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Alle Artikel kategorisiert unter »Kammeroper«

Leuchtturm ohne Strahlkraft – Uraufführung der Kammeroper „To the Lighthouse“ in Bregenz

17.08.17 (Wolf-Dieter Peter) -
Literaturkenner nennen Virginia Woolfs 1927 erschienenen Roman „Die Fahrt zum Leuchtturm“ in einem Atemzug mit „Ulysses“ von James Joyce und Prousts „Recherche“: in der Technik des nur teilweise ordnend gefilterten Bewusstseinsstroms wird das Innenleben einer Sommergesellschaft auf der Isle of Skye vor und nach dem Ersten Weltkrieg dargestellt. Auf der Werkstattbühne des Bregenzer Festspielhauses wurde nun der Versuch einer „Bewusstseinsstrom-Oper“ des griechischen Komponisten Zesses Seglias (* 1984) uraufgeführt.

Frank Matthus verlässt Kammeroper Rheinsberg

11.07.17 (dpa) -
Rheinsberg - Der künstlerische Leiter der Kammeroper Rheinsberg (Ostprignitz-Ruppin), Frank Matthus, verlässt das Musikfestival 2018. Er habe das schon vor längerem gekündigt, sagte Matthus am Dienstag auf Anfrage. Zuvor hatte die «Märkische Allgemeine Zeitung» über seinen Weggang berichtet.

Bert Appermonts „Katharina von Bora“ am Originalschauplatz

23.05.17 (Roland H. Dippel) -
Eine breitere Synthese von Historienspiel, Kammeroper und Massenspektakel ist schwer denkbar: 2009 erhielt der belgische Komponist Bert Appermont (geb. 1973) als Student des damaligen Chefdirigenten Jan Cober den Kompositionsauftrag zum sechzigjährigen Jubiläum der Sächsischen Bläserphilharmonie. Bereits zur Uraufführung am 17. Oktober 2010 im Leipziger Gewandhaus dachte man an das für Mitteldeutschland so wichtige Jubiläum „Luther 2017“.

Frei wie die Vögel in der Voliere – Oper Magdeburg bringt Philippe Boesmans Kammeroper „Julie“ heraus

08.11.16 (Joachim Lange) -
Es war eine der Opern-Uraufführungen mit Folgen, die da 2005 in der Brüsseler La Monnaie als Strindberg-Veroperung über die Bühne ging. Für Philippe Boesmans Kammeropern-Einakter „Julie“ hatte Theaterlegende Luc Bondy das deutschsprachige Libretto aus dem Stück „Fräulein Julie“ von 1888 destilliert. Da die Uraufführungsinszenierung, die ebenfalls von Luc Bondy besorgte, zu den Wiener Festwochen und zum Festival nach Aix-en-Provence weitergereicht wurde, bekam das Werk gleich einen nachhaltigen Schubs auf die Bühnen. Für das klug gebaute Ergebnis braucht man zudem „nur“ drei Solisten und ein Kammerorchester. Machbar ist das für jedes Haus mit etwas Ehrgeiz fürs Neue.

Schwindel, Irrtum und Manipulation – Luke Bedfords Kammeroper „Through his teeth“ in Freiburg

13.10.16 (Georg Rudiger) -
Brilliante deutsche Erstaufführung von Luke Bedfords Kammeroper „Through his teeth“ in Kombination mit Monteverdis „Il Combattimento di Tancredi e Clorinda“ durch die Opera Factory Freiburg.

„Ay, was für ein Leben!“ – Reimann in Berlin

24.03.16 (Peter P. Pachl) -
Reimanns Oper „Bernarda Albas Haus“, eigenwillig realisiert als „Lust auf Neues 5“ in Berlin. Peter P. Pachl hat es sich für nmz-online angesehen.

Die Indifferenz der Gewalt – „Die Andere“ von Sidney Corbett und Christoph Hein in Magdeburg uraufgeführt

19.03.16 (Martin Hufner) -
Sachsen-Anhalt kann auch mit anderem als der AfD aufwarten. Eine Opern-Uraufführung am Theater Magdeburg erweist sich als musikdramatisches Rätsel, das im besten Sinne viele Fragen aufwirft. Martin Hufner war dabei und rätselt noch immer vor sich hin.

Quadrophones Glockengebimmel – Hèctor Parras Kammeroper „Zangezi“ in Berlin (ur-)aufgeführt

13.02.16 (Peter P. Pachl) -
Wohl nicht unzufällig parallel zu den 66. Internationalen Filmfestspielen Berlin erfolgte die jüngste Premiere an der Staatsoper: zur derzeitigen Biennale passend, erweist sich die Produktion der Kammeroper von Hèctor Parra als eine quadrophone Rauminstallation mit vorproduzierter Elektronik, vorproduzierten Filmen und Live-Videos plus elektroakustisch verstärktem Live-Sologesang.

Hübsch, aber ohne eigenes ästhetisches Gewicht

29.01.16 (Hans-Peter Graf) -
„Das schwarze Wasser“, Musiktheater von Vivian und Ketan Bhatti nach dem Schauspiel von Roland Schimmelpfenning an der Neuköllner Oper Berlin 21.1. 2016. Hans-Peter Graf besuchte die Uraufführung.

Rondoartige Verkettung – Postume Uraufführung von Konrad Boehmers „Sensor“ in der Deutschen Oper Berlin

27.01.16 (Peter P. Pachl) -
Das „elektrische Musiktheater“ von Konrad Boehmer aus dem Jahre 2007 erlebte seine postume Uraufführung in der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin. Die Komposition mit Klavier, Klarinette, Schlagzeug und elektronischen Zuspielungen erweist sich weniger elektronisch als bei diesem Komponisten zu vermuten. Die vierte musiktheatrale Zusammenarbeit des 2014 verstorbenen Boehmer mit dem Münchner Autor Albert Ostermaier kombiniert drei Schauspieler in vier Szenen mit emotional starken, aber zunächst sinnentleert wirkenden Texten.
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