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Alle Artikel kategorisiert unter »Martin Miotk«

Warum wir immer noch über die Oper reden

31.03.22 (Juan Martin Koch) -
„Wenn es für Produktionsengpässe und musikalische Lieferkettenunterbrechungen der Pandemie eine emblematische neue Oper gibt, ist dies ‚opera! opera! opera! Revenants and Revolutions‘ von Thomas Köck und Ole Hübner.“ So hat unser Autor Roland Dippel sehr treffend seinen nmz-Online-Bericht zur Premiere der „operativen Installation“ eingeleitet, die unter dem Titel „Opera und ihr Double“ in der Münchner Utopia-Halle zu sehen war. Die Produktion gehörte noch zum 2020er-Jahrgang der Münchner Biennale für neues Musiktheater und konnte dann auch heuer nicht in der ursprünglichen Form als große Chor­oper über die Bühne gehen.

Theaterraum als Tempel des lyrischen Widerspruchs: Zwei Einakter von Peter Maxwell Davies in Weimar

22.03.22 (Roland H. Dippel) -
Der Doppelabend 2 im Festival Passion :SPIEL des Deutschen Nationaltheaters Weimar scherte bei Peter Maxwell Davies „Eight Songs for a Mad King“ in seiner Haltung erfreulich aus: Uwe Schenker-Primus brillierte in dem von Dirk Girschik als poetische Utopie inszenierten Einakter.

„Opera und ihr Double“ von Ole Hübner und Thomas Köck bei der Münchener Biennale

18.03.22 (Roland H. Dippel) -
Wenn es für Produktionsengpässe und musikalische Lieferkettenunterbrechungen der Pandemie eine emblematische neue Oper gibt, ist diese „opera! opera! opera! Revenants and Revolutions“ von Thomas Köck und Ole Hübner. Als vollständige Aufführung hätte die Koproduktion der Oper Halle und der Münchener Biennale für Neues Musiktheater 2020 ein satter 150-Minüter und die bisher massivste Choroper des 21. Jahrhunderts werden können. Stattdessen kam es zur „operativen Installation“ des bitteren Sujets in der riesigen UTOPIA-Halle München: Der breit geschwungene Abgesang auf eine große Kunstform in bezwingenden Arrangements.

Braver Parcours: „Memorial of Rebellion“ beim Festival „Passion :SPIEL“ in Weimar

13.03.22 (Roland H. Dippel) -
Ein „Paralleluniversum von besonderen Stücken, Experimenten und Aufführungen“ versprechen Weimars Operndirektorin Andrea Moses und ihr Konzeptdramaturg Michael Höppner für Passion :SPIEL. Die erste Ausgabe des Festivals für Neues Musiktheater findet vom 10. bis zum 19. März 2022 im e-werk Weimar auf der versatilen Raumbühne Martin Miotks statt.

Stationentheater und Theaterfarce

28.02.20 (Stefan Drees) -
Seit nunmehr sechs Jahren stellt das Opera Lab Berlin, 2014 vom Komponisten Evan Gardner und dem Regisseur Michael Höppner gegründet, die Idee einer radikalen musikalischen Gleichberechtigung aller Mitwirkenden in den Mittelpunkt seiner Arbeit. Wie bei allen seither präsentierten Projekten – darunter neben Gardners „Gunfighter Nation“ (2016) unter anderem eine Realisierung von Mauricio Kagels „Staatstheater“ (2017) und die Uraufführung von Brigitta Muntendorfs „Songs of Rebellion“ (2019) – profitierte auch das Ende Januar aus der Taufe gehobene Stück „Odyssey: Dead Men Die“ von der hierarchielosen Arbeitsweise des Ensembles, bei der sämtliche Aspekte der Aufführung in gemeinsamer Verantwortlichkeit entwickelt werden. Das Ergebnis machte deutlich, welche wichtigen Impulse zur Erneuerung des Musiktheaters derzeit aus der freien Szene kommen.

Pralle und anspielungsreiche Theaterfarce in Berlin: „Odyssey: Dead Men Die“ uraufgeführt

01.02.20 (Stefan Drees) -
Auf pfiffige und unterhaltsame Weise befragen Evan Gardner und das Opera Lab Berlin in „Odyssey: Dead Men Die“ (musik-)sprachliche Zusammenhänge auf ihre propagandistischen Argumentationsmuster und sparen dabei weder den antiken Dichter Homer noch die gegenwärtige Debattenkultur aus.

Die Glatze des Don Pizarro – Die Oper Halle eröffnet die Spielzeit mit einem neuen „Fidelio“

17.09.17 (Joachim Lange) -
Seit Florian Lutz und seine Truppe 2016/17 die Oper in Halle übernommen haben, ist sie wieder ein Ort der Auseinandersetzung. Hier wird nichts mehr einfach so durchgewinkt. Alles, was gemacht wird, erzeugt Reibung. Mit den Erwartungen des Publikums. Im gesellschaftlichen Diskurs. Dazu kommt seit einiger Zeit auch (kommunal-)politischer Gegenwind. Halle wollte zwar mit dem Slogan „Halle, die vernetzte Stadt“ Kulturhauptstadt Europas werden, bekam aber dann nicht mal ein schon geplantes und von der Bundeskulturstiftung und dem Land unterstütztes Festival im geschichtsträchtigen Interhotel (bzw. kurzzeitigen Flüchtlingsheim) „Maritim“ gleich neben dem Bahnhof auf die Reihe.
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