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Stadtsingechor Halle geht auf Konzertreise nach China

24.08.09 (Ines Krause - ddp) -
Der Stadtsingechor Halle, Mitteldeutschlands ältester Knabenchor, geht ab Mittwoch auf eine zehntägige Konzerttournee nach China. Das Team um Chorleiter Frank-Steffen Elster hatte nur wenige Wochen Zeit, die Reise vorzubereiten.

Irisierende Luftklänge: das West-Eastern Divan Orchestra in Bayreuth

20.08.09 (Peter P. Pachl) -
Von 1981 bis 1999 war Daniel Barenboim einer der bedeutendsten Dirigenten der Bayreuther Festspiele, der insbesondere als musikalischer Leiter von Harry Kupfers „Ring“-Inszenierung, aber auch mit „Tristan und Isolde“, den „Meistersingern von Nürnberg“ und „Parsifal“ besondere Akzente gesetzt hat, bis ein Konflikt mit dem langjährigen Festspielleiter Wolfgang Wagner die vordem glückliche Kooperation beendete.

Politisches Musiktheater à la Bregenz: Schostakowitsch, Gershwin und David Sawer

19.08.09 (Peter P. Pachl) -
Während in Salzburg das politische Musiktheater durch Alltagshandlungen banalisiert wird (in Luigi Nonos „Al gran sole carico d’amore“ werden in fünf Realismo-Studio-Kabäuschen Einfrau-Filmszenen live produziert und projiziert), wird in Bregenz Oper politisch zugespitzt: Wenn Heldentenöre auf den Köpfen bronzefarbener Wasserelefanten reiten, Liebespaare auf Gondeln in den Nachthimmel verbannt werden und die geschundene Lady Liberty als Pompobjekt für Siegesfeiern dient, mag so mancher Besucher dies als Regie-Euro-Trash abtun, mancher aber auch als veritablen politischen Ansatz für Verdis „Aida“ verstehen.

Komponist, Verleger, vollendeter Künstler – zum Tod von Klaus Obermayer

18.08.09 (Andreas Kolb) -
Klaus Obermayer war der Archetyp eines Musikers, der nicht nur viel von Musik verstand, sondern auch viel vom Musikleben. In diesem Sinne war er ein vollendeter Künstler, dessen Perspektive auch über den Tellerrand, respektive übers Notenpult hinaus reichte. Er war nicht nur Fagottist und Komponist, sondern auch nmz-Redakteur, Autor, Verleger und Verbandsfunktionär.

Propheten sind sie also auch noch: die US-Rocker von „Pearl Jam“ in Berlin

18.08.09 (Sven Ferchow) -
Als Gitarrist Mike McCready die ersten Takte von „Yellow Ledbetter“, einer gediegenen Adaption von Jimi Hendrix’ „Little Wing“, anspielt, wissen die Pearl Jam Fans, was die Stunde geschlagen hat. Unweigerlich gilt „Yellow Ledbetter“ seit vielen Jahren als definitiv letzter Song einer Pearl Jam Show. Und gerade deshalb scheinen sich die Fans noch einmal zu sammeln. Es wird ruhig in der halbrunden Arena, die den gesamten Tag über von 30 Grad unerbittlichem Sonnenschein erhitzt wurde.

Festival in nobler Umgebung: Genova & Dimitrov über ihr „Musikfest auf dem Hardenberg“

Zwischen Göttingen und Hannover, im Keiler Land, liegt der Gräfliche Landsitz Hardenberg. In dieser touristisch attraktiven Umgebung für Freizeit, Erholung und Weiterbildung hat das international renommierte Klavierduo Genova & Dimitrov vom 21. bis 22. August 2009 erstmals das „Musikfest auf dem Hardenberg“ mit zwei Doppelkonzerten pro Abend organisiert. Im Interview mit Hans-Dieter Grünefeld erläuterten Aglika Genova & Liuben Dimitrov als künstlerische Leiter ihre Idee und das Programm.

