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Alle Artikel kategorisiert unter »Roland Schwab«

Vom Blendwerk der Freiheit – Smetanas „Dalibor“ in Augsburg

08.11.18 (Wolf-Dieter Peter) -
„Mir sind die Augen aufgegangen. Wir sagen das …, weil wir begreifen, was wir doch nicht sehen können“ schrieb Ingeborg Bachmann von Jahrzehnten. Das kann der Hintergrund für die Wahl des soeben zum 5.Staatstheater Bayerns aufgewerteten Augsburger Teams sein, ausgerechnet im Ausweichquartier im Martinipark nicht einen verkaufssicheren Repertoireklassiker anzusetzen, etwa Smetanas „Verkaufte Braut“, sondern sein tschechisch vaterländisch orientiertes, daher nicht so populäres Musikdrama „Dalibor“. Ein reizvolles Wagnis.

Märtyrer mit Kettensäge: Roland Schwab inszeniert Weills „Mahagonny“ in Gera

05.03.17 (Roland H. Dippel) -
Parallel zum Kurz-Weill-Fest 2017 in Sachsen-Anhalt bringt das Theater Altenburg-Gera im Jugendstil-Theater Gera „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“. Die Frage nach dem stimmigen Weill-Stil stellt sich hier: Der Autor plädiert – wie bei Ernst Krenek – für Pluralität von Romantizismen bis Bänkelton und Parodie. Denn ganz auf opernhafte Opulenz wollten ja weder Weill noch Brecht radikal verzichten („Tristan“ in „Street Scene“) - und bei den von letzterem so geliebten Zigarren kommen in Roland Schwabs Inszenierung möglicherweise noch andere Gedanken…

Wohl „ganz gesellschaftskritisch“ gemeint

25.10.15 (Wolf-Dieter Peter) -
Faust triumphiert im Bühnenbildtheater – Münchens Staatsoper bietet Arrigo Boitos „Mefistofele“ erstmals szenisch. Wolf-Dieter Peter war dabei.

Hollywoodeske Rollenspiele – Mozarts „Gärtnerin aus Liebe“ reist aus Augsburg direkt in die Traumfabrik von LA

19.04.15 (Wolf-Dieter Peter) -
„Wer bin ich und wenn ja, wie viele?“ fragt nicht erst ein aktueller Buchtitel: wann immer sich Egozentrismus blütenreich, eitel, dummdreist oder manisch austoben darf, finden sich Rollenspiele und Selbstinszenierung. Das war so in der Adelswelt des 18.Jahrhunderts und findet sich derzeit in der Pop-Szene – noch mehr in und um Hollywoods Traumfabriken.

Till als heutiger Freiheitskämpfer – Walter Braunfels’ Frühwerk „Ulenspiegel“ beim Linzer Festival

11.09.14 (Peter P. Pachl) -
Der Raum der ehemaligen Linzer Tabakfabrik, umgestaltet zu einem Auto-Schrottplatz, wirkt wie ein armes Remake der Aufführung von Schrekers „Die Gezeichneten“ im Palladium in Köln. War jene historische Werkhalle das offizielle Ausweichquartier der Kölner Oper, so kämpft in Linz ein freies Festival mutig um sein Überleben: vom großen Bruder Brucknerfest geduldet, aber kaum gefördert, bringt EntArteOpera zum zweiten Mal ein buntes Programm mit Werken verfemter Komponisten zur Aufführung, kombiniert mit einer Ausstellung in ungewöhnlicher Form.

Der Wüstling bleibt unbestraft: „Don Giovanni“ an der Deutschen Oper Berlin im Widerspruch der Meinungen

17.10.10 (Peter P. Pachl) -
Den ersten Unmut des Publikums am Ende des Premierenabends bekam der Dirigent ab: Roberto Abbado war ein Diener jener Szene, die häufig so turbulent war, dass es ihm oft nicht gelang, Orchester, Sänger und Bühnenorchester zu koordinieren, nachdem schon die ersten Schläge der Ouvertüre im tief abgefahrenen Graben an Gewaltigkeit vermissen ließen. Besonderer Publikumsunmut aber traf den musikalischen Leiter, da die Schlussszene gestrichen war.

Gesualdo hört mit: Luigi Dallapiccolas „Der Gefangene“ in Passau

01.05.10 (Juan Martin Koch) -
Steigt man die Stufen vom Foyer in den Zuschauerraum des schnuckeligen Fürstbischöflichen Opernhauses in Passau hinab, liegen gekrümmte Gestalten im Weg. Eine Besucherin tippt vorsichtig einen Körper an, um sich zu vergewissern, dass es keine Puppe ist.
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