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Alle Artikel kategorisiert unter »Kurz-Schluss«

Theos Kurz-Schluss: „Es sind so viele Plagen, ich kann sie nicht ertragen. Statt fremdbestimmter Lügen will ich jetzt selbst betrügen.“

27.08.21 (Theo Geißler) -
Bislang sind die sieben biblischen Plagen gottlob so richtig noch nicht alle eingetreten: Zwar versengt die Sonne uns Menschen schon mit großer Hitze und der Euphrat führt deutlich weniger Wasser, aber immerhin wird das Meerwasser noch nicht zu Blut, allenfalls zu Plastik. Jede Menge naturgenerierter, aber oft genug menschengezeugter Plagen erschüttern dennoch unseren Planeten. Und wenn wir schon von menschengezeugten Plagen sprechen, möchte ich leicht triumphierend an einige der Eitelkeit, der Gier der Möchtegern-Schlauheit erinnern, die in den letzten Jahren zunehmend unsere Politik unglaubwürdig gemacht haben und nicht zuletzt dank der sogenannten „Plag-Geister“ entlarvt worden sind.

Theos Kurz-Schluss: Wie ich einmal dem Literatur-, vor allem aber dem Streaming-Markt einen sensationellen realitätsnahen Plot anbot

28.06.21 (Theo Geiẞler) -
Wir schreiben ungefähr das Jahr 40 nach Gretas Geburtstag. Ich versuche diese zeitliche Unschärfe, so gut ich kann, zu erläutern: Nach der vermutlich durch Liechtensteiner Banker finanzierten Entwicklung des C-Fraß-Virus durch monegassische Chemo-Spekulanten und die darauf folgende plötzliche Vernichtung aller globalen kohlenstoffbasierten Energiequellen (einschließlich der Diamanten!) entstand in den späten Dreißigern des Jahrhunderts nach damaliger Zählung weltweit ein Notstand, der durch den von Nordkorea versehentlich in Gang gesetzten Uranfraß noch verschärft wurde. Weder Wind-Dynamos noch Solarstrom, geschweige denn die weltweit spärlich vertretenen Wasserkraftwerke, konnten den Zusammenbruch der in Kraftlosigkeit erschlafften Industrie, geschweige denn der elektronischen Kommunikationsstrukturen, aufhalten. Rückfall in die Steinzeit? [Vorab aus Politik & Kultur 2021/7-8]

Kurz-Schluss – Wie ich einmal bei der Umsetzung eines beschlossenen Heftschwerpunktes massiv ins Schleudern geriet

27.05.21 (Theo Geiẞler) -
Bekannt und beliebt in gewissen gebildeten Kreisen bin ich für die trockene Präzision meiner Sprache, für die wissenschaftliche Exaktheit meiner Abhandlungen gerade im Rahmen dieser Rubrik unserer Kultur- und Naturzeitschrift. Während die meisten Autorinnen und Autoren des vorliegenden Themenheftes sich etwas überraschend teils mit der faszinierenden Vielfalt und Historie der Kerbtiere befassen oder mit deren auch pestizidverursachten Auslöschung, samt den für uns Menschen verheerenden Folgen, gerate ich in die mentale Zwangsjacke einer dramatischen Kindheitserinnerung: … [Vorabdruck aus Politik & Kultur 2021/06]

Theos Kurz-Schluss – Wie ich einmal vom Möchtegern-Distanzunterrichts-Pädagogen aus Versehen zum höchst gefährdeten Mitwisser wurde

26.03.21 (Theo Geißler) -
Nein, es war beileibe keine Schnapsidee. Die Zeiten inspirierenden Bärwurz-Genusses sind leberwert-bedingt längst vorbei. Eher schon war meine bildungspolitisch grundsätzlich phänomenale Idee dem ministerialen Papierkorb mit der Aufschrift „Gut gemeint ist längst noch nicht gut gemacht“ völlig ungerechtfertigter Weise – das sei vorweggenommen – zum Opfer gefallen. Auf dringender Suche nach einem kleinen Nebenverdienst – natürlich auf sinnstiftender Basis – entwickelte ich erfrischende Möglichkeiten, den im Distanzunterricht ohnedies sträflich vernachlässigten Geschichtsunterricht – beginnend bei unseren griechisch-demokratischen Wurzeln – dank Verknüpfung mit aktuellen Ereignissen auch für unsere Digital Natives supi aufzubrezeln. [Vorabdruck aus Politik & Kultur 2021/04]

Theos Kurz-Schluss – Wie ich einmal als bildungsbeflissener, ehrlicher Digitalvisionär am Bundeswirtschaftsministerium zerschellte

25.02.21 (Theo Geißler) -
Man soll ja doch ab und an mal ehrlich sein. Schon um im Unterschied zu zahlreichen sogenannten „aktiven“ Politikern und katholischen Oberbossen Glaubwürdigkeit zu bewahren. Was sich da beispielsweise der Hallenser Oberbürgermeister oder Augsburgs Bischof und viele weitere selbsternannte VIPs an betrügerischer Erschleichung vorzeitiger Corona-Impfungen geleistet haben, sollte zu flotten Abschiebungen all dieser Möchtegern-Schlitzohren in belarussische Bleibergwerke Anlass geben. Welche Werte werden da ansonsten sozusagen im Distanzunterricht unseren Kindern und Jugendlichen vermittelt? Da könnte man statt des Grundgesetzes gleich den Gesellschaftsvertrag von „Blackwater“ oder der Deutschen Bank als bundesrepublikanische Rechtsgrundlage installieren. [Vorab aus Politik & Kultur 2021/03]

