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Alle Artikel kategorisiert unter »Albrecht Dümling«

Lebensmut haben, Brücken bauen

21.11.18 (Georg Beck) -
Berlin, Konzerthaus am Gendarmenmarkt, im Juni – Samuel Adler hat Humor. Und Freude daran, ihn mit anderen zu teilen. Sicher, da sind diese bitteren Erfahrungen, die mit seiner Emigration aus Nazideutschland zusammenhängen. So weit das alles zurückliegt, es ist präsent, abrufbar. Wie jetzt, beim Gesprächskonzert des Berliner Geschichtsvereins musica reanimata, zu dem er als Ehrengast geladen ist. Ein hervorragend besuchter Abend, ein abwechslungsreiches Programm, exzellente Ausführende und ein Samuel Adler, Jahrgang 1928, der von der Schule erzählt, in die er nicht mehr gehen durfte, von seinem jüdischen Geigenlehrer, der ihn jeden Tag unterrichtete, weil er Hunger hatte. Diese Dinge.

Seelenmusik: Der Komponist Samuel Adler zu Gast bei „musica reanimata“

24.06.18 (Martin Hufner) -
Man kann viel über neue Konzertformate nachdenken. Das ist gut. Man kann aber auch ganz einfach auf die Kraft der Sache und der Handlung setzen. Das Gesprächskonzert der Berliner Veranstaltungsreihe „musica reanimata“ am Donnerstag war so ein Glücksfall. In Person und Werk des amerikanisch-deutschen Komponisten Samuel Adler, mittlerweile 90 Jahre alt, wurde Musik- und Zeitgeschichte lebendig gehalten und hat einen ergriffen. Gesprächspartner Albrecht Dümling ist dafür zu danken.

Verfolgung und Wiederentdeckung

27.09.15 (Albrecht Dümling) -
Der Förderverein musica reanimata, der sich für die Wiederentdeckung NS-verfolgter Komponistinnen und Komponisten und deren Werke einsetzt, feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk Köln und dem Konzerthaus Berlin fanden seit 1992 mehr als 100 Gesprächskonzerte, teilweise mit den Komponisten selbst, statt. Außerdem ist der Verein Herausgeber der Buchreihe „Verdrängte Musik“ und der Zeitschrift „mr-Mitteilungen“. Anlässlich des Jubiläums unterhielt sich Carolin Gstädtner mit dem 1. Vorsitzenden von musica reanimata, Albrecht Dümling, über Arbeit und Ziele des Vereins.

Violinen aus der Asche

01.03.15 (Isabel Herzfeld) -
Die Geige war immer dabei. Auch als Erich Weininger, ein musikliebender Metzger aus Wien, 1939 verhaftet und nach Dachau gebracht wurde. Dort wirkte er vermutlich in heimlichen Konzerten mit. Aus dem KZ Buchenwald wurde er auf Initiative der Quäker entlassen, doch da die britische Besatzungsmacht keine Flüchtlinge in Palästina mehr aufnahm, musste er erst den Umweg über die Tropeninsel Mauritius nehmen, bevor er 1945 das Gelobte Land betreten konnte.

Violinen aus der Asche – Die Ausstellung „Violinen der Hoffnung“ in der Berliner Philharmonie zeigt die Musikinstrumente verfolgter Juden

08.02.15 (Isabel Herzfeld) -
Die Geige war immer dabei. Auch als Erich Weininger, ein musikliebender Metzger aus Wien, 1939 verhaftet wurde und nach Dachau gebracht wurde. Dort wirkte er vermutlich in heimlichen Konzerten mit. Aus dem KZ Buchenwald wurde er auf Initiative der Quäker entlassen, doch da die britische Besatzungsmacht keine Flüchtlinge in Palästina mehr aufnahm, musste er den Umweg über die Tropeninsel Mauritius nehmen, bevor er erst 1945 das Gelobte Land betreten konnte.

Bücher-Tipps 2013/03

03.03.13 (Michael Wackerbauer) -
Albrecht Dümling: Verweigerte Heimat. Léon Jessel (1871–1942) +++ Christian Lemmerich: Winfried Zillig. Komponist unter wechselnden Vorzeichen +++ Marion Schäuble: Auftritt! Musiktheater mit Kindern und Jugendlichen

Fremd bin ich eingezogen …

07.03.12 (Viktor Rotthaler) -
Seltsam ist das, wenn in einem Buch eine Adresse auftaucht, die einem bekannt vorkommt, Von-der-Tann-Straße 31. Ein paar Häuser weiter war jahrzehntelang die Redaktion der neuen musikzeitung gewesen. Dort hatte bis April 1933 der damalige zweite Kapellmeister des Regensburger Stadttheaters, Adolf Brenner, ein Untermietzimmer gehabt. Weil er „nichtarisch“ war, fiel er unter das Berufsverbot der Nazis.

Klänge, Bilder und Texte, die uns bewegen

06.12.11 (nmz-red) -
Vom Tango bis zur Musikgeschichte

Musikpublizistik mit Geschichtsbewusstsein

31.01.09 (nmz-red) -
Der langjährige nmz- und ConBrio-Autor Albrecht Dümling begeht im Februar seinen sechzigsten Geburtstag. Der am 10. Februar 1949 in Wuppertal geborene Musikwissenschaftler und -kritiker lebt heute in Berlin. Nach dem Studium von Kirchen- und Schulmusik, Musikwissenschaft, Germanistik und Publizistik in Essen, Wien und Berlin promovierte er 1978 bei Carl Dahlhaus mit einer interdisziplinären Arbeit über Arnold Schönberg und Stefan George. 1985 legte er das erste umfassende Buch über Bertolt Brechts Zusammenarbeit mit Komponisten vor („Lasst euch nicht verführen. Brecht und die Musik“). Seine jüngste Buchpublikation widmet sich der Geschichte des musikalischen Aufführungsrechts (Musik hat ihren Wert).
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