Mut zur Groteske: ein inszenierter Liederabend mit Patricia Petibon in Salzburg

14.08.09 (Peter P. Pachl) -
„Die tanzt da beim Liederabend auf der Bühne herum, wo gibt es denn so was?!“, ereiferten sich einige Besucher in der Pause. Bei den Salzburger Festspielen ein Novum, sind inszenierte Liederabende andernorts nichts Neues, auch wenn sie in den Achtzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts zunächst auf ähnliches Unverständnis stießen; so übertitelte damals etwa ein Bayreuther Kritiker seine Rezension mit „Liederabend für Gehörlose“.

Gesang, Violine, Kontrabass, Harfe: ARD-Wettbewerb sucht Spitzentalente

13.08.09 (Eckart Rohlfs) -
Nur knapp die Hälfte der über 400 Bewerbungen aus 44 Ländern hat die anonyme Vorauswahl zur Teilnahme am diesjährigen 58. Internationalen Musikwettbewerb der ARD zugelassen. In den Fächern Gesang, Violine, Kontrabass und Harfe werden sich 217 junge Musikerinnen und Musiker aus 44 Ländern vom 31. August bis 18. September in München den vier Jurygremien zu einer harten Prüfung stellen.

Spuren einer aufregenden Bewegung: Hollow Skais Buch über die Neue Deutsche Welle

13.08.09 (Ursula Gaisa) -
Der Autor weiß, wovon er spricht: Hollow Skai – alias Holger Poscich – begleitet die Popgeschichte der Bundesrepublik seit Ende der 60er-Jahre, schrieb bereits seine Examensarbeit zum Thema Punk, gründete 1980 das Punklabel „No Fun Records“, war Kulturredakteur beim Stern, schrieb unter anderem eine Rio-Reiser-Biografie und lebt jetzt als freier Autor, Lektor und Journalist in Hamburg.

Comeback des Komponisten Théodore Gouvy - Radio-Philharmonie nimmt CDs auf

12.08.09 (Agentur ddp) -
Saarbrücken - Den Franzosen war der Komponist Théodore Gouvyer (1819-1898) zu deutsch, den Deutschen zu französisch. Der in Saarbrücken geborene Gouvy schien bereits vergessen. Nun erlebt seine Musik eine Renaissance in den Konzertprogrammen. Dazu spielt die Radiophilharmonie Saarbrücken Kaiserslautern seine Orchesterwerke nun erstmals auf CD ein.

Die Mainzer Hochschule für Musik entdeckt Louis Spohrs Oratorium „Die letzten Dinge“

12.08.09 (Andreas Hauff) -
Die Offenbarung des Johannes gehört zu den eher unbeliebten Vorlagen für geistliche Vokalmusik. Am verbreitetsten unter diesen Raritäten ist Franz Schmidts „Das Buch mit sieben Siegeln“. Doch auch Louis Spohr (1784-1859), einer der weniger bekannten Jubilare des Jahres 2009, hat sich kompositorisch mit der Apokalypse befasst. Sein Oratorium „Die letzten Dinge“ wurde 1826 in der Kasseler Lutherkirche uraufgeführt. In Mainz nahmen sich Chor und Orchester der Hochschule für Musik unter Prof. Ralf Otto des vergessenen Werkes an.

Sächsische Kulturstiftung gibt im Jahr 2009 mehr Geld für Jazz als im Jahr zuvor

11.08.09 (Mathias Bäumel) -
Wie funktioniert die Klaviatur der sächsischen Jazzförderung? Trotz Aufstockung bleibt diese Musik ein Stiefkind: Im Jahre 2008 betrug der Anteil der Jazzförderung am Fördervolumen Darstellende Kunst/Musik lediglich etwa 7 Prozent. Für die Förderung von Jazz und improvisierter Musik gibt die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen im Jahre 2009 78.200 Euro aus. Das sind 9.000 Euro mehr als im Jahr davor.