Theos Kurz-Schluss – Wie ich einmal versuchte, mich IT-technisch nützlich zu machen, und der erste Anlauf leider etwas enttäuschend verlief

28.01.21 (Theo Geiẞler) -
Offengestanden ist so ein staatlich heruntergefahrenes öffentliches Leben auch für einen eigentlich abgehalfterten ollen Kulturjournalisten nicht nur materiell sehr unangenehm, sondern auch gewissermaßen ideell recht langweilig und inhaltsarm. Statt Festival-Infos, kleinen finanziell interessanten Denunziationen oder opportunistischen und deshalb auch rentablen Interviewanfragen füllen mein Postfach fette Mails von Lieferdiensten für Pizzas oder günstige Treppenliftangebote. Das Nachrichtenstudium gerade im Netz gerät schmalspurig unangenehm. Da fand ich in mehreren recht glaubwürdigen Infoangeboten – völlig unerwartet – eine nahezu märchenhafte Story. Übereinstimmend und scheint’s authentisch – ausgerechnet über unseren Holpermaut-Produzenten und Daten-Highway-Schläfer, den Bundesminister für digitale Infrastruktur – ja, den gibt es und er heißt Andreas Scheuer, CSU.

Theos Kurz-Schluss: Wie ich einmal dazu beitragen wollte, einer staatstragenden Partei bei einer Personalentscheidung zu helfen

27.11.20 (Theo Geißler) -
Aktuell leben wir in einer Zeit zahlloser Unwägbarkeiten. Dieser Zustand ist zunehmend unerträglich. Wird der FC Bayern wieder Deutscher Fußballmeister? Gewinnt Til Schweiger endlich einen Oscar? Schafft es Volkswagen, die technischen Daten des UrKäfers mit seinen Elektromodellen ohne Betrugssoftware zu übertreffen? Und ausgerechnet in dieser Situation – nur drei Schockbeispiele von vielen – stürzt uns auch noch eine politische Partei, die sonst immer als Garant geistiger, körperlicher und seelischer Stabilität galt, in den Orkus zweifelzerätzter Zukunftsangst. Wer wird künftig die Christlich Demokratische Union (CDU) in die Post-Merkel-Ära führen? [Vorabdruck aus Politik und Kultur 2020/12]

Kurz-Schluss: Wie ich einmal an einer gemeinsamen Zoomkonferenz des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen und Steuerberater teilzunehmen versuchte

28.10.20 (Theo Geißler) -
Trüber Herbsttag, Nebel über der Donau, fieser Nieselregen zwischendurch. Eigentlich sollte mir solches Wetter gefallen. Schließlich sitze ich naturfern im Homeoffice. In guter Reichweite ein bereits halb geleertes Fläschchen feinen Rotspons aus dem Ahrtal, selbstverständlich samt Kelch. Vor mir der brandneue gecurvte 90-Zoll-Bildschirm, rasant gespeist über ein frisch verlegtes Glasfaserkabel. Auf dem Schirm zähle ich an die 90 briefmarkengroße Bewegtbildchen. Ich befinde mich als Gast in einer mit hochbedeutsamen Entscheiderinnen und Entscheidern gespeisten Zoomkonferenz der „Vereinigung Deutscher Kulturstifter*innen und Steuerberater*innen“, bereichert durch Vertreterinnen und Vertreter der politischen Parteien und drei sogenannten Betroffenen. [Vorabdruck aus Politik & Kultur 2020/11]

Das Letzte 10/2020: Theo Geißler im Labyrinth der Werturteile

27.09.20 (Theo Geißler) -
Wie ich mich einmal gründlich irrte und bis heute aus dem Labyrinth der wahren Werte und Fehlurteile nicht mehr herausfinde. Von Theo Geißler. [Vorabdruck aus der Zeitung des Deutschen Kulturrates, Politik & Kultur 2020/10]

Theos Kurz-Schluss – Wie ich einmal einiges in Sachen „Political Correctness“ leisten durfte – und die Folgen am eigenen Leib erfuhr

26.08.20 (Theo Geißler) -
Manchmal ist es gar nicht so übel, geradezu materiell rettend, wenn einen scheint’s abgehakte alte Geschichten einholen: Vor Jahren durfte ich im Beirat einer kleineren deutschen Musikhochschule angesichts meiner bescheidenen Kompetenz überraschenderweise Sitz einnehmen und Stimme erheben. Letzteres tat ich sparsam. Allerdings gab es eine Aufgabe, die mich dann doch etwas lautstärker werden ließ. Es ging darum, die in normal verquastem Juristen-Mittel-Neuhochdeutsch verfasste etwa 20-seitige Satzung dieses Institutes „durchzugendern“, das hieß: die dominant machomäßigen männlichen Formulierungen unter den scharfen Augen der Frauenbeauftragten durch wenigstens „geschlechtsneutrale“ zu ersetzen. [Vorab aus Politik & Kultur 2020/09]
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