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Alle Artikel kategorisiert unter »Staatskapelle Berlin«

Ein gruslig-kulinarisches Theaterfest – Giacomo Puccinis „Turandot“ an der Staatsoper Oper Berlin

19.06.22 (Dieter David Scholz) -
Das erst zwei Jahre nach Puccinis Tod, 1926 (von keinem Geringeren als Arturo Toscanini) in Mailand uraufgeführte Werk, frei nach dem Stück des venezianischen Dramatikers Gozzi, die letzte und unvollendete Oper Puccinis, zu der Franco Alfano den Schluss nachkomponierte, bleibt bis heute unglaubwürdig, rätselhaft und doch faszinierendes Fragment, ein Stück des Nicht mehr und Noch nicht zwischen Verismo und Faschismus, Operette und Filmmusik, Hollywood und Gabriele D’Annunzio.

Zärtliche Zukunftsmusik – Leoš Janáčeks „Jenůfa“ an der Berliner Lindenoper

23.05.22 (Dieter David Scholz) -
Coronabedingt fand die Online-Premier per Livestream am 13. Februar 2021 statt, jetzt erst gab es als zweite Vorstellung die eigentliche Premiere vor Publikum live Unter den Linden. Eine weithin neue Besetzung wurde anberaumt, der Dirigent wurde ausgewechselt und man spielte die Brünner Fassung von 1908, hrsg. von Charles Mackerras, der sich große Verdienste um die Janáček-Aufführungspraxis erworben hat.

Das Opfer Elina: Intensive „Makropulos“-Premiere an der Berliner Lindenoper

15.02.22 (Roland H. Dippel) -
Spannende Konstellation: Über viele Jahre war Marlis Petersen eine weltweit führende Interpretin von Alban Bergs „Lulu“. Bei ihrer vorsichtigen Facherweiterung gestaltet die Sopranistin nun wieder eine Frauenfigur, mit welcher deren geistige Väter patriarchale Strukturen und Geschlechtermuster bloßstellen. Am Sonntagabend feierte die voll besetzte Berliner Staatsoper Unter den Linden Marlis Petersen als Emilia Marty alias Elina Makropulos in Leoš Janáčeks Oper „Die Sache Makropulos“. Sir Simon Rattle dirigierte souverän, Claus Guth nahm dem Werk einiges von seiner Geheimnishaftigkeit. Ein großer Erfolg.

Verblendet: Calixto Bieitos „Lohengrin“-Interpretation an der Berliner Staatsoper

02.12.21 (Joachim Lange) -
„Publikumspremiere“ – das ist auch so ein Begriff, den wir Corona verdanken und auf den man gerne verzichtet hätte. Die Premiere der Neuinszenierung von Richard Wagners „Lohengrin“ an der Berliner Staatsoper Unter den Linden fand schon am 13. Dezember 2020 statt. Es war allerdings eine gestreamte (Peter P. Pachl hat sie hier am 14. Dezember 2020 ausführlich besprochen). Damals schaute man schon deshalb zumindest mal rein, weil Roberto Alagna hier die Rolle singen sollte, vor der er 2018 in Bayreuth kurz vor der Premiere die Flucht ergriffen hatte.

Gestrandet – „Sleepless“ von Peter Eötvös an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin uraufgeführt

30.11.21 (Joachim Lange) -
Peter Eötvös macht hier eine Geschichte zur Oper, von der man sich fragt, „wer hier welchen emotionalen Nährwert mitzunehmen vermag, so deprimierend niederdrückend sei diese, findet unsere Kritiker Joachim Lange und ergänzt: „Eötvös evoziert mit seiner Komposition eine Atmosphäre, die wie ein ausgebremster Britten wirkt und ihre emotionale Grundströmung beibehält.“

3. November 2021: Veranstaltungen aktuell +++ Veranstaltungen

03.11.21 (dpa) -
Christian Thielemann übernimmt Sonderkonzert für Ernst von Schuch in Dresden +++ Staatskapelle Berlin unter Daniel Barenboim pausiert nach Corona-Verdachtsfall +++ Karlsruher Händel-Festspiele 2022 mit Neuinszenierung von Händels Oratorium Hercules

«Mut für Rückkehr der Kultur» - Barenboim mit Berliner Staatskapelle in Athen

28.10.21 (dpa) -
Athen - Zum Auftakt ihrer ersten Konzerttournee seit Beginn der Pandemie sind die Staatskapelle Berlin und ihr Dirigent Daniel Barenboim am Mittwochabend in Athen frenetisch gefeiert worden. Sieben Minuten lang dauerte der Applaus.

Puccinis Wild-West-Oper mit Stuntmen – „La fanciulla del West“ an der Staatsoper Unter den Linden

14.06.21 (Peter P. Pachl) -
Lange hat es gedauert, bis jene Oper Giacomo Puccinis, die er selbst für seine beste erachtete, den Weg an die Berliner Staatsoper gefunden hat. Deren erste Aufführung war zugleich die erste Premiere nach der COVID-19-bedingten Schließzeit. Neben dem Live-Publikum im (immer noch ausgedünnten) Auditorium war diese Erstaufführung auch als live-Streaming zu erleben, und gleichzeitig für Opernfreund*innen in 200 Autos am Tempelhofer Feld als live-Kino-Übertragung.

Circensisches Sammelsurium – „Pinocchios Abenteuer“ von Lucia Ronchetti an der Berliner Staatsoper

28.02.21 (Peter P. Pachl) -
Nach den Live-Streamings „Lohengrin“ und „Jenufa“ von der Staatsoper Unter den Linden gab es nun endlich auch eine Opernpremiere für die jungen Besucher ab 6 Jahren. Am Sonntag, dem 28. Februar um 11 Uhr war Lucia Ronchettis 2017 in Rouen uraufgeführte instrumentale Komödie „Pinocchios Abenteuer“ erstmals in deutscher Sprache zu erleben.

Separatvorstellung – „Lohengrin“ an der Berliner Staatsoper Unter den Linden

14.12.20 (Peter P. Pachl) -
„Einsam in trüben Tagen“, so erzählt Elsa vor Gericht, habe sie im Gebet die Eingabe gehabt, dass ihr ein glänzender, reiner Ritter erscheine; diesen wolle sie zum Streiter für sich wählen – heute würde man sagen: als Anwalt für ihren Prozess. Die Geschichte vom angeblichen Mord Elsas an ihrem Bruder Gottfried, Wagners erste, noch verhalten hintergründige, musikdramatische Auseinandersetzung mit dem Thema Inzest zwischen Geschwistern, Tabu und Trauma, schien der richtige Stoff zu sein für den Regisseur Calixto Bieto, der in seinen früheren szenischen Arbeiten gern eigene kindliche Erfahrungen und Traumata zu verarbeiten pflegte. Doch wenig Vergleichbares bot sein Regiedebüt an der Staatsoper Unter den Linden – als eine einsame Premiere in trüben Tagen.
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