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Alle Artikel kategorisiert unter »Philip Glass«

Leger und intensiv: Köthener Bachfesttage 2020

08.09.20 (Roland H. Dippel) -
Folkert Uhde übernahm 2015 von Hans Georg Schäfer die Leitung der alle zwei Jahre Anfang September stattfindenden Köthener Bachfesttage. Seither musste sich einiges ändern. Uhde verjüngte das Publikum des kompaktesten der mitteldeutschen Bach-Festivals und punktet mit Nähe statt mit urbanen Softskills. So kamen die Köthener Bachfesttage verhältnismäßig unbeschadet durch die Corona-Krise. Roland H. Dippel war am zweiten der fünf Festival-Tage 11 Stunden in Köthen. Eine Impression.

Maschinenmensch ohne Moral: Philip Glass‘ „In der Strafkolonie“ in Gera

11.03.20 (Roland H. Dippel) -
Station Drei der fünf Inszenierungen von Philip Glass' „In the Penal Colony“ an deutschen Theatern in der Spielzeit 2019/20: Auch auf der Bühne am Park des Theaterhauses Gera spielt man die deutsche Übersetzung von Cordula Engelbert und Bettina Rohrbeck. Hier ist Töten die Aufgabe eines nicht näher spezifizierten Mischwesens zwischen Mensch und Maschine. Das hat Konsequenzen für die dadurch drastisch reduzierte Vielschichtigkeit von Franz Kafkas Erzählung. Denn eine programmierte Maschine hat keine Verantwortung für die von ihr vollbrachten Hinrichtungen – der Mensch schon, selbst wenn er im Auftrag anderer handelt. Von Roland H. Dippel

Wechsel von Glätte und Grauen – Philip Glass' „Untergang des Hauses Usher“ in Münster

21.02.20 (Roland H. Dippel) -
Anspruchsvoll, rätselhaft und individuell gelingt die Inszenierung von „Der Untergang des Hauses Usher“ am Theater Münster. Dirigent Stefan Veselka und Regisseur Sebastian Ritschel erbringen den Beweis, dass Philip Glass ein die Kreativität herausfordernder Bühnenkomponist ist und noch längst nicht alle Bedeutungsdimensionen von dessen Oper „Der Untergang des Hauses Usher“ nach Edgar Allan Poe ausgereizt sind. Ein großer Erfolg mit inhaltlichen Fragezeichen, meint Roland H. Dippel.

Industrielles Töten: Philip Glass’ „In der Strafkolonie“ am Theater Ulm

30.12.19 (Roland H. Dippel) -
Station Zwei der fünf Inszenierungen von Philip Glass’ „In the Penal Colony“ an deutschen Theatern in der Spielzeit 2019/20 – nach dem Studio des Theaters Hof jetzt im Podium des sein Jubiläum „50 Jahre nach dem Neubau“ feiernden Theaters Ulm. Gerade noch geschafft zur letzten Vorstellung in der deutschen Übersetzung von Cordula Engelbert und Bettina Rohrbeck am 28. Dezember.

Aufrüttelnde Einfachheit: Philip Glass' „In der Strafkolonie“ am Theater Hof

22.09.19 (Roland H. Dippel) -
Philip Glass‘ Oper „In The Penal Colony“, uraufgeführt 2000 in Seattle und in Deutschland erstaufgeführt an der Berliner Kammeroper 2002, kommt in der Spielzeit 2019/20 an fünf deutschen Bühnen heraus. Den Anfang macht das Theater Hof in der Übersetzung von Rudolph Wurlitzers Textbuch nach Franz Kafkas Novelle durch Cordula Engelbrecht und Bettina Rohrbeck. Es folgen Ulm, Gera, Erfurt, Augsburg. Roland Dippel sah in einer moderaten Aufführung reichlich Zündstoff.

Theaterzauber: „Einstein on the Beach“ von Philip Glass in Genf

13.09.19 (Georg Rudiger) -
Menschen fliegen durch die Luft, ein Pferd zieht langsam seine Kreise. Die endlosen Dauerschleifen der Musik heben das Zeitgefühl auf, die formidablen Tänzer und Schauspieler der Compagnia Finzi Pasca die Schwerkraft. Nach knapp vier Stunden Sitzen kann man im Genfer Opernhaus zwar seine Beine kaum mehr bewegen, aber man möchte nicht eine Minute dieses Theaterzaubers missen.

Dresdner Philharmonie mit neuem Chef von Beethoven bis Glass

08.04.19 (dpa) -
Dresden - Der 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens, das Mauerfall-Jubiläum und die Gründung des Orchesters vor 150 Jahren - das sind Marksteine der ersten Saison der Dresdner Philharmonie unter ihrem neuen Chefdirigenten Marek Janowski. Bei seinem Antrittskonzert zum Auftakt setzt er jedoch auf die achte Sinfonie von Anton Bruckner. «Es ist für mich noch einmal eine Herausforderung», sagte der 80-Jährige bei der Vorstellung des Programms 2019/2020 in der Elbestadt.

Neue Horizonterweiterungen beim Essener NOW Festival

09.11.18 (Stefan Pieper) -
Einer der Lieblingsfetische der Wirtschaftseliten heißt Personaleinsparung. Mauricio Kagels „Zwei-Mann-Orchester für zwei Ein-Mann-Orchester“ liefert hier gute Ideen für den Musikbetrieb. Warum über 100 MusikerInnen in einem Sinfonieorchester beschäftigen, wenn doch stattdessen gerade mal zwei Spieler reichen, um diese mit der Tonerzeugung auf jeweils mehr als 100 Instrumenten (pro Spieler wohlgemerkt!) zu betrauen?

Brotjob Komponistin

24.03.18 (Martin Hufner) -
Der bekannte und für seine repetitive Musik berüchtigtes amerikanische Komponist Philip Glass hat kürzlich darauf hingewiesen, dass er Brotjobs zur Finanzierung seiner kompositorischen Arbeit nicht gescheut habe. Er habe als Taxifahrer, Klempner und Möbelpacker gearbeitet, daran hatte zunächst auch der Erfolg seiner Oper „Einstein on the beach“ nichts geändert. Er musste 42 Jahre werden bis er von seiner Musik „leben“ konnte.

Trance stellt sich nicht ein – „Satyagraha“ von Philip Glass an der Komischen Oper Berlin

29.10.17 (Peter P. Pachl) -
Barrie Kosky scheint wieder einmal ein Coup gelungen zu sein: während die Inszenierungen an der Komischen Oper Berlin, selbst die Operetten, gewöhnlich einen Widerstreit der Meinungen auslösen, erreichte die jüngste, ausnahmsweise an keinem Sonn- sondern bereits an einem Freitag stattgefundene Premiere einhelligen Jubel. Außer durch Gastspiele – etwa die Rekonstruktion von Bob Wilsons „Einstein on the Beach“ im Haus der Berliner Festspiele – war Philip Glass zuvor auf keiner Opernbühne Berlins zu erleben.
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