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Alle Artikel kategorisiert unter »Improvisierte Musik«

tiefschoen – Neues Musikfestival auf Schloss Wartin

25.08.18 (PM - Veranstalter) -
Vom 31. August bis zum 2. September feiert das Musik-Festival tiefschoen seine Premiere. Auf Schloss Wartin in der Uckermark entsteht ein neues Festival für Musik des Mittelalters bis hin zu neuesten Werken. Unter dem Motto „Aneignungen“ wirft die erste Ausgabe von tiefschoen den Blick auf die aktuelle Musik-Szene in Fernost, Nord- und Mittelamerika, im Nahen Osten und Europa. Der Spielort des Festivals liegt unmittelbar an der deutsch-polnischen Grenze zwischen Stettin und Prenzlau.

Auf tiefem Grund – Alvin Curran beim Berliner Mikromusik-Festival

1964 kam Alvin Curran im DAAD-Austauschprogramm zum ersten Mal nach Berlin. Nun hat er hier am Ende eines einmonatigen Aufenthalts im Rahmen des Festivals Mikromusik ein einziges Solokonzert gegeben. Musikalisch bleibt sich der Pionier live-elektronischer und genregebundener improvisierter Musik treu. Interessant ist auch, ihn aus einer bald sechzigjährigen Perspektive erzählen zu hören.

Nach dem Sturm ist vor dem Gewitter – Das Züricher Festival „Taktlos“ wagt den Neuanfang

22.03.18 (Holger Pauler) -
Nach 34 Jahren in der Roten Fabrik am Zürichsee ist man ins innerstädtische Kanzleiareal umgezogen. Außerdem wird das Festival neuerdings von wechselnden Musikern betreut, auch weil sich der langjährige Festivalleiter Fredi Bosshard in den verdienten Vorruhestand verabschiedet hat. Das Programm – elf Konzerte an drei Tagen und drei unterschiedlichen Orten - präsentiert sich laut Lucas Niggli als „Hybrid aus Jazz, Rock und neuer Musik“. Der aus dem benachbarten Uster stammende Schlagzeuger und Komponist muss wissen wovon er spricht, schließlich ist er der erste Kurator des neuen „Taktlos“.

Eine tönende Autobiografie

31.12.17 (Ssirus W. Pakzad) -
Gesagt hat Mary Halvorson an diesen drei Tagen im „Alten Schl8chthof“ im oberösterreichischen Wels auf der Bühne nicht viel. Mehr als eine etwas schüchterne, karge Vorstellung ihrer Mitspieler war nicht drin. Die 37-jährige Gitarristin und Komponistin ließ lieber das von ihr kurartierte Programm der 31. Ausgabe von „Unlimited“ für sich sprechen. Vielleicht nahm niemand ihrer Vorgänger den Namen dieses Festivals bisher so wörtlich wie die in Boston geborene und in New York lebende Musikerin. Grenzenlos war der „Ribbons of Euphoria“ übertitelte Stilmix, den die zusammen gestellt hatte. Er war eine Art tönender Autobiografie.

Festival „Music Unlimited“ in Wels kratzt an den Grenzen der improvisierten Musik

16.11.17 (Holger Pauler) -
Die New Yorker Gitarristin Mary Halvorson durfte die 31. Auflage des Festivals „Music Unlimited“ im österreichischen Wels kuratieren. Die Gitarre stand folglich auch im Mittelpunkt des konzertanten Geschehens. Beim Programm setzte Halvorson allerdings nicht nur auf die Heldinnen und Helden der sechs bis zwölf Saiten, sie verzichtete auch auf die großen Namen der Szene. Stattdessen durfte an den drei Tagen eine U40-Frau- und Mannschaft die Grenzen der improvisierten, neuen und elektronischen Musik ausloten. Dabei ließen sie sich auch von den kulturpolitischen Störfeuern der schwarzblauen Landesregierung nicht aufhalten.

Neue Musik / Musikfeature: Die Radio-Woche vom 13.3. bis 19.3.2017

12.03.17 (mh) -
Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 11. Dieses mal auch mit ausgewählten Sendungen aus dem Bereich Jazz/Improvisation. Bei der Gelegenheit dürfen wir den Blick auf den Leitartikel in der aktuellen nmz lenken:

Der Sprung über den Tellerrand ins Wasser

Dietrich Heissenbüttel hörte sich Christian Marclays abgründige Partituren mit Laurent Estoppey und dem ensemBle baBel in Stuttgart an.

Heißer Geist der Utopie bei der 36. Ausgabe der „Konfrontationen“ in Nickelsdorf

22.07.15 (Holger Pauler) -
Der Kontrast hätte nicht größer sein können: Während wenige hundert Meter weiter im benachbarten Ungarn wieder Grenzzäune errichtet werden, machten es sich die 36. Konfrontationen im burgenländischen Nickelsdorf wie gewohnt zur Aufgabe, nicht nur über musikalische Grenzen zu springen oder sie einzureißen. Nein, sogar an die Solidarität der Festivalgäste wurde appelliert: „No borders, no nations, no seat reservations“, stand auf einem Plakat, das sich nicht nur an die ungarischen Nachbarn richtete, sondern auch die Konzertbesucher ermahnte, nicht schon am frühen Morgen einen Teil ihrer Energie dafür zu verbrauchen, die besten Sitzplätze mit Handtüchern zu reservieren: Welch ein Antagonismus bei einem Festival, das sich dem Geist der Utopie verpflichtet fühlt, dessen Gäste diesem Geist allerdings nicht immer folgen wollen.

Die Kraft des menschlichen Geistes: Barrys Guys Komposition „The Blue Shroud“ interpretiert Pablo Picassos Guernica

16.06.15 (Stefan Pieper) -
September 2003: Im UN-Sicherheitsrat verkündet der amerikanische Verteidigungsminister Colin Powell die militärische Intervention im Irak. In vollem Bewusstsein dieser Tat im Hinblick auf die Konsequenzen für die Zivilbevölkerung „passte“ dazu ein optisches Symbol im UN-Gebäude definitiv nicht: Pablo Picassos Bild „Guernica“ markiert einen Aufschrei angesichts des ersten Luftangriffes auf eine Zivilbevölkerung seitens spanischer und deutscher Faschisten im Jahr 1937. In Amerika wurde die riesige Kopie dieses Gemäldes in einem „bilderstürmerischen“ Akt kurzerhand zugehängt aus Anlass der Kriegserklärung gegen den Irak.

Im Stakkato durch interaktive Klanglandschaften: Anthony Braxtons einziger Auftritt in Deutschland

Ja, Anthony Braxton beherrscht nach wie vor die rasenden Stakkato-Läufe, mit denen er vor vierzig Jahren das Publikum des Moers-Festivals – und dann auch 1979 in Schorndorf – aus dem Häuschen gebracht hat. Anders als damals spielt er diesmal in der Manufaktur, die sich heute in einem anderen Gebäude befindet, allerdings nicht in diesem Tempo an einem Stück durch. Dies liegt nicht allein an der Kondition des fast siebzigjährigen Saxophonisten, sondern auch daran, dass er seine ganz eigenständige Melange aus Komposition und Improvisation weiter entwickelt und zur Perfektion gebracht hat.
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