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Alle Artikel kategorisiert unter »Sebastian Ritschel«

Wechsel von Glätte und Grauen – Philip Glass' „Untergang des Hauses Usher“ in Münster

21.02.20 (Roland H. Dippel) -
Anspruchsvoll, rätselhaft und individuell gelingt die Inszenierung von „Der Untergang des Hauses Usher“ am Theater Münster. Dirigent Stefan Veselka und Regisseur Sebastian Ritschel erbringen den Beweis, dass Philip Glass ein die Kreativität herausfordernder Bühnenkomponist ist und noch längst nicht alle Bedeutungsdimensionen von dessen Oper „Der Untergang des Hauses Usher“ nach Edgar Allan Poe ausgereizt sind. Ein großer Erfolg mit inhaltlichen Fragezeichen, meint Roland H. Dippel.

Leos Janaceks „Katja Kabanowa“ wird in Radebeul zur Sternstunde

01.06.19 (Roland H. Dippel) -
Sonderlich häufig kommt „Katja Kabanowa“ in Mitteldeutschland nicht zur Aufführung. Das ist unverständlich, denn neben seinen „Abenteuern der Füchsin Bystrouchka“ und „Die Sache Makropulos“ ist auch dieses Spätwerk Leos Janaceks eine der packendsten Opern des frühen 20. Jahrhunderts. Die Landesbühnen Sachsen befinden sich offenbar im Zenit einer Glückssträhne: Nach Previns „Endstation Sehnsucht“, Vollmers „Tschick“ und von Einems „Der Besuch der alten Dame“ wird jetzt „Katja Kabanowa“ in Radebeul zum kleinen Opernwunder, dessen Gelingen auch der Fähigkeit zur Einschätzung eigener Ressourcen und Möglichkeiten zu verdanken ist. Unser Kritiker Roland H. Dippel ist begeistert.

Der Superstar und seine Fans – Theater Magdeburg mit „Jesus Christ Superstar“

19.06.18 (Joachim Lange) -
Man kann gegen Andrew Lloyd Webbers Musical-Fabrikation allerhand einwenden. Dass es ein kommerzorientiertes Dahinwebbern von verwechselbarer musikalischer Meterwaren ist zum Beispiel. Aber „Jesus Christ Superstar“ gehört nicht dazu. Die Rockoper bleibt ein Erfolgs-Coup, den der damals Anfang Zwanzigjährige und sein Texter Tim Rice (Basis: das Buch der Bücher) 1970 als LP und dann 1971 am New Yorker Broadway gelandet haben!

Coming-Out am Originalschauplatz: Ludger Vollmers Oper „Tschick“ in Radebeul

21.01.18 (Roland H. Dippel) -
Ein Gastspiel der Landesbühnen Sachsen mit Ludger Vollmers Oper „Tschick“ wird es auch im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden geben, wo der Siegeszug von Robert Koalls Bühnenfassung des Romans begann. Schon im letzten Takt bricht bei der ersten Produktion nach der Uraufführung 2017 in Hagen der Jubelsturm los. Dem Erfolgsroman von Wolfgang Herrndorf, dem in die Dauerturbulenzen seiner eigenen Musik verliebten Ludger Vollmer und auch der leicht ironischen Filmstilisierung Fatih Akins kontert Operndirektor Sebastian Ritschel mit Blicken auf Wesentliches und Hintergründiges. Dabei streut er vorsätzlich ein paar Reißnägel in die Coming-of-Age-Story: Spannend, schön, nachdenklich.

