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Alle Artikel kategorisiert unter »Jakob Peters-Messer«

„Die Sache Makropulos“ in Dessau: Triumph für Iordanka Derilova

04.02.20 (Roland H. Dippel) -
Es besagt viel über gegenseitiges Vertrauen, wenn sich ein Haus mit Gastspielbetrieb wie das Theater Schweinfurt aus dem Angebot eines langjährigen Partners, des Anhaltischen Theaters Dessau, gezielt Leoš Janáčeks intensive, aber vom breiten Publikum ungeliebte Oper „Die Sache Makropulos“ heraussucht: Dieses Vertrauen in Qualität, Leistung, Überzeugungskraft und Publikumsbindung ist vollauf berechtigt. Die zweite Vorstellung der Neuproduktion im sträflich leeren Dessauer Theater am Friedensplatz wurde zu einem Triumph des Ensembles des Anhaltischen Theaters und vor allem der Sopranistin Iordanka Derilova.

Spiel mir das Lied von Effi… Uraufführung von Siegfried Matthus’ „Effi Briest“ in Cottbus

20.10.19 (Joachim Lange) -
Heute kann sich kein Gymnasiast mehr durch einen Theaterbesuch die Lektüre eines Klassikers ersparen. Das ist eine Binsenweisheit, weil das Theater heute viel zu selbstbewusst und eigensinnig mit diesen Vorlagen umgeht. Die gerade uraufgeführte Opernversion von „Effi Briest“ ist da eine Ausnahme von der Regel. Zumindest, wenn man sich mit einer kurzen Zusammenfassung zufrieden gibt.

Musikalische Glanzleistung: Dvořáks „Katja und der Teufel“ in Dessau

03.06.19 (Roland H. Dippel) -
Antonín Dvořák wollte in seinen letzten Lebensjahren nur noch für die Bühne komponieren. Vor „Rusalka“ vollendete er eine andere Märchenoper, die seit ihrer Uraufführung im Prager Nationaltheater 1899 in Tschechien zum Standardrepertoire gehört, sich aber im deutschen Sprachraum nach der Erstaufführung 1909 in Bremen nicht behaupten konnte. Ein kaum entschuldbares Versäumnis. Das Anhaltische Theater Dessau macht mit dem hierzulande unterschätzten Werk bekannt. Man feierte „Katja und der Teufel“ („Čert a Kača“) auch nach der zweiten Vorstellung mit langem Jubel. Eine Empfehlung von Roland H. Dippel.

Oper Magdeburg eröffnet Spielzeit mit Wagners „Walküre“

12.09.18 (Joachim Lange) -
Nur einen Teil aus Richard Wagners Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ auf den Spielplan zu setzten, hat etwas von „ein bisschen schwanger“. Aber wenn man es dann schon mal macht, so wie jetzt die Oper in Magdeburg zum Spielzeitauftakt, dann bietet sich dafür die „Walküre“ noch am ehesten an. Das „Was-bisher-geschah“ (und zwar im „Rheingold“ und in der Zeit zwischen Einzug der Götter und „Walküre“) wird hier nämlich ohnehin ausführlich erzählt.

Im Labyrinth der Macht – Die Oper Leipzig beginnt die neue Spielzeit mit Verdis „Don Carlo“

02.10.17 (Joachim Lange) -
Nach Braunschweig jetzt auch Leipzig: Giuseppe Verdis „Don Carlo“ passt einfach zur Spielzeiteröffnung. Man kriegt Schiller und Verdi an einem Abend. Also große Gefühle, große Politik - von allem etwas. In Leipzig hat man sich jetzt für die italienische Mailänder Fassung von 1884, also die vieraktige ohne den Akt in Fontainbleau, entschieden. Damit bleibt der Abend zwar unter der Grand-Opera Überlänge, aber auf dreieinhalb Stunden brutto kommt er trotzdem. Da hätte man die Vorgeschichte in Frankreich ruhig auch noch spielen können.

Erfurt: Domstufen-Festspiele zeigen Puccinis Oper „Tosca“

10.08.16 (dpa) -
Eine prächtige Domkulisse gepaart mit opulenter Bühnenausstattung und ausgezeichneten Sängern und Musikern: Das macht den Reiz der Erfurter Domstufen-Festspiele aus. In diesem Sommer soll Puccinis „Tosca“ ziehen.

Rodenbach versus Korngold-Factory – „Die tote Stadt“ am Theater Magdeburg

31.01.16 (Peter P. Pachl) -
Erich Wolfgang Korngolds „Die tote Stadt“ feiert nachhaltiger Bühnenrenaissance als andere wiederentdeckte Opern des frühen 20. Jahrhunderts. Neben großen und Festspiel-Bühnen nehmen sich auch kleinere Häuser der vom Wiener Kritikerpapst Julius Korngold unter dem Pseudonym Paul Schott verfassten, von seinem Sohn als Wunderkind kongenial vertonten Stoff nach dem Roman von Georges Rodenbach „Bruges-la-Morte“ an.

Maifestspiele Wiesbaden von Stimmenfest mit Leonardo Vincis Oper „Il Catone in Utica“ gekrönt

31.05.15 (Joachim Lange) -
Der Händelzeitgenosse Leonardo Vinci (1690-1730) ist als jüngste Wiederentdeckung eine Gratisrendite des Barockbooms. Nachdem die Großmeister wie Händel oder Rameau im Repertoire etabliert sind und auch Telemann oder Hasse ihre Chance haben, weckt das bei den spezialisierten Interpreten und beim Fan-Publikum mit der Zeit Lust auf mehr neues Altes.

Ein Drama auf hoher See mitten in Sachsen – Chemnitz wagt sich an Meyerbeers „Afrikanerin“

04.02.13 (Michael Ernst) -
Chemnitz traut sich was: Nicht nur, dass die selten gespielte Oper „Vasco da Gama“ („Die Afrikanerin“) von Giacomo Meyerbeer mal wieder gezeigt wird – hier bringt man die Erstaufführung der kritischen Ausgabe. Und die dauert lange fünf Stunden. Doch mindestens ebenso bemerkenswert ist die Tatsache, dass Chemnitz – vor wenigen Jahren mit einem „Ring“ in den Schlagzeilen – sein Wagner-Jahr mit einem Meyerbeer startet. Das ist mutig.

Junge Oper Weikersheim 2009

Im Rahmen der internationalen Sommerkurse der Jeunesses Musicales Deutschland studierte die Junge Oper Weikersheim diesen Sommer Otto Nicolais fantastisch-komische Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“ ein. Am 22. Juli startete die Open-Air-Inszenierung im mittelalterlichen Schlosshof. nmzMedia fing die Atmosphäre direkt vor der ersten Aufführung ein und war natürlich auch bei der Premiere dabei.

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