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Alle Artikel kategorisiert unter »Frank Beermann«

Wagner-Wunder in der Provinz – „Götterdämmerung“ in Minden

08.09.18 (Regine Müller) -
Ein winziges Provinz-Theaterchen ohne eigenes Ensemble und Orchester mit gerade einmal 535 Plätzen spielt Wagner? Das klingt eigentlich nach purem Größenwahn oder besser noch nach laienhafter Selbstüberschätzung. Doch in Minden hat dieser Wahnsinn seit 16 Jahren Methode und hat sich nun gerade mit der Premiere der „Götterdämmerung“ zu unglaublichem Erfolg verdichtet. Denn nun ist der „Ring“ tatsächlich rund, im kommenden Jahr wird die gewaltige Tetralogie, unter der selbst große Operntanker ächzen sogar zwei Mal zyklisch über die Bühne gehen. Ein Wunder. Zumal sich der Mindener „Ring“, ebenso wie alle die Produktionen der Vorjahre keineswegs hinter den großen Häusern verstecken muss. Im Gegenteil.

Alfried Krupp, der Erdgeist – Marschners „Hans Heiling“ in Essen

02.03.18 (Roland H. Dippel) -
Industriekultur und romantische Oper total: Regisseur Andreas Baesler und Dirigent Frank Beermann verlegen Heinrich Marschners „Hans Heiling“ vom böhmischen Erzgebirge an die Ruhr. Aus dem Thronfolger der Erdgeister wird ein Krupp-Erbe, der kurz vor dem Niedergang der Zechen kein Liebesglück findet. Am Aalto-Theater Essen tritt „Hans Heiling“ legitim aus dem Schatten Richard Wagners. Eine spannende, bewegende Produktion!

Silberscheiben, die bleiben

24.12.16 (Peter P. Pachl) -
Der persönliche Jahresrückblick der nmz-Phonokritiker. Rara et diversa: Franz Schmidt, Max Reger, Bernd Alois Zimmermann, WDR Sinfonieorchester, Carl Goldmark, Frank Beermann, André Previn, Erwin Stein, Gerhard Weinberger und Franz Schmidt, Max Reger, Bernd Alois Zimmermann, WDR Sinfonieorchester, Carl Goldmark, Frank Beermann, André Previn, Erwin Stein, Gerhard Weinberger.

Auf dem Weg zur deutschen Oper: CD-Premiere von Otto Nicolais „Die Heimkehr des Verbannten“

10.11.16 (Peter P. Pachl) -
Der 1810 in Königsberg geborene Otto Nicolai hatte offenbar eine Vorliebe für britische Stoffe. So komponierte er als Kapellmeister am Wiener Kärntnertortheater 1837 „Rosmonda d’Inghilterra“. 1840 folgte in Turin „Il templario“. Obgleich die französische Dramenvorlage zu „Il proscritto“, Frédéric Souliés „Le proscrit“, in Grenoble spielt, ist die Handlung von Nicolais „Il proscritto“ vor dem Hintergrund der Rosenkriege in England angesiedelt. Und die bekannteste Oper dieses Komponisten, „Die lustigen Weiber von Windsor“, basiert bekanntlich auf Shakespeare.

Da reichen eine Handvoll Requisiten – Wagners „Walküre“ in Minden

Vor genau einem Jahr startete der Richard-Wagner-Verband im ostwestfälischen Minden das wohl ambitionierteste Projekt in seiner über hundertjährigen Geschichte: Wagners „Rheingold“ war der Auftakt zur Inszenierung des kompletten „Ring des Nibelungen“ im örtlichen Stadttheater. Eine Herausforderung, bietet das Haus doch eigentlich kaum die technischen Voraussetzungen zur Realisierung dieses Opern-Giganten. Wie sich aus einem Mangel an Möglichkeiten denn doch ein Vorteil ergeben kann, zeigt nach dem „Rheingold“ in diesem Jahr auch die „Walküre“.

Handwerklich souveräne „Meistersinger“ an der Oper Chemnitz

23.03.16 (Dieter David Scholz) -
Dieter David Scholz war bei der Abschiedsinszenierung Michael Heineckes in Chemnitz zu Gast und hat eine guten, aber bisweilen gegen die Intention Wagners inszenierten Opernabend gesehen.

Oper Chemnitz: Abschied von Dirigent und Chefregisseur mit Wagner

19.03.16 (dpa) -
Chemnitz - Mit der Wagner-Oper «Die Meistersinger von Nürnberg» verabschieden sich gleich zwei führende Theaterköpfe vom Chemnitzer Opernpublikum. Am Samstag feiert die letzte Inszenierung von Generalmusikdirektor Frank Beermann und Chefregisseur Michael Heinicke Premiere.

Zemlinskys „Der Zwerg“ an der Oper Chemnitz: Kitsch contra Kälte

09.11.15 (Roland H. Dippel) -
Das Chemnitzer Premierenpublikum liebt sein Opernhaus. Und so gab es bei der Zemlinsky-Premiere für knappe 80 Minuten ebenso viel herzlichen Applaus wie für eine abendfüllende Produktion. Andernorts wurde der kurzweilige Einakter kombiniert mit „Eine florentinische Tragödie“, „Herzog Blaubarts Burg“ oder – zuletzt in Mainz – mit „Gianni Schicchi“. Es war eine künstlerische Entscheidung der Leitung, das Publikum mit diesem Fin-de-siècle-Spätling ohne Anhängsel zu beschenken.

„Kein Mensch darf mehr entstehen“ – Welttheater in Chemnitz: Deutsche Erstaufführung von Péter Eötvös' Oper „Paradise Reloaded (Lilith)“

23.03.15 (Michael Ernst) -
Wer das sehen will, sollte sich sputen: Nur sechs Aufführungstermine sind für die Deutsche Erstaufführung der Oper „Paradise Reloaded (Lilith)“ des ungarischen Komponisten Péter Eötvös in Chemnitz verzeichnet. Einmal mehr hat das Haus etwas riskiert, nach Wagnissen wie Franz Schrekers „Der Schmied von Gent“, Hans Pfitzners „Die Rose vom Liebesgarten“ und Péter Eötvös' „Love and Other Demons“ sowie zuletzt Erich Wolfgang Korngolds „Die tote Stadt“ ist mit dieser Produktion nichts weniger als ein Menschheitsmythos auf die Bühne gekommen. In Gegenwart des Komponisten hatte das vor eineinhalb Jahren in Wien uraufgeführte Werk nun seine Deutschland-Premiere.

Traumfrauen soll man nicht umbringen – Korngolds „Die tote Stadt“ in Chemnitz

26.10.14 (Michael Ernst) -
Chemnitz hält sich den Spiegel vor und zeigt „Die tote Stadt“ von Erich Wolfgang Korngold. Lohnt es sich, von den leeren Straßen ins auch zur Premiere nicht ausverkaufte Opernhaus zu wechseln?
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