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Alle Artikel kategorisiert unter »Antony Hermus«

Frei nach Marschner „Der Vampyr“ als Freak-Grusical

22.03.16 (Peter P. Pachl) -
„Vampyr“-Exzerpte und neue Musik konnte bei der Premiere unser Kritiker Peter P. Pachl an der Komischen Oper Berlin ausmachen – trotzdem scheint man das Thema verfehlt zu haben.

Vertrauen in die künftigen Generationen – Eindrücke von Young Euro Classic 2015

20.08.15 (Albrecht Dümling) -
Seit seiner Gründung vor sechzehn Jahren hat das Festival Young Euro Classic einige Änderungen erfahren. Der Kreis der eingeladenen Jugendorchester sprengte bald die europäischen Grenzen. Auch die zunächst sehr niedrigen einheitlichen Eintrittspreise stiegen kontinuierlich an und sind mittlerweile in drei Kategorien unterteilt. Unverändert ist dagegen das Grundkonzept, das weiterhin künstlerisch von Dieter Rexroth und organisatorisch von Gabriele Minz verantwortet wird. Zu den Konstanten gehören das Konzerthaus Berlin als Schauplatz, die zu Beginn gespielte Festival-Hymne, die Begrüßung durch wechselnde Paten und die Künstlern und Sponsoren als Dank überreichten Sonnenblumen.

Leicht, ironisch, witzig – Das Anhaltische Theater Dessau vollendet seinen Nibelungen Ring mit einem bejubelten „Rheingold“

01.02.15 (Joachim Lange) -
Der regieführende Noch-Intendant André Bücker und der ebenfalls Dessau verlassende GMD Antony Hermus haben es hinbekommen: Sie haben das Kunststück fertig gebracht und ihren Nibelungen Ring vollendet. Gegen alle widrigen, vor allem politischen Rahmenbedingungen. Selbst der Untertitel „in der bauhausstadt“ ist mehr als nur ein Marketing-Gag. Über weite Strecken wird dieser Bezug zu einer ästhetischen Inspiration, um das Wagnersche Monstrum neu zu befragen. Möglicherweise ist es für das Anhaltische Theater der letzte gelungene Beweis für die mobilisierende Kraft, die ein gemeinsamer Wille zur Kunst auch in Sachsen-Anhalt freizusetzen vermag.

(K)ein Würfel zum Einschlafen – Richard Wagners „Walküre“ in Dessau

28.09.14 (Joachim Lange) -
Der erste Akt der „Walküre“ ist bei den Fans populär und spielt sich eigentlich von selbst. Zwischen den Sturmböen des Vorspiels und Siegmunds „Wes Herd dies auch sei“, bis hin zum inzestuösen „So blühe denn Wälsungenblut“ der Wotanssprößlinge Siegmund und Sieglinde fühlt sich noch jeder Wagnerfan wohl. Wenn es gut geht, auf der Stuhlkante. In Dessau war das nicht ganz so.

Dessauer Generalmusikdirektor Antony Hermus verlängert seinen Vertrag nicht über die Spielzeit 2014/15

01.07.14 (PM) -
Antony Hermus, seit der Spielzeit 2009/10 Generalmusikdirektor des Anhaltischen Theaters Dessau und Chefdirigent der Anhaltischen Philharmonie wird seinen Vertrag nicht über die Spielzeit 2014/15 hinaus verlängern. Nach sechs Spielzeiten wird Antony Hermus im Sommer 2015 die Bauhausstadt verlassen.

Wenn der Herzog den Künstler am Leben lässt …

06.04.14 (Andreas Hauff) -
Schon mit 19 Jahren, als junger Kapellmeister in Lüdenscheid, habe er das Musiktheater als seine Domäne entdeckt, gab Kurt Weill einmal zu Protokoll. Doch 64 Jahre nach seinem Tod bleibt auf deutschen Bühnen jenseits von „Dreigroschenoper“ und „Mahagonny“ immer noch viel zu entdecken – auch wenn sich die amerikanische Oper „Street Scene“ inzwischen im Repertoire etabliert.

Rattengift bleibt Rattengift –„Lady Macbeth von Mzensk“ auf hohem musikalischem Niveau am Anhaltischen Theater in Dessau

30.03.14 (Joachim Lange) -
Nein, sympathisch ist sie nicht diese Ekaterina Ismailowa aus dem Mzensker Bezirk. Sie mischt ihrem Schwiegervater Rattengift unter die Pilze. Was selbst dann nicht geht, wenn der ein ausgemachtes Miststück ist. Als sie von ihrem Ehemann mit ihrem Geliebten überrascht wird, muss auch der Angetraute dran glauben und wird im Keller entsorgt. Diese sprichwörtliche Leiche stinkt bei der Hochzeit mit ihrem Sergej so zum Himmel, dass selbst der versoffenste Knecht es bemerkt und die dämlichste Polizei aktiv werden muss. Als auf dem langen Fuß-Marsch in die sibirische Verbannung Sergej ihr die roten Wollstrümpfe für seine neue Flamme abluchst, muss auch die dran glauben und beim finalen Selbstmord mit ins Wasser, das so tief und dunkel wie ihre Seele ist.

Im Auge des Taifuns. Antony Hermus und die Anhaltische Philharmonie beim 22. Kurt-Weill-Fest im krisengeschüttelten Dessau-Roßlau

15.03.14 (Andreas Hauff) -
Auch das 22. Kurt-Weill-Fest in Dessau-Roßlau konnte mit Qualität und Vielfalt überzeugen. Doch es steht nicht gut um die Kultur in Sachsen-Anhalt, und auch während des Festivals war die Nervosität zu spüren. Im Mittelpunkt des Programms standen Betroffene: Artists-in-Residence waren die Anhaltische Philharmonie und ihr GMD Antony Hermus. Sie ließen sich nichts anmerken – jedenfalls beim Spielen.

Zentenarium der Neuen Musik: Das IMPULS Festival in Sachsen-Anhalt

10.12.13 (Michael Jenne) -
„Das Paradies ist überall!“, so lautete eigentlich das Motto, das vom Leitungsduo des IMPULS Festivals, Hans Rotman und Almut Fischer, für dessen sechsten Jahrgang ausgerufen war. Als Luther-Zitat passt ein solches Motto gewiss in die Reformations-Dekade, war aber damals schon nur theologisch zu verstehen; Bezüge zur Neuen Musik ließen sich jedoch in dem durchaus üppigen und sehr vielfältigen IMPULS-Angebot nur gelegentlich wahrnehmen.

Spieler beim Spielen: Halbzeit beim Dessauer „Ring“ – trotz Hochwasser und Gegenwind

26.06.13 (Andreas Hauff) -
Wagners „Ring“ gibt es in letzter Zeit an ungewöhnlich vielen Theatern zu erleben. Der Dessauer „Siegfried“ allerdings verdient besondere Beachtung – nicht nur, weil das Anhaltische Theater die Tetralogie von hinten begonnen hat und mit der letzten Aufführung der Saison nun in die Halbzeit gegangen ist, und nicht nur, weil das Theater am 28. Juni in einer symbolischen Aktion in der Stadt „verankert“ werden soll.
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