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Alle Artikel kategorisiert unter »Orchester der Deutschen Oper Berlin«

Uraufführung von Detlev Glanerts „Oceane“ an der Deutschen Oper Berlin

29.04.19 (Peter P. Pachl) -
Detlev Glanerts Veroperung eines Fragments des vor 200 Jahren geborenen Dichters Theodor Fontane wurde an der Deutschen Oper Berlin als ein einhelliger Erfolg gefeiert. Auf den 22 Seiten seines Novellen-Fragments „Oceane von Parceval“ hat Theodor Fontane den zahlreichen Undinen- und Melusinen-Geschichten, die auch auf der Opernbühne von E. T. A. Hoffmann bis Aribert Reimann vielfältige Verkörperungen gefunden haben, eine weitere Version hinzugefügt.

Partiell entschlüsselt – Bellinis „La Somnambula“ an der Deutschen Oper Berlin

27.01.19 (Peter P. Pachl) -
Vincenzo Bellinis Oper „La Somnambula“ aus dem Jahre 1831 verfügt über eine bis heute lückenlose Aufführungstradition, auch wenn die Aufführungszahlen in den vergangenen Decennien von der „Norma“ dieses Komponisten überrundet wurden. Die vor sieben Jahren in der Kritikerumfrage der „Opernwelt“ zur „Aufführung des Jahres“ gekürte Stuttgarter Inszenierung von Jossi Wieler und Sergio Morabito, wurde für die Deutsche Oper Berlin neu einstudiert, das einstige Skandalon nunmehr fast widerspruchslos akzeptiert.

Eigene Mischung – „Les Contes d'Hoffmann“ an der Deutschen Oper Berlin

02.12.18 (Peter P. Pachl) -
Die Aufführungsgeschichte der Oper „Hoffmanns Erzählungen“ seit der Uraufführung des von Jacques Offenbachs unvollendeten Bühnenwerks, 1881 in Paris, hat bis heute kein Ende gefunden. In Berlin waren in den vergangenen Jahren diverse Lesarten, unterschiedlich komplettiert nach der kritischen Ausgabe von Michael Kaye und Jean-Christophe Keck, auf der Bühne zu erleben. Darunter 2014 in kleiner Form, musikalisch bearbeitet und mit Neukompositionen von Anne Champert in der Tischlerei der Deutschen Oper, 2015 eine von Barrie Kosky als „albtraumartige[r] Horrortrip“ apostrophierte Fassung für die Komische Oper Berlin, mit den ersten beiden Akten in der von Michael Kaye rekonstruierten Bariton-Fassung, dem dritten bis fünften Akt in der Tenorversion. Nun das für Berlin neue Remake einer Inszenierung aus dem Jahre 2005 in Lyon.

Mit norwegischem V-Effekt: Bergs „Wozzeck“ an der Deutschen Oper Berlin

06.10.18 (Peter P. Pachl) -
Man stelle sich vor: Verdis „Aida“ in Rom, von einem deutschen Regisseur inszeniert, und jeder Handlungsträger ist mit einem Deutschlandfähnchen in der Hand oder am Anzug bestückt, alle in bayerischer Tracht – der Skandal wäre nicht auszumachen. Anders in Berlin, wo 1925 Alban Bergs „Wozzeck“ an der Staatsoper herauskam und wo jetzt in der Deutschen Oper eine Neuinszenierung Büchners Handlung radikal nach Norwegen verlegt: keinerlei Widerspruch beim Publikum.

Heiterer Sommernachtsspaß im Sanatorium der Liebe – Rossinis „Il viaggio a Reims“ an der Deutschen Oper Berlin

16.06.18 (Peter P. Pachl) -
War die vorangegangene Neuinszenierung an der Deutschen Oper Berlin, die in eine Weltraumstation mündende „Fledermaus“, zumindest in Fragen des Timings hoffnungslos verloren, so entschädigt die jüngste Neuinszenierung: Rossinis „Il viaggio a Reims“ schafft die Punktlandung, das Feuerwerk an Spielfreude und Sangeskunst entfachte beim Premierenpublikum einhellige Begeisterungsstürme.

