelm Killmayers veranstaltet.

„Im Freien“ – Festival zu Ehren Wilhelm Killmayers: Ein Gespräch mit Moritz Eggert

05.12.17 (Michael Stallknecht) -
Vom 5. bis 11. Dezember werden gleich eine ganze Reihe von Werken Wilhelm Killmayers in München zu hören sein, der am 20. August dieses Jahres nur wenige Stunden vor seinem 90. Geburtstag verstorben ist. „Im Freien“ heißt das Festival, das von aDevantgarde, dem Münchner Zusammenschluss von Komponisten, veranstaltet wird. Schließlich hat der Verein Killmayer viel zu verdanken, wie sein Mitbegründer Moritz Eggert im Interview erzählt.

Der ewige Lehrer

13.10.17 (Moritz Eggert) -
Nach der Studienordnung beginnt ein Kompositionsstudium im Bachelor (4 Jahre), wird im Master fortgesetzt (2 Jahre), eventuell gibt es noch Meisterklasse oder diverse andere Postgraduiertenstudien (1+ Jahre) … aber irgendwann ist unweigerlich Schluss: man entlässt die Studenten in die wilde, weite Welt der Musik, wo sie auf sich allein gestellt im Dschungel der Stipendienbewerbungen und hoffentlich Kompositionsaufträge überleben müssen. Man sagt ihnen auf Wiedersehen und wünscht ihnen alles Gute, zumindest ist das an normalen Unis so. Nicht aber an Musikhochschulen.

Personalia 2017/09

29.08.17 (nmz-red) -
Elisabeth Gutjahr zur Rektorin des Mozarteums gewählt +++ Karin Rawe +++ Christoph Wünsch +++ Christoph Adt +++ Eislers Leipziger Geburtshaus – Städtische Gedenktafel wurde enthüllt +++ Ganzheit: Wilhelm Killmayer

„Musik muss ein Zeugnis seines Schöpfers ablegen“ – Wilhelm Killmayer im Gespräch mit Burkhard Schäfer

21.08.17 (Burkhard Schäfer) -
Wilhelm Killmayer darf man getrost als Urgestein der deutschen Musiklandschaft bezeichnen. Der Komponist aus München hätte gegen eine solche Bezeichnung wohl selbst nichts einzuwenden, zumal die Landschaft in seinem alle Gattungen umfassenden Œuvre eine zentrale Rolle spielt. Dem etablierten Musikbetrieb ist der große Einzelgänger stets aus dem Weg gegangen, „angesagten“ Modeströmungen hat er sich konsequent und souverän verweigert. In Zeiten, als das Komponieren mit Clustern, Mikrointervallen und Geräuschen en vogue war, hat er unbeirrt tonal geschrieben – und dabei trotzdem einen ureigenen, ästhetisch hoch komplexen Beitrag zur neuen Musik geleistet, der sich auch in zahlreichen Klavierwerken niedergeschlagen hat. Am Rande des Stuttgarter ECLAT-Festivals 2010 sprach piano news mit dem in Würde gealterten Künstler, der beim Interview aus seiner Skepsis gegenüber der von ihm so genannten „typischen Festivalmusik“ keinen Hehl machte.

Vom Wunder der Reduktion

20.08.17 (Enjott Schneider) -
Eigentlich hatte unserer Autor Enjott Schneider einen Artikel zum 90. Geburtstag von Wilhelm Killmayer verfasst. Heute hat uns die traurige Nachricht erreicht, dass Wilhelm Killmayer einen Tag vor seinem 90. Geburtstag verstorben ist. Aus der Würdigung dieses besonderen Komponisten und Menschen wird auf diese Weise zugleich leider ein Nachruf.

Getrennt schreiben, vereint singen

04.09.13 (Wolfgang Schreiber) -
Wie kann das funktionieren? Komponisten der Gegenwart und solche der Vergangenheit stehen gemeinsam bei einer „Liederwerkstatt“ im Fokus – in der fränkischen Kuridylle von Bad Kissingen … Sie hat zum zehnten Mal stattgefunden. Aber es wird eng um die Wortlieferanten, denn es geht jeweils nur um einen einzigen Dichter bei den Textvertonungen. Und die großen Poeten sind längst „durch“, also Goethe und Schiller, Hölderlin und Heine, Mörike, Rückert und Eichendorff, Rilke und Brentano, auch Shakespeare.

Rückblende 2012/04

12.04.12 ((nmz-redaktion)) -
Vor 100 Jahren: Verband Deutscher Orchester- und Chorleiter in Nürnberg +++ Die deutsche Erstaufführung der symphonischen Dichtung „Prometheus“ des Russen Alexander Skriabin || Vor 50 Jahren: Komponist Wilhelm Killmayer (geb. 1927) antwortet Karl-Robert Danler +++ Erstmalige Ankündigung von „Jugend musiziert“ bei der Jahreshauptversammlung der Musikalischen Jugend Deutschlands
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