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Alle Artikel kategorisiert unter »Staatskapelle Halle«

Da grinst der Haifisch sich eins – Die Dreigroschenoper von Kurt Weill und Bert Brecht in Halle

20.02.18 (Joachim Lange) -
In der „Dreigroschenoper“ könnte wohl jeder Theater- bzw. Opernfreund ab einem gewissen Alter überdurchschnittlich viele Songs mitsingen. In der jüngsten Gemeinschaftsproduktion von Schauspiel und Oper in Halle wird nach der Pause aus dem „könnte“ ein „sollen“. Und es funktioniert! Das Publikum singt mit. Den Mackie-Messer- Song, was sonst. Laut und leise. Da grinst der Haifisch sich eins. Da schwappt der Drive, der vor 90 Jahren die Gemüter erhitzte über jedes Verfremdungsgebot hinweg ganz direkt ins Gemüt. Damit hatte es schon angefangen, als Harald Höbinger als Moritatensänger mit leichter Brecht-Anmutung, zu Beginn diesen Song aus einer kleinen Spieluhr zauberte und dann die ganze Truppe vor den Vorhang zitierte. Da sah und hörte man sie schon mal.

Triumph der Extreme – Giuseppe Verdis „Aida“ an der Oper Halle

21.01.18 (Joachim Lange) -
Die Premieren-Spannung im Haus war zu spüren. Eine neue „Aida“ zieht. Und die Gerüchteküche im Vorfeld funktioniert in Halle. Verdis Oper für Kairo von 1871 – ein Werk zwischen Kammerspiel, großen Chören und Triumph-Spektakel – steht bei Opernfreunden ganz oben auf dem Wunschzettel. Musikalisch wurde (von ein paar premierenbedingten Wacklern abgesehen) auch geliefert: GMD Josep Caballé-Domenech und die Staatskapelle feierte man für die großen Gefühle ebenso, wie die von Rustam Samedov und Peter Schedding einstudierten Chöre für ihren Einsatz in den Ägypterkostümen, die bei Ausstatter Christoph Ernst irgendwie gängigen Papyrus-Comics entsprungen schienen.

Festliches Oratorienspiel zum Jubiläum: „Luther“ in Halle

25.10.17 (Roland H. Dippel) -
Beim zweiten Konzert dieses Auftragswerks der Weltpremiere „Luther“ in der Georg-Friedrich-Händel-Halle nennt Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff das Opernoratorium einen wichtigen Jubiläumsbeitrag der Kulturhauptstadt. Hier ringt das einstige „Land der Frühaufsteher“ im frischen Akzent als „Ursprungsland der Reformation“ um künstlerischen Nachdruck.

Leben und Glauben am Rande des Abgrunds – Händelfestspiele in der Oper Halle mit „Jephta“

28.05.17 (Joachim Lange) -
„Jephta“ ist in Händels Lebenswerk so etwas ähnliches wie der „Parsifal“ in dem von Wagner. Es ist das letzte neu komponierte und 1752 im Royal Theater Covent Garden uraufgeführte Oratorium. Ein Alterswerk, bei dem ihm all sein Können zu Gebote steht. Eins, in dem es obendrein um Gott und die Welt und um Leben und Tod geht. Auch um das eigene Leben und dessen Ende. Dass Händel während der Arbeit an seinem „Jephta“ erblindete, meint man zu hören.

Im Experimentiermodus –Oper Halle kombiniert „Herzog Blaubarts Burg“ von Bartók mit Fassbinders „Bremer Freiheit“

08.05.17 (Joachim Lange) -
Ein Opernhaus braucht für Herzog Blaubarts Burg „nur“ ein fabelhaftes Orchester und zwei ebensolche Sänger. Mit der Staatskapelle unter ihrem GMD Josep Caballé-Domenech, Anke Berndt und Gerd Vogel sind die natürlich vorhanden bzw. im Ensemble! Und sie erfüllen ihre Aufgabe bravourös! Die beiden Solisten übererfüllen sie sogar. Diesmal schauspielern die beiden nicht nur ausgiebig (hochprofessionell und überzeugend wie immer) in ihren Rollen. Als geheimnisvoller Schlossherr, der seine Ehefrauen immer entsorgt, wenn die zu viel wissen wollen. Und als so liebes- wie leidensbereite und obendrein doch selbstbewusste Judith. Vor der Pause sind sie als Schauspieler in anderen Rollen mit von der Partie.

Am anderen Ende der Welt – Staatskapelle Halle in Bogotá

21.04.17 (Joachim Lange) -
Die Staatskapelle Halle und Josep Caballé-Domenech begeistern, neben der Philharmonische Orchester Bogotá, dem Luzerner Sinfonieorchester und dem Russischen Nationalorchester als Gäste aus Deutschland beim Internationalen Festival für klassische Musik in Lateinamerika!

Ruhe vor dem Sturm – Brechts und Weills „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ als Passion an der Oper Halle

22.01.17 (Joachim Lange) -
Wenn man nach der Premiere des „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ von Bert Brecht und Kurt Weill beim Verlassen des Opernhauses „Wie man sich bettet, so liegt man“ oder „the moon of Alabama“ vor sich hin summt oder sich am liebsten den Weg „in the next whisky bar“ zeigen lassen würde, wie es im berühmten Alabama-Song so schön heißt, dann geht das natürlich zuerst auf das Konto der beiden kongenialen Musik- und Texterfinder Weill und Brecht.

Ein Leben für die Bühne – Die neue „Tosca“ am Opernhaus Halle

27.11.16 (Joachim Lange) -
Bei Giacomo Puccinis „Tosca“ hat es die Rezeptionsgeschichte seit der Uraufführung 1900 mit dem naturalistischen Ehrgeiz besonders weit getrieben. Bis hin zur Verfilmung an den Originalschauplätzen im Rom und in den Kostümen und zeitlichen Ablauf, die das Libretto vorgibt. Samt Sprung der Heldin von den Zinnen der Engelsburg in den Tod. Da flog schon manche Puppe beim Schließen des Vorhangs in die Tiefe. Darauf wartet man in Halle, bei der Neuproduktion dieses ungebrochen beliebten Repertoireschmuckstückes vergebens.

Hauptsache schön bunt und üppig

31.01.16 (Joachim Lange) -
Romelia Lichtenstein glänzt in der Neuproduktion von Franceso Cileas „Adriana Lecouvreur“ in der jüngsten Neuproduktion dieser Oper im Opernhauses in Halle. Joachim Lange hat die Premiere für nmz-online besucht.

Halles Generalmusikdirektor: Staatskapelle droht Überalterung

12.11.15 (dpa) -
Halle/Leipzig - Der Generalmusikdirektor der Bühnen Halle, Josep Caballé-Domenech, hat vor einer Überalterung der Staatskapelle gewarnt. Im Interview mit der «Leipziger Volkszeitung» (Donnerstag) sagte der katalanische Dirigent: «Wir haben vielleicht zwei, drei Musiker, die unter 40 sind.»
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