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Alle Artikel kategorisiert unter »Staatskapelle Halle«

„Super Tuesday!“ - Zum Impuls-Festival in Sachsen-Anhalt

01.11.18 (Roland H. Dippel) -
Da weiß der Freistaat Sachsen-Anhalt offenbar noch immer nicht so genau, was für ein unschätzbar wichtiges, nicht-materielles Luxusgut er mit dem Impuls-Festival für Neue Musik beherbergt. Das unter Leitung von Hans Rotman poly-zyklisch agierende Netzwerk mit den vielen Austragungsorten, zu denen am 6. November sogar ein Sonderkonzert mit Impuls-Auftragskompositionen in Brüssel gehört, kooperiert trotz des durch die Förderbedingungen extrem knappen Planungszeitraums erfolgreich mit den Subventionsorchestern in Halle, Magdeburg, Dessau, Wernigerode und Quedlinburg. Ein ganz wichtiger Akzent sind überdies die internationalen Spitzenbesetzungen der Meisterklassen, Workshops und Konzerte mit zwölf Uraufführungen im Festivaljahr 2018.

Babylon den Afrikanern – Oper Halle mit Giacomo Meyerbeers Grand opéra „L’Africaine“

30.09.18 (Joachim Lange) -
Wenn eine Grand opéra auf die Raumbühne Babylon trifft, dann steht ein Opernabenteuer ins Haus. Eine mutige und ehrgeizige Exkursion ins Unbekannte. Giacomo Meyerbeers „L’Africaine“ (Die Afrikanerin) ist dabei lediglich der Ausgangspunkt. Stark gekürzt ist sie ohne weiteres als die 1865 uraufgeführte Oper immer noch erkennbar. Geplant ist eine Reise durch die Zeiten, über die Kontinente und Widersprüche der Welt und zwischen Kunst und Leben.

Ariane Matiakh wird Generalmusikdirektorin in Halle

17.09.18 (dpa) -
Halle - Die französische Dirigentin Ariane Matiakh wird ab der Spielzeit 2019/20 neue Generalmusikdirektorin der Staatskapelle und der Oper Halle. Das gab die Theater, Oper und Orchester GmbH am Montag bekannt. Mit Matiakh engagiere das Fünfspartenhaus eine Dirigentin, die nicht nur das Konzert-, Opern- und Ballettrepertoire von der Klassik bis in die Gegenwart beherrsche, teilte die Gesellschaft mit. Sie werde auch die lange Tradition der Barockmusikpflege in der Händel-Stadt fortführen.

Einmal Zukunft und zurück – Verdis „Messa da Requiem“ an der Oper Halle

16.09.18 (Joachim Lange) -
Es ist durchaus legitim, den Eröffnungsabend der neuen Spielzeit in der Oper Halle für Affentheater zu halten. Wobei dieses Etikett nicht nur dann zutrifft, wenn man es kritisch meint und ohnehin ein Problem mit dem assoziativ Grenzen aufbrechenden Theater des regieführenden Intendanten Florian Lutz hat. Oder, wenn man die Affenmasken für den gewaltig aufgestockten Chor und Teile des Publikums nicht nur für unbequem, sondern auch für albern oder unangemessen hält. Zumal Verdis „Messa da Requiem“ der Form und dem Namen nach eine Totenmesse ist.

Da grinst der Haifisch sich eins – Die Dreigroschenoper von Kurt Weill und Bert Brecht in Halle

20.02.18 (Joachim Lange) -
In der „Dreigroschenoper“ könnte wohl jeder Theater- bzw. Opernfreund ab einem gewissen Alter überdurchschnittlich viele Songs mitsingen. In der jüngsten Gemeinschaftsproduktion von Schauspiel und Oper in Halle wird nach der Pause aus dem „könnte“ ein „sollen“. Und es funktioniert! Das Publikum singt mit. Den Mackie-Messer- Song, was sonst. Laut und leise. Da grinst der Haifisch sich eins. Da schwappt der Drive, der vor 90 Jahren die Gemüter erhitzte über jedes Verfremdungsgebot hinweg ganz direkt ins Gemüt. Damit hatte es schon angefangen, als Harald Höbinger als Moritatensänger mit leichter Brecht-Anmutung, zu Beginn diesen Song aus einer kleinen Spieluhr zauberte und dann die ganze Truppe vor den Vorhang zitierte. Da sah und hörte man sie schon mal.