Deutscher Kulturrat stellt Antworten der Parteien auf die Wahlprüfsteine vor

11.08.09 (PM-DKR) -
Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, hat heute in Berlin die Antworten der im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien auf seine Fragen zur Bundestagswahl 2009 vorgestellt. Bereits zum fünften Mal hat der Deutsche Kulturrat die im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien zu ihren kulturpolitischen Vorhaben und Planungen im neu gewählten Deutschen Bundestag befragt.

Die Dinge beim Namen nennen: Jonathan Fischer über seinen Sampler „Message Soul“

11.08.09 (Claus Lochbihler) -
Seit Jahren kompiliert sich Jonathan Fischer durch die Geschichte der schwarzen Musik, ihre Themen, Genres und politisch-gesellschaftlichen Querbezüge. Nach Country-Soul („Dirty Laundry“), den Beziehungsdramen von „Cheatin’ Soul“ und den schwarzen Wurzeln des Rock ‚n’ Roll („Roll Your Moneymaker“) geht es auf „Message Soul“, seinem 13. Sampler, wieder um Musik und Politik. Über die Botschaften des Soul zwischen Obama und Hip Hop, Systemkritik und Seelenqual unterhielt sich der Münchner Musikjournalist und DJ mit Claus Lochbihler.

Ferchow vor der Röhre: Gefechte der Durchgeknallten – Doctor Prince & Mister Jackson

10.08.09 (Sven Ferchow) -
Prince und Michael Jackson regierten die musikalischen Achtziger. Auf „Thriller“ folgte „Purple Rain“. Unzählige weitere Duelle der beiden Künstler schlossen sich an. Das Doppelporträt von Michael Jackson und Prince macht noch einmal deutlich, mit welcher Macht, mit welchem Egoismus die beiden ihre Karriere organisierten und durchdrückten.

Auf abenteuerlichen Osteuropa-Expeditionen: Klaus Kugel und sein Trio

10.08.09 (Gottfried Schalow) -
Klaus Kugel wohnt so ziemlich in der westlichsten Ecke Deutschlands, nahe der belgischen Grenze. Seine Konzertourneen und auch die inzwischen recht umfangreich gewordene Diskographie spielen sich jedoch weitestgehend in genau entgegengesetzter Himmelsrichtung ab - weit im Osten.

Zwölf Jahre online und jetzt noch zwitschern?

08.08.09 (nmz-red) -
Wie die Zeit doch vergeht. Jetzt ist es auf den Tag genau 12 (zwölf) Jahre her, dass die neue musikzeitung online gegangen ist. Das Archiv der Online-Ausgaben wuchs seither an und stellt damit ein nicht ganz unbedeutendes Rechercheportal da. Im Zuge der technischen Umstrukturierung, der vor einem Jahr dann in ein Relaunch der Website mündete, ging ein großer Teil des Archivs verloren. Seit zwei Tagen ist er wieder vorhanden. Aber auch sonst hat sich in den zehn Jahren einiges getan. Heute wird hier gebloggt, heute wird hier getwittert, heute steht ein umfangreiches Medienarchiv zur Verfügung.

Ferchow vor der Röhre: Unsere Welt, deren Welt und The Real World of Peter Gabriel

08.08.09 (Sven Ferchow) -
Peter Gabriels Lebenslauf lässt sich schnell erzählen. In den 70 Jahren mischte er als Genesis-Sänger das Prog-Rock Genre auf, um die Band anschließend zu verlassen und eigene Wege zu gehen. Seine Solokarriere war ähnlich gesegnet, wenn auch in den letzten Jahren beschaulicher, unkommerzieller und besinnlicher.

Für Pflichterfüller, Ballettliebhaber und Frischzeller: Pop-Platten im Schnelldurchlauf

06.08.09 (Sven Ferchow) -
Der Schnelldurchlauf im August: Sechs Alben zwischen House, Prog-Rock und Heavy Metal, dazu eine CD-DVD-Kombi aus der DADA-Republik mit Jazz und Tanz. Für die erste Erkenntnis, zur schnellen Information und zur Einordnung mit Sternchen: von einem Stern *: apathisch, bis zu fünf Sternen *****: beispiellos!

