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Alle Artikel kategorisiert unter »Andreas Conrad«

Im Gegenwind der Barbarei – Peter Ruzickas neue Oper „Benjamin“ an der Staatsoper Hamburg uraufgeführt

11.06.18 (Joachim Lange) -
Als Komponist ist Peter Ruzicka (69) nicht der Mann für’s Leichte. Wenn er seinen Opern über Celan (2001 in Dresden) und Hölderlin (2008 in Berlin uraufgeführt) jetzt in Hamburg eine dritte über Walter Benjamin folgen lässt, dann darf man mit etwas Grundsätzlichem und musikalisch Schwergewichtigem rechnen. In der Art jenes Sturms, der uns vom Paradiese wegtreibt. In eine Zukunft, der wir in Wahrheit den Rücken zukehren. Mit dem Blick auf die Trümmer, die sich in der Vergangenheit immer höher vor uns auftürmen.

Neue Besetzungen und noch mehr Krokodile: „Siegfried“ und „Götterdämmerung“ bei den Bayreuther Festspielen

01.08.16 (Peter P. Pachl) -
Als nach dem Schlussakkord des Premieren-„Ring“ der Vorhang fiel, brandete auch im vierten Jahr von Frank Castorfs Inszenierung im Publikum ein heftiger Widerstreit von Buh- und Bravo-Rufen auf. Die ungewöhnliche Sicht des Regisseurs ersetzt Wagnersche Mythologeme durch eigene Bildeinfälle – mit Öl statt Gold, Ostberlin vor und nach der Wende statt Gibichs Hof am Rhein und dem westlichen Einfluss von Döner und Börse anstelle von Hagens Intrige. Das erhitzt weiterhin die Gemüter und bot in den Pausen, neben den höchst unterschiedlichen Vorgängen der Überwachung des Publikums durch Polizei und Sicherheitskräfte, immer wieder neuen Diskussionsstoff.

Wahnsinn – Aribert Reimanns „Lear“ nach 35 Jahren wieder

24.05.16 (Frieder Reininghaus) -
Frieder Reininghaus hat in Paris eine fein ausgesponnene Inszenierung von Reimanns „Lear“ gesehen. Calixto Bieitos inszenatorisches Handwerk sei feinfühliger geworden und mache das genaue Zuschauen doppelt lohnend, meint unser Rezensent.

Krokodil-Nachwuchs auf dem Alexanderplatz – „Siegfried“ bei den Bayreuther Festspielen

31.07.15 (Peter P. Pachl) -
Im Sonderpostamt auf dem Bayreuther Festspielhügel werden zwei Sonderstempel angeboten, einer zu „Tristan und Isolde“ und einer zur Kinderoper „Parsifal“. Besonderer Beliebtheit erfreut sich dort die Sonderbriefmarke von Pina Bausch, zitiert doch Frank Castorfs Inszenierung des „Siegfried“ mit den Krokodilen Pina Bauschs „Keuschheitslegende“.

Parodos in Kamera-Bilderflut – „Das Rheingold“ bei den Bayreuther Festspielen

28.07.15 (Peter P. Pachl) -
Leider zum letzten Mal dirigiert in diesem Bayreuther Sommer Kirill Petrenko den „Ring des Nibelungen“. Dessen Klangmagie ist das eigentliche Ereignis der von Frank Castorf im Bühnenbild von Aleksandar Denić und in opernuntypischen Kostümen von Adriana Braga Peretzki inszenierten Tetralogie Richard Wagners ist – zumindest am Vorabend des Zyklus – zum reinen Genuss gesteigert. Beim kritischen Betrachten der Inszenierung stellen sich hingegen im dritten Jahr einige Ermüdungserscheinungen ein.
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