Narzissmus-Studie von Stephen Sondheim: „Company“ in Radebeul

02.11.17 (Roland H. Dippel) -
Mit Andre Previns „Endstation Sehnsucht“ in der letzten Spielzeit und gleich drei nach 1945 entstandenen Musiktheater-Werken realisiert der neue Operndirektor Sebastian Ritschel an den Landesbühnen Sachsen einen der interessantesten Spielpläne im deutschen Sprachraum. Unter anderem folgen Ludger Vollmers Road Opera „Tschick“ nach Wolfgang Herrndorf (ab 19. Januar) und Gottfried von Einems „Der Besuch der alten Dame“ nach Friedrich Dürrenmatt (ab 26. Mai). Auch beim Musical hat der neue Mann ein glückliches Händchen: Sondheims „Company“ (1970) gerät kein bisschen altbacken, sondern landet recht pfiffig im Heute der temporären Partnerschaften und atomisierten Lebensentwürfe.

Endstation Wahnsinn – „A Streetcar Named Desire“ von André Previn an den Landesbühnen Sachsen

05.10.16 (Boris Gruhl) -
Dreifacher Glückwunsch an das Ensemble des Musiktheaters der Landesbühnen Sachsen. Einmal für die Entscheidung, dieses hierzulande nicht gerade sehr bekannte Werk, aufzuführen. Die 1998 in San Francisco uraufgeführte Oper in drei Akten „A Streetcar Named Desire“ von André Previn basiert auf dem gleichnamigen Drama von Tennessee Williams von 1947, bekannter unter den deutschen Titel „Endstation Sehnsucht“, nicht zuletzt wegen der Verfilmungen oder dem Ballett von John Neumeier mit der Musik von Sergej Prokofjew und Alfred Schnittke.

Sebastian Ritschel wird neuer Operndirektor der Landesbühnen Sachsen

06.07.16 (dpa) -
Radebeul - Sebastian Ritschel wird ab der Spielzeit 2017/18 neuer Operndirektor der Landesbühnen Sachsen. Bereits im Oktober dieses Jahres werde er die Regie bei dem Stück «A Streetcar Named Desire» von André Previn (Musik) und Philip Littell (Libretto) nach dem Drama «Endstation Sehnsucht» von Tennessee Williams übernehmen, teilten die Landesbühnen am Dienstag mit.

Waldrausch und trügerisches Glück – Sondheims „Into the Woods“ in Görlitz

13.06.16 (Roland H. Dippel) -
Nicht ganz so heftig war der Premierenapplaus im Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz. Dennoch scheint das Publikum mit vielen jungen Gesichtern und internationalen Gästen am Beginn der unterschlesischen Sommersaison sehr beglückt über die Märchencollage Stephen Sondheims und seines Texters James Lapine. „Into the Woods“ aus den Jahre 1987 ist längst ein Klassiker und bildet mit den vielen dekorativen Grimm-Adaptionen im Alle-Generationen-Theater der letzten Jahre bereits eine Nische für sich. Eine mit vielen Erfolgsaussichten und einigen Tücken.

Ist ein Traum, kann doch Wirklichkeit sein – „Der Rosenkavalier“ am Mittelsächsischen Theater in Freiberg

18.03.14 (Boris Gruhl) -
Es hätte auch ganz anders kommen können. Es hätte so enden können, dass am Ende der Komödie für Musik von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal, wenn das junge Paar Octavian und Sophie zu den Silberklängen des Orchesters sein betörendes Duett singt, „Ist ein Traum, kann nicht Wirklichkeit sein“, das Publikum mild und erlöst zustimmen möchte.

Glaubwürdige Hommage an Brigitte Reimann: Moritz Eggerts „Linkerhand“ in Hoyerswerda

11.05.09 (Boris Michael Gruhl) -
„Linkerhand“, die Uraufführung der Oper von Moritz Eggert, frei nach dem Roman von Brigitte Reimann, mit dem Libretto von Andrea Heuser, unter der musikalischen Leitung von Eckehard Stier, in der Regie von Sebastian Ritschel, wurde zum Abschluss der 44. Lausitzer Musikfesttage in der ausverkauften Lausitzhalle Hoyerswerda gestern Abend sehr erfolgreich aufgenommen.
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