Cäcilias klingender Schrecken: die BR-Musikfeatures im August

05.08.09 (nmz) -
Von den verstörenden, aggressiven Kehrseiten der Musik handelt Michaela Friedrichs Sendung, mit denen die Musikfeatures des Bayerischen Rundfunks in den August starten. Des Weiteren werden erwartet: Amateurpianisten mit Wettbewerbsambitionen, Jungkomponisten in der Ausbildung und ein Mondhund.

13. Festival Frei Improvisierter Musik in der Dresdener Blauen Fabrik

05.08.09 (PM - kiz-lieberwirth) -
Das Festival Frei Improvisierter Musik ( FFIM 2009) erlebt in diesem Jahr vom 18.- 20.September seinen 13. Jahrgang. Es entwickelte sich zu einem wichtigen Bestandteil der zeitgenössischen Kunst in Sachsen und gehört mittlerweile zu den wichtigsten Festivals dieser Art in Europa.

Bach durch Regers Brille: Markus Becker spielt sämtliche Klaviertranskriptionen

04.08.09 (Michael Kube) -
Was wäre Max Regers Schaffen ohne das Werk von Johann Sebastian Bach? Eine obsolete Frage angesichts seiner kontrapunktischen Fertigkeiten, seiner mitunter barocken Attitüde und seiner Nähe zur Orgel. Dass aber Reger auch zahlreiche von Bachs Werken für Klavier transkribiert hat, ist bis heute weitgehend unbekannt geblieben. Markus Becker hat nun sämtliche Bearbeitungen eingespielt.

Kristin Asbjørnsens macht die Nacht zum Tag

04.08.09 (PM - kiz-lieberwirth) -
Vom 03. Oktober bis 26. November 2009 findet das bundesweit in dieser Form einzigartige Jazzfestival - die 16. Jazzmeile Thüringen statt. Die erfolgreiche Vernetzung von 18 Thüringer Städten und Jazzclubs widmet sich dieses Jahr schwerpunktmäßig dem Thema: „Der wiedervereinte Jazz - Jazz grenzenlos“. Im Prologkonzert ist am 25. September Kristin Asbjørnsen im Volksbad Jena zu erleben. Sie stellt ihr Soloalbum “The Night Shines Like The Day” vor. Lesen Sie hier eine Rezension des Albums:

Luigi Nonos Politepos «Al gran sole carico d'amore» bei den Salzburger Festspielen

03.08.09 (Georg Etscheit - ddp) -
Ein Fanal für soziale Gerechtigkeit und eine Hommage an die Mütter der Revolution: Das ist Luigi Nonos Riesenopus «Al gran sole carico d'amore», eines der Schlüsselwerke der ernsten Musik des 20. Jahrhunderts. Keine Oper im klassischen Sinne, sondern eine von Nono «Azione scenica» genannte Collage revolutionärer Texte von Karl Marx bis Che Guevara. Das äußerst selten aufgeführte Werk kam am Sonntag bei den Salzburger Festspielen heraus und wurde in der nicht ganz ausverkauften Felsenreitschule frenetisch bejubelt.

Gurnemanz verliert die Flügel: Stefan Herheims Bayreuther „Parsifal“ im zweiten Jahr

03.08.09 (Peter P. Pachl) -
Nach dem Ende des zweiten Aufzuges schrillte ein „Pfui“, gefolgt von Buh-, aber auch heftigen Bravorufen durch das Festspielhaus. Stefan Herheims Inszenierung des „Parsifal“ als eine Zeitreise von der Uraufführung bis zur Wiedereröffnung der Bayreuther Festspiele nach dem zweiten Weltkrieg polarisiert weiterhin. Insbesondere die konsequente Bebilderung vom Aufbruch der Feldgrauen in den ersten Weltkrieg am Ende der ersten Gralsszene, Klingsors Zaubergarten als makabre, filmzitatreiche Revue im Lazarett bis zum Hissen der NS-Fahnen und Zerstörung des NS-Zaubers verstörte einige Premierenbesucher.
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