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Alle Artikel kategorisiert unter »Kurz-Schluss«

Theos Kurz-Schluss: Wie ich einmal lernte, dem Sprichwort „Fürs Lernen ist es nie zu spät“ gründlich zu misstrauen

26.06.22 (Theo Geißler) -
Warnung: Im folgenden Text wird aufgrund von Papierreduktion zwecks Rettung unserer Wälder und umweltschonender Einsparung von Druckerschwärze das generische Maskulinum verwendet. Traurig, traurig: Ein ansonsten international als wirklich bedeutend anerkannter Kulturevent, die documenta in Kassel, erschüttert durch Haltungsschäden nicht nur die ungefähr nullkommazwei Prozent ernsthaft qualitätsbewusst Kunstaffiner in unserem Land der Dichter, Denker, Komponisten und Werbetreibenden. Dabei haben die Kuratoren schon bei der Formulierung der Headline „documenta fifteen“ ein sehr feines Gefühl für polyglotte Weltläufigkeit bewiesen. Unterstrichen durch die Wahl des leicht modifizierten Youngster-Magnet-Songs „Sweet little Fifteen“ in der aufgefrischten Version von Xavier Naidoo als akustisches Lead-Motiv. [Vorab aus „Politik & Kultur“ 2022/07]

Theos Kurz-Schluss: Wie ich auf dem Weg in die Vergangenheit und zurück in die Zukunft einmal feststellte, dass sich die Zeiten ändern, nicht die Menschen

24.02.22 (Theo Geißler) -
Dass Feng-Shui nicht unbedingt das von mir bevorzugte Selbstverwaltungssystem ist, dürfte allein schon beim Anblick meines Schreibtisches eindeutig geklärt sein. Wenn man allerdings durch einen raffgierigen Vermieter-Konzern-Moloch zu einem Umzug gezwungen wird – natürlich in eine etwas bescheidenere Wirkungsstätte – steht man vor dem Problem der Reduktion über Jahrzehnte liebevoll angesammelter und seither nie wieder berührter und dennoch unverzichtbarer Schriftstücke aller Art. Als besondere Rarität fiel mir in der üppig gefüllten Schublade „Unbezahltes“ ein ganz nach hinten gerutschtes knittriges, brüchiges Papierknäuel in die Hände. (Vorab aus der Zeitung „Politik & Kultur“ 2022/03.)

Kurz-Schluss – Wie ich einmal versuchte, meinem Enkel Machart und Schönheiten der deutschen Lyrik näherzubringen

26.11.21 (Theo Geiẞler) -
Was zurzeit in den Schulen abgeht – mein Blick richtet sich zwangsläufig vor allem auf die bayerischen – ist eine ziemliche Schinderei. Mein Enkel Gandolf-Augustus, neunte Klasse Gymnasium, schreibt ungefähr täglich zwei Prüfungsarbeiten. Vermutlich geschockt einerseits durch bedrohlich nah kreisende Hubschrauber-Eltern, den Anwalt an der Seite, andererseits getrieben von einer Effizienzpädagogik, die hohe Bildungsansprüche und scharfe Auslese im Sinne der Wirtschaft möglichst in Zeiten gerade noch medizinisch verantwortbaren Präsenzunterrichtes abfordert, werden Schülerinnen und Schüler durch Stoffmassen gepeitscht und zum jeweiligen Leistungsbeweis gezwungen. [Vorab aus Politik & Kultur 2021/22-12/01).

Theos Kurz-Schluss: Wie ich einmal auf der Suche nach Erkenntnis über gesellschaftliche digitale Transformation beim Kosmos-Experimentierkasten „Radiomann“ landete

27.10.21 (Theo Geißler) -
Da soll mir mal eine(r) sagen, die Sehnsucht nach gesellschaftlicher „Transformation“ sei eine aktuelle Invention: „Es is a Kreiz mit de oidn Manner, mit de oidn Manner is a Kreiz“ zwiefachelte man schon zu Zeiten der frühen Fünfziger des vergangenen Jahrhunderts in den finsteren Tälern meiner Heimat in der Voralpenlandschaft. [Vorab aus „Politik & Kultur“ - Ausgabe 2021/11]

Theos Kurz-Schluss: „Es sind so viele Plagen, ich kann sie nicht ertragen. Statt fremdbestimmter Lügen will ich jetzt selbst betrügen.“

27.08.21 (Theo Geißler) -
Bislang sind die sieben biblischen Plagen gottlob so richtig noch nicht alle eingetreten: Zwar versengt die Sonne uns Menschen schon mit großer Hitze und der Euphrat führt deutlich weniger Wasser, aber immerhin wird das Meerwasser noch nicht zu Blut, allenfalls zu Plastik. Jede Menge naturgenerierter, aber oft genug menschengezeugter Plagen erschüttern dennoch unseren Planeten. Und wenn wir schon von menschengezeugten Plagen sprechen, möchte ich leicht triumphierend an einige der Eitelkeit, der Gier der Möchtegern-Schlauheit erinnern, die in den letzten Jahren zunehmend unsere Politik unglaubwürdig gemacht haben und nicht zuletzt dank der sogenannten „Plag-Geister“ entlarvt worden sind.

