Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Holger Noltze«

Brave New Music World

10.07.20 (Bojan Budisavljevic) -
„Ich bin ein riesiger, elektrischer Generator / Ich liefere Ihnen Licht und Kraft / Und ermögliche es Ihnen, Sprache, Musik und Bild / Durch den Äther auszusenden und zu empfangen / Ich bin Ihr Diener und Ihr Herr zugleich“. So sang und klang 1975 in „Die Stimme der Energie“ eben dieselbe aus dem Vocoder von Kraftwerk.

Musik ist kein Selbstzweck

03.11.16 (Direk Klose) -
Viele Musiker werden nach ihrem Tod zur Legende, manche aber auch schon zu Lebzeiten, so der Pianist Menahem Pressler. Er gehörte dem berühmten Beaux Art Trio an und hat dessen Stil und Spiel wesentlich bestimmt. Als sich das Trio 2008 nach 53 Jahren auflöste, setzte Pressler seine Karriere zum allgemeinen Erstaunen allein fort und gastiert seitdem als Solist und mit Orchestern; in Erinnerung ist das Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker 2014, als der damals 91-jährige Pianist und der um dreißig Jahre jüngere Simon Rattle bei Mozarts letztem Klavierkonzert zu einem bewegenden Auftritt zusammenfanden.

Viele Köche würzen den Brei

01.07.15 (Robert von Zahn) -
Musikpädagogische Programme von außerschulischen Trägern für den schulischen Raum haben sich in den vergangenen zehn Jahren vermehrt. Während der Fachunterricht Musik in Schulen immer seltener von Fachkräften gegeben wird oder überhaupt stattfindet, erhalten Schulen häufiger Projekt- oder Programmangebote von Stiftungen oder vom Land NRW. Tagungen und Kongresse haben diese schon verschiedentlich thematisiert. Oft gingen sie von jenen außerschulischen Trägern selbst aus und nicht selten liefen sie Gefahr, selbstreferenziell zu werden. Die Tagung des Landesmusikrats NRW und der Stadt Essen wählte deshalb eine Perspektive aus der Schule heraus auf diese Programme.

Kaum Zukunftsbotschaften aus dem Kölner Kummerkasten

01.03.15 (Georg Beck) -
Auf den Gesichtern am Ende eine Mischung aus Enttäuschung und Ernüch­terung. Fragte man in die Runde, was denn nun geblieben sei von dieser mit so großen Erwartungen verbundenen Veranstaltung, wurde man verwiesen auf den kleinsten gemeinsamen Kongress-Nenner, den es gibt und geben kann. Dass das Symposium stattgefunden habe, dies sei sein Erfolg!

Musikmesse 2013. Musikland Deutschland? Eine Verteidigung

Der Kultur- und Musikjournalist und Autor Holger Noltze steht in einem Expertengespräch auf der nmz-Messebühne. Dass die Abo-Besitzer in deutschen Konzert- und Theaterhäusern immer älter und auch immer weniger werden, ist keine neue Erkenntnis. Wer aber sind die Menschen, die nicht ins Konzert gehen? Warum begeistern sie sich nicht für ein Angebot, in dessen Planung und Umsetzung sich so viele so sehr bemühen, dass es begeistern kann?

Hörer und Nichthörer in der Legitimationsdebatte: Nach seiner Kritik an der „Leichtigkeitslüge“ nimmt Holger Noltze nun das Musikland Deutschland als Ganzes in den Blick

16.02.13 (Juan Martin Koch) -
Holger Noltze: Musikland Deutschland? Eine Verteidigung. Musik in der Gesellschaft. Gütersloh, Verlag Bertelsmann Stiftung 2013, 99 S., ISBN 978-3-86793-431-2, € 16,00

Wider den grimmigen Belustigungs-Furor: Zu einigen Missverständnissen in der Musikvermittlung

Vermittlungs-Ideen und -Projekte schwallen tsunamigewaltig übers Land. Beinahe täglich sprießen sogenannte „Education Projects“ aus dem Nährboden einer schier unendlichen Vermittlungs-Fantasie, bestreut mit musikpädagogischem Beglückungs-Dünger und begossen mit dem Wasser einer sozialkompensativen Erlösungs-Hoffnung, propagiert mit dem sturen Eifer kultureller Heilsarmeen. Was immer an mehr oder weniger seriösen Bespaßungs-Programmen Eingang findet in Kindergärten, Grundschulen oder Jugendzentren, segelt unter dem Label „Musikvermittlung“, obschon es dabei kaum um die Musik selbst geht, sondern um deren vulgärmethodische Instrumentalisierung.

Von der Ausrollung eines fliegenden Teppichs in Berlin

18.02.11 (Martin Hufner) -
„Du bist verrückt mein Kind, du musst nach Berlin; wo die Verrückten sind, ja da muss’te hin“. Und so ist Berlin voll mit Menschen und Verrückten. In so einen Haufen von Neue-Musik-Verrückten hat die Berliner Gesellschaft für Neue Musik (BGNM) den Autoren des Buches „Die Leichtigkeitslüge“, Holger Noltze zum Gespräch geladen. Neue Musik gilt ja für gewöhnlich als schwer, ein leichtes Spiel also für Noltze?

Wie vermittelt man eigentlich eine Preisverleihung?

14.12.10 (Juan Martin Koch) -
Da waren sie also wieder einmal versammelt, die „furchtbaren Vermittler“ (Holger Noltze, siehe nmz 11/2010). Wobei die Versammlung so groß nicht war, die sich da im Studio 1 des Bayerischen Rundfunks anlässlich der Verleihung des „junge ohren preis“ 2010 eingefunden hatte. Mit einigem Wohlwollen zählte man tagsüber drei Dutzend Besucher, die Nominierten, die Präsentatoren und anderweitig Involvierte freilich miteingeschlossen. Tagsüber?

Munter kreiselt die Verblödungsspirale: Ein Essay entlarvt die „Leichtigkeitslügen“ der „furchtbaren Vermittler“

05.11.10 (Juan Martin Koch) -
Karl Valentins berühmtes Diktum, demzufolge Kunst schön sei, aber viel Arbeit mache, meinte hauptsächlich das Verfertigen derselben. Einiges spricht dafür, es auch auf die Anstrengung zu beziehen, die es kosten kann, sich ihr auszusetzen. Folgt man der Argumentation des Musikjournalisten und Autors Holger Noltze, liegt in dieser Anstrengung gar der Schlüssel für eine dem Gegenstand angemessene Rezeption. „Gute Musik richtig hören ist schön, macht aber viel Arbeit“: Auf diese Formel könnte man die Grundthese seines jüngst erschienenen, höchst lesenswerten Essays verkürzen, würde man sich damit nicht gleich jener Sünde schuldig machen, die er zum Buchtitel erhoben hat: der „Leichtigkeitslüge“. [Aus nmz 11-2010]
Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: