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Kein Intendant müsste man sein

22.12.16 (Martin Hufner) -
Vor kurzem hat man in Dresden Serge Dorny als designierten Intendanten der Semperoper zuerst engagiert, dann abserviert und schließlich nach einer juristischen Odyssee abfinden müssen. Jetzt könnte sich in Berlin das gleiche ereignen. Auch der Castorf-Nachfolger an der Berliner Volksbühne, Chris Dercon, soll demnach sein Amt ab 2017 nicht antreten. Man munkelt so etwas in den Fluren der Berliner Gerüchteküchen. Fachleute mutmaßen, dass es am Ende um irgendwas zwischen drei und acht Millionen Euro geht, die man dafür aufwenden müsste, damit jemand nicht arbeitet.

Hingehen

22.12.16 (Gordon Kampe) -
Sorry, ich war nicht da. Anstrengende Woche: 24/7 – Du kennst das. Und dann kam ich nicht vom Sofa runter. War aber schön, ja? Erzähl mal. Lieber Gruß. – Wie oft ich derlei schon geschrieben habe. Ich mag aber manchmal wirklich nicht und ich war gestern erst in der Philharmonie. Und Familie hab’ ich auch und es gibt nun einmal zu viel.

Renaissance als Resistance

18.11.16 (Martin Hufner) -
Die neuesten Meldungen aus der Welt des Digitalen können einem Angst und Bange machen. Kürzlich wurden sogar ganz große Netplayer wie Amazon, Paypal oder Netflix Opfer von bösartigen Netzattacken. Plötzlich war das sogenannte Netz der Dinge, also Sachen wie Wärmflaschen, die mit dem Internet verbunden waren, gekapert und spielten das böse Spiel mit. Das Netz wird von Tag zu Tag immer mehr zu einer Gefahrenquelle – für sich selbst und für uns.

Die Juhu-Brille

11.11.16 (Gordon Kampe) -
Gegen plötzliche Deadlines hilft nur „Courage“, die neue Antifaltencreme von Ratiopharm. Ist allerdings kein Kassenschlager, da ja eher die langen Planungsphasen überwiegen, die sich offensichtlich proportional zur durchschnittlichen Lebenserwartung ent­wickeln. Jetzt werden Stücke geschrieben, die in fünf Jahren schon peinliches Frühwerk sind. Ist alles irgendwie eine krude Mischung aus Antragsödnis, Institutionsdampfern, Fantasie-Deadlines und mehr – und es muss natürlich alles perfekt sein. Man kann sich ausrechnen, wie viele Opern noch zu schreiben sind, käme noch heute Abend ein gigantischer Auftrag und ginge es dann immer so weiter.

Boah-Ey!

09.10.16 (Gordon Kampe) -
Watt schön! Da klopfte das Herz des Lokalpatrioten: Siebzig Jahre NRW – was ein Fest! Die Kanzlerin war da, sogar der Queen ihr Enkel! Und was wurde er besungen, der Strukturwandel. Alles hat sich geändert in diesem wunderbaren Land, das den Gefahren der Zukunft trotzen wird wie nix. Und wie traditionsverbunden und dabei dennoch avant man ist, das zeigte sich selbstredend auch an der Musikauswahl, die die ganze Vielfalt des Landes im besten Licht präsentierte – Musik von B.A. Zimmermann wurde ges­pielt! Und Henze! Und Stockhausen! Und zwei Uraufführungen!

133.827.693,80 Euro

05.10.16 (Martin Hufner) -
Das ist angeblich der Preis, den die ARD für die Bundesligasenderechte im Jahr aufwendet, so meldet es die FAZ, die sich auf die taz bezieht. Wem das komisch vorkommt, der liegt nicht ganz falsch. Denn eine Transparenz unserer (!) öffentlich-rechtlichen Sender scheint in diesem Punkt nicht auffindbar zu sein. Ganz im Gegensatz dazu, wenn mal wieder ein Orchester weggespart werden soll. Da wird in die Zukunft gerechnet und dazu noch falsch.

Bespaßungstempel

16.09.16 (Martin Hufner) -
„Das ganze Leben ist ein Computerspiel und wir sind nur die Kandidaten, ja, und wir warten, warten, warten.“ So leicht abgewandelt ist der Text eines bekannten Comedian auch auf Teile der Musikkultur übertragbar. Da warten wir auf die Eröffnung beispielsweise der Elbphilharmonie, angeblich wird das im nächsten Jahr sein. Diesem überdimensionalen Glitzerfunkelklunkerstein in Hamburgs Hafen-City wird eine große Zukunft vorausgesagt.

Vorhang

15.09.16 (Gordon Kampe) -
Erstens: Wie oft ich das wieder gelesen habe: „Die blutjunge schwedische Ausnahme-Virtuosin Åsa Tomtomsen spielt das fulminante Schlagzeugkonzert des Dänen Druv Snaregård.“ An dem Satz interessieren mich nur der Name und das Stück, sonst nix. Und schon gar nicht interessiert mich, wo Åsa und Druv herkommen. Bis Europa wieder so cool ist, wie es sein könnte, sollte man auf derlei Info einfach mal verzichten: Es ist wumpe.

Tante Musik oder: Das verstimmte Klavier

09.08.16 (Martin Hufner) -
Wie es um das Verhältnis der Musikkultur zur Musik bestellt ist, weiß einer ganz genau: Einer der es wissen muss, ist er schließlich doch zur Zeit Bundesminister für Wirtschaft und Energie im Kabinett Merkel III. „Ein Onkel, der was mitbringt, ist besser als die Tante, die Klavier spielt“, meinte Sigmar Gabriel neulich einmal. So hat es der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, jedenfalls aufgeschnappt und in die Welt hinausgetwittert.

Der Fidelmeister und die Taler

21.07.16 (Gordon Kampe) -
Es war einmal ein Land, provisorisch sei Tütonia es genannt. Und weil dort schon seit ewiger Zeit das Fideln sehr geliebt ward, gab es viele, viele Fidelmeister, die an unzähligen Fidelschulen ihre Weisheiten an junge Fidelwillige weitergaben. Nun begab es sich aber, dass die Meister nur wenige Schüler aufnehmen konnten, denn der Andrang war groß und die Ressourcen waren knapp. Zu jener Zeit war der Ruhm der Meister bis in fernste Lande gedrungen – bis nach Schyna gar!
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