Liebe in Zeiten des Organhandels – „Carmen“ an der Deutschen Oper Berlin

25.01.18 (Peter P. Pachl) -
Sieben Jahre ist es her, seit Sebastian Baumgarten in Berlin an der Komischen Oper „Carmen“ mit ungewöhnlichen, teils aktualisierenden, teils symbolischen Bildern gefüllt hatte, und vergangenen Sommer flatterte den TV-Haushalten eine Digest-Version von Bizets 1875 uraufgeführter Oper von der Bregenzer Seebühne ins Haus.

Der allgegenwärtige Tod – Aribert Reimanns „L’ Invisible“ an der Deutschen Oper Berlin

09.10.17 (Peter P. Pachl) -
Die Dramen des belgischen Symbolisten Maurice Maeterlinck, angefangen von „Pelléas et Mélisande“ über „Ariane et Barbe-Bleu“ bis zu „Mona Vanna“, halten sich als Opern auf internationalen Bühnen kontinuierlicher als die originalen Dramen. Aus fünf frühen, ursprünglich fürs Marionettentheater bestimmten Stücken Maurice Maeterlincks hat Aribert Reimann drei ausgewählt um ein pausenloses, neunzigminütiges Musiktheater über den allgegenwärtigen Tod zu komponieren, und das in der Originalsprache des Dichters, einem flämisch akzentuierten Französisch.

Old-fashioned – Richard Wagners „Der fliegende Holländer“ an der Deutschen Oper Berlin

08.05.17 (Peter P. Pachl) -
Nach zwei umstrittenen Premieren setzte die Deutsche Oper Berlin mit ihrer jüngsten Produktion auf ihre Wagner Tradition. Die Neuinszenierung „Der fliegende Holländer“ von Christian Spuck ist allerdings so old-fashioned geraten, dass er vielleicht vor 35 Jahren noch Diskussionen ausgelöst hätte. Gemessen an dieser Neuinszenierung war die letzte Inszenierung dieser Romantischen Oper durch Götz Friedrich ihrer Zeit immer noch weit voraus.

Düsternis im Herrenanzugskonfektionshaus – Claus Guth inszeniert Richard Strauss’ „Salome“ an der Deutschen Oper Berlin

25.01.16 (Peter P. Pachl) -
Missbrauch von Kindern ist das zentrale Thema des Regisseurs Claus Guth. Das kitzelt er mit Vorliebe aus jenen Opern, die er inszeniert, heraus, bisweilen durchaus zwingend, manchmal weniger treffend. Überzeugend gelang ihm in dieser Hinsicht die Staatsopernproduktion von „Fairy Queen“ in der Bearbeitung von Klaus Oehring als „Aschemond“, überraschend auch in der Ausdeutung der Beziehung von Daland zu seiner Tochter Senta (in Guths Bayreuther „Holländer“-Inszenierung) – und zwischenzeitlich auch in Opern von Richard Strauss, etwa in Frankfurt bei „Daphne“, wo der Vater seine Tochter in einen Schrank zerrt. Derselbe Ansatz missglückte dem Regisseur jedoch bei „Salome“ an der Deutschen Oper Berlin.

Spieluhr des Lebens – Charles Gounods „Faust“ an der Deutschen Oper Berlin

21.06.15 (Peter P. Pachl) -
Charles Gounods Oper „Faust“ lief in Deutschland lange unter dem Titel „Margarethe“, da dem deutschen Publikum das Libretto von Jules Paul Barbier und Michel Florentin Carré im Vergleich mit Goethes „Faust“ als vergleichsunwürdig erschien. In der Neuinszenierung an der Deutschen Oper Berlin rückte Regisseur Philipp Stölzl durch Umstellungen und Striche aber doch die Gretchen-Handlung in der 1859 uraufgeführten Oper in den Vordergrund – im Originaltitel und in französischer Sprache.
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