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Alle Artikel kategorisiert unter »Klangforum Wien«

Im Labyrinth der Bezüge

28.04.22 (Regine Müller) -
In diesen Tagen steht der Sinn eigentlich nach anderen Dingen, als ausgerechnet Fragen zum Fortschritt der Neuen Musik zu diskutieren. Und das schon gar nicht in Berlin, wo Ankommende am Hauptbahnhof mit der neuen mitteleuropäischen Realität des nicht nachlassenden Stroms von ukrainischen Flüchtlingen konfrontiert werden. Und wenn dann beim Spaziergang Unter den Linden die russische Botschaft mit viel Polizeipräsenz großflächig und streng abgesperrt ist, wird der Ernst der Lage unübersehbar. Dennoch nimmt in Berlin der Kulturbetrieb, endlich befreit von den langen Einschränkungen, nahezu unbeirrt seinen Lauf.

Im Labyrinth der Bezüge: Das Berliner Festival MaerzMusik hinterlässt gemischte Eindrücke

30.03.22 (Regine Müller) -
Das Berliner MaerzMusik-Festival erprobt und diskutiert ein erweitertes Verständnis Neuer Musik und ihrer Präsentation, weg vom tradierten Konzert, hin zum offenen Event und diskursiven Formaten. Das franst gelegentlich aus in die Beliebigkeit.

unüberhörbar 2022/03

Hanns Eisler: Couplets, Ballads, Orchestral Suites 2–4, Die letzte Nacht. HK Gruber (Chansonnier), Wolfram Berger (Sprecher), Ensemble «die reihe», Klangforum Wien. +++ Leoš Janácek: Auf verwachsenem Pfade. Arr. für Streichorchester: Daniel Rumler. Texte von Maïa Brami. Camerata Zürich, Igor Karsko.

Donaueschinger Musiktage 2021 – Donnerstag

Die Musiktage haben offiziell begonnen. „Donaueschingen global“ heißt der Schwerpunkt in der 100. Ausgabe des Festivals. So spielt das „Klangforum Wien“ Werke des Norwegers Øyvind Torvund und der Kolumbianerin Carolina Noguera Palau.

Leider nur Vision x.0 - Miroslav Srnkas Weltraum-Oper „Singularity“ in München uraufgeführt

06.06.21 (Wolf-Dieter Peter) -
Bei Diskussionen um die Zukunft von Großsystemen geht es nicht unter „4.0“… Fortschritt verheißende Updates allenthalben - da muss die Kunst schon mithalten. Andererseits dominieren seit Ridley Scotts „Blade Runner“ von 1982 Dystopien und für dieses Filmkunstwerk hat Vangelis einen singulären Sound komponiert. Die Messlatte lag im Cuvilliéstheater also hoch.

Klangforum Wien: „Das Kompetenzensemble für das Neue in der Musik der letzten 100 Jahre“

27.08.20 (Regine Müller) -
Seit Beginn des Jahres ist Peter Paul Kainrath Intendant des Klangforum Wien. Der in Bozen, Wien und Moskau ausgebildete Konzertpianist war von 2001 bis 2012 künstlerischer Leiter der „Klangspuren Schwaz“ in Tirol, ist künstlerischer Leiter des Festivals für zeitgenössische Kultur „Transart“ und des internationalen Klavierwettbewerbs Ferruccio Busoni in Bozen und war Debuty Director der Manifesta-Foundation in Amsterdam. Mit dem Klangforum Wien verband ihn bereits vor seiner Intendanz eine langjährige Zusammenarbeit.

Der Stachel fehlt – Abtauchen bei den Donaueschinger Musiktagen 2019

22.10.19 (Georg Rudiger) -
So viele Terzen und Sexten, so viele Dur- und Mollakkorde wie in diesem Jahr waren vielleicht noch nie zu hören auf diesem Avantgarde-Festival. Jedenfalls geht es im Jahr 2019 mehr um Musik als um Konzepte, mehr um das Hören als um das Nachdenken, mehr um die Vergangenheit als um die Zukunft. Unserem Kritiker Georg Rudiger fehlte da gleichwohl ein wenig der musikalisch-politische Stachel.

Wir müssen reden !

27.02.19 (Rainer Nonnenmann) -
Experimentelle Konzepte der Produktion, Präsentation und Rezeption gehören zum Selbstverständnis neuer Musik, die sich durch kritische Selbstbefragung ihrer Innovationskraft und gesellschaftlichen Bedeutung versichert. Systembedingte Krisensymptome zeigen sich jedoch, wo nicht erst probiert, gefiltert, revidiert und optimiert wird, sondern dem Innovations-, Effizienz- und Finanzdruck gehorchend – Honorar gibt es nur für gelieferte Uraufführungen – halbfertige Prototypen veröffentlicht werden und immer mehr Musikschaffende und -veranstaltende der spezifischen Eigenart und Wirkungsmacht des Klingenden misstrauen. Sie setzen stattdessen auf Bilder, Filme, Games, Wörter, deren angeblich größere soziale Relevanz man mehr reklamiert als ästhetisch realisiert. Der Reflex auf die Beziehungskrise zwischen Komponierenden, Musik, Publikum und Gesellschaft lautet immer häufiger: Wir müssen reden!

Plädoyer für Live-Konzerte: Beat Furrer erhielt den Ernst-von-Siemens-Musikpreis 2018

05.05.18 (Roland H. Dippel) -
Aktuell fördert die Ernst-von-Siemens-Stiftung 115 ausgewählte Projektanträge mit einer Summe von 3,5 Mio. Euro. Am 3. Mai erhielt der österreichisch-schweizerische Komponist Beat Furrer im Prinzregententheater München den mit 250.000 Euro dotierten Ernst-von-Siemens-Musikpreis und trat selbst ans Pult des von ihm gegründeten Klangforum Wien. Die drei mit je 35.000 Euro dotierten Komponisten-Förderpreise gingen an Clara Iannotta, Oriol Saladrigues und Timothy McCormack.

Rituale ohne Dogmen: Die 50. Wittener Tage für Neue Kammermusik

01.05.18 (Stefan Pieper) -
„In Räumen sein, wo noch nie jemand war“, so formulierte der Klarinettist Jörg Widmann jenen Idealzustand der ästhetischen Belebung, welche bei den Wittener Tagen für neue Kammermusik seit nunmehr fünf Jahrzehnten Programm ist. So etwas wollen regelmäßig die angereisten Protagonisten herbeiführen und dafür reist eine internationale Zuhörerschaft an. Im Jahr 1969 wurde das Wittener Festival in seiner heutigen Form geboren. Einen verlässlichen Rahmen liefert hier der Westdeutsche Rundfunk, der sich in einer Zeit einklinkte, in der die Sicherstellung öffentlicher Bildungsaufträge auch für „Minderheiten“ noch ein Kerngeschäft war. In Witten lebt so etwas fort. Also wurde auch am Festivalwochenende 2018 abendfüllend Neue Musik in den Äther gestrahlt.
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