Triumph der Extreme – Giuseppe Verdis „Aida“ an der Oper Halle

21.01.18 (Joachim Lange) -
Die Premieren-Spannung im Haus war zu spüren. Eine neue „Aida“ zieht. Und die Gerüchteküche im Vorfeld funktioniert in Halle. Verdis Oper für Kairo von 1871 – ein Werk zwischen Kammerspiel, großen Chören und Triumph-Spektakel – steht bei Opernfreunden ganz oben auf dem Wunschzettel. Musikalisch wurde (von ein paar premierenbedingten Wacklern abgesehen) auch geliefert: GMD Josep Caballé-Domenech und die Staatskapelle feierte man für die großen Gefühle ebenso, wie die von Rustam Samedov und Peter Schedding einstudierten Chöre für ihren Einsatz in den Ägypterkostümen, die bei Ausstatter Christoph Ernst irgendwie gängigen Papyrus-Comics entsprungen schienen.

Festliches Oratorienspiel zum Jubiläum: „Luther“ in Halle

25.10.17 (Roland H. Dippel) -
Beim zweiten Konzert dieses Auftragswerks der Weltpremiere „Luther“ in der Georg-Friedrich-Händel-Halle nennt Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff das Opernoratorium einen wichtigen Jubiläumsbeitrag der Kulturhauptstadt. Hier ringt das einstige „Land der Frühaufsteher“ im frischen Akzent als „Ursprungsland der Reformation“ um künstlerischen Nachdruck.

Leben und Glauben am Rande des Abgrunds – Händelfestspiele in der Oper Halle mit „Jephta“

28.05.17 (Joachim Lange) -
„Jephta“ ist in Händels Lebenswerk so etwas ähnliches wie der „Parsifal“ in dem von Wagner. Es ist das letzte neu komponierte und 1752 im Royal Theater Covent Garden uraufgeführte Oratorium. Ein Alterswerk, bei dem ihm all sein Können zu Gebote steht. Eins, in dem es obendrein um Gott und die Welt und um Leben und Tod geht. Auch um das eigene Leben und dessen Ende. Dass Händel während der Arbeit an seinem „Jephta“ erblindete, meint man zu hören.

Im Experimentiermodus –Oper Halle kombiniert „Herzog Blaubarts Burg“ von Bartók mit Fassbinders „Bremer Freiheit“

08.05.17 (Joachim Lange) -
Ein Opernhaus braucht für Herzog Blaubarts Burg „nur“ ein fabelhaftes Orchester und zwei ebensolche Sänger. Mit der Staatskapelle unter ihrem GMD Josep Caballé-Domenech, Anke Berndt und Gerd Vogel sind die natürlich vorhanden bzw. im Ensemble! Und sie erfüllen ihre Aufgabe bravourös! Die beiden Solisten übererfüllen sie sogar. Diesmal schauspielern die beiden nicht nur ausgiebig (hochprofessionell und überzeugend wie immer) in ihren Rollen. Als geheimnisvoller Schlossherr, der seine Ehefrauen immer entsorgt, wenn die zu viel wissen wollen. Und als so liebes- wie leidensbereite und obendrein doch selbstbewusste Judith. Vor der Pause sind sie als Schauspieler in anderen Rollen mit von der Partie.

Am anderen Ende der Welt – Staatskapelle Halle in Bogotá

21.04.17 (Joachim Lange) -
Die Staatskapelle Halle und Josep Caballé-Domenech begeistern, neben der Philharmonische Orchester Bogotá, dem Luzerner Sinfonieorchester und dem Russischen Nationalorchester als Gäste aus Deutschland beim Internationalen Festival für klassische Musik in Lateinamerika!
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