Theos Kurz-Schluss: Wie ich einmal dem Literatur-, vor allem aber dem Streaming-Markt einen sensationellen realitätsnahen Plot anbot

28.06.21 (Theo Geiẞler) -
Wir schreiben ungefähr das Jahr 40 nach Gretas Geburtstag. Ich versuche diese zeitliche Unschärfe, so gut ich kann, zu erläutern: Nach der vermutlich durch Liechtensteiner Banker finanzierten Entwicklung des C-Fraß-Virus durch monegassische Chemo-Spekulanten und die darauf folgende plötzliche Vernichtung aller globalen kohlenstoffbasierten Energiequellen (einschließlich der Diamanten!) entstand in den späten Dreißigern des Jahrhunderts nach damaliger Zählung weltweit ein Notstand, der durch den von Nordkorea versehentlich in Gang gesetzten Uranfraß noch verschärft wurde. Weder Wind-Dynamos noch Solarstrom, geschweige denn die weltweit spärlich vertretenen Wasserkraftwerke, konnten den Zusammenbruch der in Kraftlosigkeit erschlafften Industrie, geschweige denn der elektronischen Kommunikationsstrukturen, aufhalten. Rückfall in die Steinzeit? [Vorab aus Politik & Kultur 2021/7-8]

Kurz-Schluss – Wie ich einmal bei der Umsetzung eines beschlossenen Heftschwerpunktes massiv ins Schleudern geriet

27.05.21 (Theo Geiẞler) -
Bekannt und beliebt in gewissen gebildeten Kreisen bin ich für die trockene Präzision meiner Sprache, für die wissenschaftliche Exaktheit meiner Abhandlungen gerade im Rahmen dieser Rubrik unserer Kultur- und Naturzeitschrift. Während die meisten Autorinnen und Autoren des vorliegenden Themenheftes sich etwas überraschend teils mit der faszinierenden Vielfalt und Historie der Kerbtiere befassen oder mit deren auch pestizidverursachten Auslöschung, samt den für uns Menschen verheerenden Folgen, gerate ich in die mentale Zwangsjacke einer dramatischen Kindheitserinnerung: … [Vorabdruck aus Politik & Kultur 2021/06]

Theos Kurz-Schluss – Wie ich einmal vom Möchtegern-Distanzunterrichts-Pädagogen aus Versehen zum höchst gefährdeten Mitwisser wurde

26.03.21 (Theo Geißler) -
Nein, es war beileibe keine Schnapsidee. Die Zeiten inspirierenden Bärwurz-Genusses sind leberwert-bedingt längst vorbei. Eher schon war meine bildungspolitisch grundsätzlich phänomenale Idee dem ministerialen Papierkorb mit der Aufschrift „Gut gemeint ist längst noch nicht gut gemacht“ völlig ungerechtfertigter Weise – das sei vorweggenommen – zum Opfer gefallen. Auf dringender Suche nach einem kleinen Nebenverdienst – natürlich auf sinnstiftender Basis – entwickelte ich erfrischende Möglichkeiten, den im Distanzunterricht ohnedies sträflich vernachlässigten Geschichtsunterricht – beginnend bei unseren griechisch-demokratischen Wurzeln – dank Verknüpfung mit aktuellen Ereignissen auch für unsere Digital Natives supi aufzubrezeln. [Vorabdruck aus Politik & Kultur 2021/04]

Theos Kurz-Schluss – Wie ich einmal als bildungsbeflissener, ehrlicher Digitalvisionär am Bundeswirtschaftsministerium zerschellte

25.02.21 (Theo Geißler) -
Man soll ja doch ab und an mal ehrlich sein. Schon um im Unterschied zu zahlreichen sogenannten „aktiven“ Politikern und katholischen Oberbossen Glaubwürdigkeit zu bewahren. Was sich da beispielsweise der Hallenser Oberbürgermeister oder Augsburgs Bischof und viele weitere selbsternannte VIPs an betrügerischer Erschleichung vorzeitiger Corona-Impfungen geleistet haben, sollte zu flotten Abschiebungen all dieser Möchtegern-Schlitzohren in belarussische Bleibergwerke Anlass geben. Welche Werte werden da ansonsten sozusagen im Distanzunterricht unseren Kindern und Jugendlichen vermittelt? Da könnte man statt des Grundgesetzes gleich den Gesellschaftsvertrag von „Blackwater“ oder der Deutschen Bank als bundesrepublikanische Rechtsgrundlage installieren. [Vorab aus Politik & Kultur 2021/03]

Theos Kurz-Schluss – Wie ich einmal versuchte, mich IT-technisch nützlich zu machen, und der erste Anlauf leider etwas enttäuschend verlief

28.01.21 (Theo Geiẞler) -
Offengestanden ist so ein staatlich heruntergefahrenes öffentliches Leben auch für einen eigentlich abgehalfterten ollen Kulturjournalisten nicht nur materiell sehr unangenehm, sondern auch gewissermaßen ideell recht langweilig und inhaltsarm. Statt Festival-Infos, kleinen finanziell interessanten Denunziationen oder opportunistischen und deshalb auch rentablen Interviewanfragen füllen mein Postfach fette Mails von Lieferdiensten für Pizzas oder günstige Treppenliftangebote. Das Nachrichtenstudium gerade im Netz gerät schmalspurig unangenehm. Da fand ich in mehreren recht glaubwürdigen Infoangeboten – völlig unerwartet – eine nahezu märchenhafte Story. Übereinstimmend und scheint’s authentisch – ausgerechnet über unseren Holpermaut-Produzenten und Daten-Highway-Schläfer, den Bundesminister für digitale Infrastruktur – ja, den gibt es und er heißt Andreas Scheuer, CSU.
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