Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Claudia Irle-Utsch«

Dieser Artikel ist nicht zur Ansicht/Vorschau freigegeben.

Hier und jetzt und weiter

30.08.22 (Claudia Irle-Utsch) -
Media vita in morte sumus. Mitten im Leben, vom Tode umfangen. Sind wir, bin ich. Begrenzt in der Endlichkeit, eingeschränkt in den Möglichkeiten, ein Entrinnen gibt es nicht. Was also tun: Ausweichen, kleinreden, ironisieren oder ignorieren?

Wahrhaftigkeit und Haltung

25.02.22 (Claudia Irle-Utsch) -
Rückblende: Wir schreiben Freitag, den 19. Dezember 1924. Auf dem Programm der Sächsischen Staatskapelle steht im Dresdner Opernhaus neben Mozart und Schumann auch ein Werk von Adolf Busch: das Klavierkonzert in C-Dur, eine Uraufführung, dirigiert von Buschs älterem Bruder Fritz, mit dem Solisten Rudolf Serkin, aber in Abwesenheit des Komponisten. Der tourt durch Italien, lässt sich freilich brieflich berichten, wie sehr sich der große Bruder mit dem Werk „geplagt“ hat, und ist am Ende „furchtbar stolz, dass die Sache gut gegangen ist, vor allem aber, dass Du (gemeint ist Fritz Busch, Anm. d. Red.) das Stück gut findest“.

Vom Überleben einer unerwünschten Musik

29.09.21 (Claudia Irle-Utsch) -
Düstere Zellen, drückende Enge, eine Atmosphäre des Grauens. Bilder, die sich auf die Seele brennen. Schwer zu verarbeiten, doch irgendwie geht es dann doch. Denn es gibt selbst in Theresienstadt, in Terezín, wie das heute fast ausgestorbene böhmische Städtchen auf Tschechisch heißt, Hoffnung. Diese nährt sich aus der Begegnung mit einer Musik, die zum Teil in der einstigen jüdischen Ghettostadt entstanden ist, die dort gespielt wurde und womöglich half, das Unabdingbare zu erdulden. Die „unerwünschte Musik“ hat überlebt und lebt wieder!

„Ich möchte mir nichts vorsetzen lassen“

28.05.21 (Claudia Irle-Utsch) -
Es sei an der Zeit gewesen. So kommentierte Reinhard Goebel die Nachricht, dass ihm die Bach-Medaille der Stadt Leipzig verliehen werden sollte. „Kein deutscher Musiker hat einen derart hohen Einfluss auf die Entwicklung der historischen Aufführungspraxis ge­habt wie Reinhard Goebel“, befand die Jury damals, 2017. Nicht ganz stimmig an dieser Beurteilung ist die Wahl des Tempus. Denn Reinhard Goebel arbeitet unentwegt daran, das Werk eines Komponisten im engen Bezug zu dessen Zeit zu verstehen und auch interpretatorisch verständlich zu machen. Aktuell stellt der Musiker, Musikwissenschaftler und Dirigent den letztjährigen Jubilar Ludwig van Beethoven im Spiegel von Zeitgenossen wie Johann Nepomuk Hummel, Anton Eberl, Jan Václav Voríšek oder Antonín Reicha vor. Über „Beethoven’s World“, ein Langzeitprojekt mit Langzeitwirkung, über seinen Blick auf den Musikbetrieb und auch über das, was ihn antreibt, begeistert und wundert, sprach Reinhard Goebel mit Claudia Irle-Utsch.

Aus dem Vergessen gespielt

08.04.21 (Claudia Irle-Utsch) -
Sie hat ihn gepackt, die Musik des Anfangs, die erste Begegnung mit einem ihm fremden Werk, die Musik, die er erst spielen musste, um sie hören zu können, die er für sich und dann für andere auch erschließen wollte, um sie zu verstehen. Damit hat Alexan­der Breitenbach einen Schatz gehoben.
Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: